Good shot (3) Schreiber im Café

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Es ist keine Marotte, es ist Notwendigkeit.

Schreiber gehören ins Café.

Dort spielt das Leben.

Dort hört man Geschichten, die man noch nie gehört hat.

Eine gute, wenn auch teure Schule des Lebens.

Da zahlt man nicht nur mit Geld,

sondern auch mit Nerven…

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

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Good shot (2) – Licht und Schatten

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Gemunkel im Dunkel.

Sie will nicht.

Er will.

Kampf der Geschlechter.

Wenn Kameras streiken.

„Blödes Ding, jetzt mach‘ schon!“

Das Auge gerichtet auf das Objekt der Begierde.

Er will den Schatten, sie nicht !

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Good shot – A taste of view (1)

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Bilder im Kopf.

Bilder vor Augen.

A taste of view.

In the line of pictures.

Im Fokus.

Aber welche Perspektive?

Genug Fragen ohne Antworten.

Try & error.

Try & change.

Was ist das Ziel?

Gibt es überhaupt ein Ziel?

Es gibt Einstellungen, mehr als genug,

sichtbar und unsichtbar.

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Phantasie

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„Ist denn die Bahn so schmal

der gegenwärtigen Menschheit,

dass die hohe, die Phantasie

nicht mehr frei fliegen kann,

wie sie es gewohnt (…)

und einspannen ihre Rosse,

empor zum Lichte rasseln …“

( Keats )

Ausflug ( 12 ) Träume – Im Namen des Tagebuches

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Der Träume gibt es viele.

Manche träumten und andere nicht, so die Annahme.

Man bekommt sie immer mal wieder zu hören.

„Ich kann mich an nichts erinnern!“

Natürlich träumt jeder, nur einige wissen es nicht.

Sie sind zu weit weg,

haben die Verbindungen zu ihrem tieferen Ich verloren.

Versunken in was auch immer, haben sie nach und nach

ihre Phantasie begraben.

Schaufel für Schaufel, immer darüber,

über das, was gerade wachsen möchte.

Die Sonne schien, sie aber sahen alptraumhaft aus.

Zombies in ordentlich gebügelten Hemden. Zombies in weißen Blusen.

Thomas Bernhard hätte seine ätzende Freude gehabt.

Er hätte seinen Titeln „Frost“ und „Beton“ einen weiteren hinzugefügt.

Das angepasste Volk in Vollendung.

Ein Blick in die Runde.

„Wieviel Souveränität ist noch möglich?“ fragte er.

Eigentlich wollte er nicht fragen, er wollte etwas sagen und tat es auch,

wurde aber zuvor kurz von ihr unterbrochen:

„Jetzt bitte keine Regierungserklärung.“

Dann fuhr er fort.

„Überall herrscht Kontrolle. Es wird klassifiziert wie noch nie zuvor.“

Wir schauten ihn an, in Erwartung weiterer Ausführungen.

An den umliegenden Tischen wurde geschwiegen.

Vielleicht warteten einige darauf, dass endlich mal jemand etwas sagen würde.

Das konnte bestenfalls in einer tiefen Sehnsucht münden.

Wenn es gut lief, würde der ein oder andere wieder anfangen zu träumen.

Solche Träume konnten heftig ausfallen.

Das ausgesperrte tiefere Ich würde laut anklopfen.

Manchem würde der Schrecken in die Glieder fahren.

Wer aussperrt, wird von Wogen eingeholt.

Wer massiv aussperrt, über den schlagen irgendwann die Brecher zusammen.

Aber das kann lange dauern und darin liegt die Verführung zum Selbstbetrug.

Und wer sich selbst betrügt, betrügt auch andere.

Wie gesagt, eigentlich war es ein schöner Sonntag.

Wir wollten die Zeit genießen. Wir wollten auch etwas träumen.

Jeder auf seine Art und Weise…

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Ausflug (11) Gesichter – Im Namen des Tagebuches

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Es war so sonnig, fast zu schön, um wahr zu sein.

Teile der Fassaden glänzten.

Man konnte mit der Hand das warme Holz fühlen.

Es tat  gut!

Alles hätte so gut sein können,

wären da nicht diese Gesichter gewesen,

teilnahmslose Masken.

Aber es waren nicht nur die Gesichter.

Es waren die verdorbenen Seelen,

die im Raum umherirrten und schwirrten.

Ein Gestank von Heuchelei und Lieblosigkeit,

trieb über die Tische, wie eine Wolke nach einem Atomunfall,

der sich in einiger Entfernung ereignet hatte,

von dem aber niemand etwas zu wissen schien.

Sie bestellten ihre Waffeln mit Schlagsahne, ihre Schwarzwälderkirsch-Torte,

ihr Stück Schwarze Kiste.

Und natürlich tranken sie  Kaffee.

Sie folgten ihren Gewohnheiten ohne genau zu wissen,

was ihre Gewohnheiten waren.

Natürlich wussten sie, dass man an einem sonnigen Sonntag

einen Ausflug machte.

Sie wussten auch, wie man sich ordentlich zu Tische setzt.

Das war aber auch alles, was sie wussten…

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Ausflug (10) Gesellschaft – Im Namen des Tagebuches

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Die Herde lief, die Herde saß, die Herde fraß.

Manchmal blökte sie, manchmal glotzte sie.

Dann lag sie plötzlich auf Kunstrasen und merkte es nicht.

Willkommen auf der Weide der Gesellschaft.

Der Herrgott hat einen großen Tiergarten, so sagt man.

Köter, Kater, Löwen, Giraffen, Affen, Schlangen …

Manchmal trifft man eine blöde Kuh, dann einen Hornochsen.

Vierbeiner und Zweibeiner unterscheiden sich nicht immer sonderlich.

„Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul…“

Es gibt Renntiere und Kriechtiere.

Wiederkäuer sind sehr verbreitet.

Es grunzt, es blökt, es kläfft.

Dazwischen ein langezogenes Miaaaau.

Ach, die lieben Kätzlein. Samtpfoten mit scharfen Krallen.

Zwischendurch quakt immer ein Frosch.

Ein ständiges Dazwischen.

Zuhören?

Bei den Zweibeinern nicht weit verbreitet.

Seien wir ehrlich, es ist eine Seltenheit.

Gut, dass Vierbeiner noch nicht mit dem Handy telefonieren.

Gewisse Unterschiede sind wirklich schätzenswert.

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

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