Endlich gutes Wetter.

Gestern nochmal zu Fuß unterwegs.

Es empfiehlt sich eine Stadt zu Fuß

zu erkunden.

Aber welche Teile der Stadt?

In Berlin latschen natürlich alle zum

Brandenburger Tor, zur Museumsinsel,

zum Reichstag.

Immer die Highlights aufsuchen.

Ich nicht.

Ich folge keinem Reiseführer,

sondern meiner Nase, nehme mir Zeit

und den Raum, den ich will.

Der Raum hieß gestern nochmal Steglitz.

Wer kennt schon Steglitz?

Also ging es zum S-Bahnhof Feuerbachstraße,

ein altes Gebäude, rund, und wenn kein Sonntag

ist, voller Leben.

Drinnen gibt es ein paar Geschäfte.

Und draußen laufen die Passanten.

Eine leichte Anhöhe, wo öfters Radler

des Weges kommen.

Tour de Berlin.

Frau gegen Mann, der Mann auf einem Rennrad.

Zweikampf., fast wie bei einem Zielsprint

der Tour de France mit Schlussanstieg.

Ich ging dann die Schönerberger Straße

gemächlich runter, schlenderte an kleinen

Läden, Cafés und Kneipen vorbei.

Ein paar Fotos bis zur Ecke, wo das Café

Feuerbach ist. Ein Blick, ein Tisch in der Sonne

noch frei. Schneller Zugriff.

Tasche und Kamera auf den Stuhl,

Tagebuch raus. Neben mir eine Frau sitzend, mit allerlei

Lesestoff versehen.

Frauen und Literatur, mein neues Thema.

Also fragte ich denn gleich mal,

ob ich ein paar Fotos von der jungen Dame mit Buch

machen dürfe?

Ich will nicht sagen, dass sie meine Frage konsternierte,

aber es dauerte schon eine Weile bis die Antwort kam.

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