Kontraste bilden das Wesentliche ab.

Ob man sich aber dem Wesentlichen zuwendet,

steht auf einem anderen Blatt Papier.

Wir sind zweifellos entfremdet,

im Sinne von Entheimatung.

Inwieweit das dramatisch ist,

merkt man meistens erst dann,

wenn es reichlich, manchmal zu spät ist.

In der Heimat liegen die Wurzeln.

Heimat nicht unbedingt im geografischem Sinne,

sondern vor allem emotional und geistig,

wobei die Wirkung der Landschaft nicht zu unterschätzen ist.

Uckerland, ist ein weites Land.

Räume. Freie Flächen.

Das ist übertragbar in Bildern.

Wenn man von einer Shopping-Meile aus Berlin kommt,

dann wirkt der Kontrast sehr deutlich.

Die Blickfelder sind andere

und die Geräusche auch.

Von den Gerüchen sollte man auch reden.

In der Stadt, der Geruch von Abgasen, Currywurst und Parfüm.

Auf dem Land, Blumendüfte und der Geruch von frisch gemähten Feldern.

Man sieht nicht nur die Erde, man riecht sie.

In der Stadt riecht man den Asphalt, das Polyamid, das Acryl.

Auf dem Land Essenzen, in der Stadt Kunststoffe.

Tradition und Verwurzelung, dem gegenüber eine Rasanz

der Stadt, die keine Wurzelbildung zulässt.

Das Tempo der Stadt entspricht nicht den Bedürfnissen

der Menschen, nämlich bei sich und mit sich zu sein.

Man rennt vor sich selbst davon, ist außengesteuert,

anstatt innengesteuert.

Dafür zahlt man einen hohen Preis.

Ich gehe durch die Felder und versuche anzukommen.

Raum und Zeit.

Wer hat denn in der Stadt noch Raum und Zeit?

Man kämpft um Parkplätze, will zuerst am Wühltisch sein,

das Rennen machen.

Und so rennt man jeden Tag,

in der Hofnung etwas zu gewinnen oder zumindest mitzuhalten.

Mithalten im großen Zirkus.

Was für Antriebskräfte?!

Was treibt einen an?

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