Unterwegs (14) Licht des Südens

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Das Licht war unverkennbar.

Es war warm, sanft und mild.

Man fühlte sich geborgen, aufgehoben.

Das Licht war eine Umarmung, ohne Wenn und Aber.

Man dachte kurz an Albert Camus:

„Hochzeit des Lichts“.

Es schien nicht abwegig an Liebe zu denken.

Nur leider war dieses Wort so beladen, so verkitscht,

dass man Zweifel bekam.

Aber vielleicht hatten die Zweifel ganz andere Gründe…?

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Unterwegs (13) Relax

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An jenem Morgen wurde klar,

man hatte sich viel gekümmert.

Was das hieß?

Das wusste man selbst nicht genau, aber man spürte es.

Natürlich waren da Fragmente des Wissens.

Aber was bedeutete das Wissen im Vergleich zum Gefühl?

Man kam an eine Grenze.

Und wie ging es nun weiter?

Das war vielleicht eine unpassende Frage, aber sie kam…

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Unterwegs (12) to the top

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Es ging lange hinauf, sehr lange.

Der Weg war anstrengend.

Manchmal dachte man, es sei nicht möglich.

Man hielt an, keuchte, spürte die Anstrengung.

Warum verlangte man das von sich ab?

Lohnte sich der Weg?

Was war der Lohn?

Zweifel.

Aber auch Wille.

Ohne Wille war man in dieser Umgebung verloren.

Dann ging es weiter.

Die Schritte wurden schwerer.

Man sehnte sich nach dem Ziel.

Das Ziel war oben.

Man dachte an das Ziel, aber sah es nicht.

Es gab nur ein Ziel im Kopf.

Und dem folgte man so gut es ging.

Natürlich war es verrückt, in dieser Landschaft unterwegs zu sein.

Wie war man nur auf diese Idee gekommen?

Man musste nach oben, aber warum?

Die Gedanken kreisten, die Schritte wurden langsamer.

Und wieder hielt man an.

Es war wichtig anzuhalten…

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Unterwegs (11) Ein neuer Tag

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Der neue Tag begann mit Kaffee.

„Buenos Dias!“

Man suchte sich einen Platz, von wo aus man aufs Meer

schauen konnte.

Es gab Menschen, die dachten häufig ans Meer.

Sie waren dem Meer nahe.

Diese Verbundenheit gründete vielleicht auf Historie?

Die Sehnsucht nach dem Meer, ein vertrautes Bild, ein vertrautes Gefühl.

Bei einigen hatte das etwas mit Freiheit zu tun.

Das Meer signalisiert Freiheit, vielleicht weil es offen ist?

In der Offenheit lässt sichs gut atmen, der Blick ist unverstellt.

Wem es an Barrieren zuviel wird, der denkt gerne ans Meer.

Und manche fahren hin …

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Unterwegs (10) Everyday

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Jeden Tag aufs Neue.

Man wachte auf, dachte nach und ging los.

Oft, ging es los.

Jeden Tag ging ein Stück Leben los.

Es fing an und man verlor es.

Wie sah man dieses Leben?

Wie schaute man es an?

Schaute man mehr zurück?

Verharrte man?

Schaute man voraus?

Manche wähnten sich am Anfang, andere dem Ende nahe.

Die Entschlossenen agierten sofort.

Sie nahmen das Schicksal in die Hand. Das sagt man so.

Das Schicksal in die Hand nehmen.

Vielleicht nimmt man es eher an die Hand?

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Unterwegs (9) Das Meer in uns

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Es gab Tage, da wollte man nur ans Meer.

Man wollte nichts anderes, nur in die Weite schauen.

Dort war es möglich.

Frei von unnützem Geplänkel, frei von Hahnenkämpfen.

Kein Geschrei. Kein Geplapper.

Einfach nur sitzen und schauen,

den Horizont öffnen…

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Unterwegs (8) Stille

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Es gab eine Stille, die alles andere aufhob.

Sie war sanft und rund, sie war zu sehen.

Man konnte Stille sehen.

Auch konnte man Stille fühlen.

Stille bedeutete aber noch längst nicht Friede…

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

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