Manchmal sollte man

sich nicht lange fragen,

was man tut, sondern

es einfach machen.

Hetzdorf?

Dann fahre ich halt nach Hetzdorf

und schaue, was dort passiert.

Es passiert immer etwas,

mal das, was wir uns wünschen,

mal etwas anderes,

da steckt man nicht drin.

Der Bundestraße schnurwegs entlang.

Reichlich Lastwagenverkehr.

Polen ist in der Nähe.

In Polen war ich noch nie,

so wie mir auch der Osten Deutschlands eher unbekannt ist.

Frankreich kenne ich wie meine Westentasche,

von Pasewalk und Woldegk,  habe ich noch nie was gehört.

Wenn die Lastwagen an mir vorbei donnern,

gibts frischen Wind. Die können mich locker von der Straße pusten.

Beim Anhalten am Straßenrand ist mir etwas mulmig,

wenn so ein Ungetüm sich nähert.

Die Jungs geben Gas. Man hat es eilig.

Termindruck.

Die Schweine müssen heute noch nach Krakau.

 

Ich schaue über weitläufige Felder.

Kornfelder am späten Nachmittag.

Die Bauern sind mit ihren großen Maschinen

auf den Feldern.

Es wird gemäht und es staubt. Getreidestaub fliegt auf.

Ich halte Ausschau nach einer Kirche.

Hetzdorf müsste bald kommen,

sollte bald kommen, denn der Schweiß fließt reichlich.

Beim Anblick der Landwirtschaftsmaschinen, jenen großen

Monstern einer Fressindustrie, fällt mir der Song „Thrasher“ von Neil Young ein.

Ein Lied mit Aussagekraft und Melancholie, aber auch mit klarer Richtung.

Die „crystal canyons“ sind es nicht, aber natürlich locken sie.

Glaspaläste, Shopping-Center, Kreditkarten, Versicherungstempel,

Konsumalleen. Alleen ohne Bäume.

Wofür braucht man auch Bäume?

Auf dem Lande ticken die Uhren anders.

Die Schloßstraße von Berlin habe ich hinter mir gelassen.

Was ich finden werde, das wird sich zeigen …

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