Er ging durch die Stadt, er ging durch das Land, er ging durch die Welt.

Dann setzte er sich auf eine Bank, holte sein Messer raus

und begann an einem Gewinde zu schnitzen.

Eine präzise, langwierige Arbeit, wäre ich nicht dazwischen gekommen.

„Bonjour Franzmann. A la retour de Sejerland?“

„Jo Jong.“

„Und, wat macht der Goethe?“

„Schläft joot!“

„Komm‘ mer drönke en Kaffee“, sagte ich.

Jean le Grand war per Velo bis nach Weimar gefahren.

Letztes Jahr war er in England und Schottland.

Tapetenwechsel sei wichtig, hatte er noch vor seiner Abreise gesagt.

Tapetenwechsel. Sichtwechsel. Perspektivenwechsel.

Im Themenwechsel ist Jean le Grand ein großer Meister.

Goethe, Nietzsche, Victor Hugo, Fraktalgeometrie, Tierhaltung,

Feinmechanik, Pflanzenkunde, Algerienkrieg, französischer Rechtsradikalismus …usw.

Ihn nerven die Klischees, er mag es gerne präzise.

Seine Präzision und Vielfalt, erschafft ein sich ausbreitendes Universum an Gedanken.

Unterhält man sich mit ihm, dann beschleicht einen die Idee,

dass man sich mit einem zweibeinigen Atomkraftwerk unterhält.

Energie! Energie ! Energie!

Armer Kerl, wohin damit?

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