Sonnenaufgang, Sonnenuntergang.

Sunrise, Sunset.

Das ist  schon ein Wunder mit der Sonne.

Was alles so unter der Sonne gedeiht,

zum Blühen erwacht.

Licht und Wärme.

Dazu geben wir genügend Wasser und es

kann sich ein kleines Paradies entwickeln,

eine Oase.

Vom Tisch unterm Apfelbaum aus, sieht man

den Durchgang zum Rosengarten.

Dieser Durchgang ist natürlich umrankt von Zweigen und  Blättern.

Man geht von einem Gartenraum zum nächsten.

Dort stehen die Rosen und dort soll auch eine Ruhezone gestaltet werden.

Ein Ort zum Meditieren.

Ulrich wird bald Meditationskurse anbieten.

Meditieren und Gartenarbeit.

Sowas nennt man auch Selbsterfahrung.

Was wirkt wie, auf einen selbst?

Um etwas davon zu verstehen, muss man erst einmal Gefühle zulassen und ausdrücken.

Man sollte bei sich sein können.

Worauf man dann trifft, das wird sich zeigen.

Ob man das sehen kann, ist auch andere Frage.

Gefühle tauchen auf:  Sehnsucht. Freude. Trauer. Wut. Zorn. Angst. Glück…

Licht und Schatten, liegen oftmals nahe beieinander.

Man braucht einen Spiegel, eine Rückmeldung, ein Miteinander.

„Kein Ich ohne Du“, so Martin Buber.

Die Rose ist auch ein Du.

Sie antwortet durch ihre bloße Existenz,

durch ihre Farben, durch ihren Duft.

Sie hat Dornen und weiche Blüten.

Es gibt Rosen, die ranken meterlang,

verschönern Mauern und Bögen.

Dornröschen fällt mir ein.

Der tiefe Schlaf inmitten einer Rosenhecke.

Wahrlich gut geschützt.

Besser als jeder Stacheldraht.

Wenn man die Rose auf sich wirken lässt,

fällt einem so manches ein.

Lustwandeln. Flanieren.

Französische Gärten, englische Gärten, japanische Gärten.

Und jeder Garten hat seinen Gartenmeister,

der genau überlegt, wie und was dort geschieht.

Es ist eine Kunst für sich, ein tieferes Wissen.

Wer sich in die Verbindung mit der Natur begibt,

der kann viel lernen und der kommt zur Ruhe.

 

Und wer meint, sich über die Natur erheben zu können,

der kriegt irgendwann einen auf den Deckel,

bekommt seinen Klimawandel frei Haus serviert.

Aber dann werden erst einmal Konferenzen abgehalten.

Kyoto. Sao Paulo…

Von Regenwäldern hin zu Rosenhölzern,

Vom Biosprit hin zu Monokulturen.

Und zum Mittagessen gibt es dann einen fetten Hamburger

aus der Fast-Food-Fabrik.

Prost Mahlzeit!

Oh, das ist aber dumm gelaufen, meinen mittlerweile so

einige Zeitgenossen.

Früher sagte man, es könnte ein böses Erwachen geben.

Man denke nur an den Bericht des Club of Rome aus

den Siebziger Jahren des letzten Jahrtausends.

Da hatte man schon gewarnt, was auf uns zukommen könnte und wird.

Dafür musste man kein Prophet sein.

Das hätte auch ein einigermaßen gut ausgebildetes Grundschulkind gewusst.

Erdbevölkerung wächst, was tun?

Konferenz, und wieder eine Konferenz,

noch eine Studie, noch eine Doktorarbeit.

Die Wissenschaftler raufen sich die Haare,

die Politiker besaufen sich nicht nur an ihren

eigenen Plattitüden. Auch das weiß man.

Nur, was folgert man für sich daraus?

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