Zeitgeister II

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Proteste und 

Demonstrationen

in Europa.

Bilder von knüppelnden Polizisten

gegen einfache Bürger.

Da kriegen selbst Rollstuhlfahrer und Kinder was ab !

Frauen sowieso. Das läuft unter Gleichberechtigung

oder Quotenregelung.

Das Leiden soll möglichst gerecht verteilt werden,

so meinen Sicherheitspolitiker, Innenminister, Hundestaffelführer,

Schlagstockhersteller, Wasserwerferfahrer …

 

Alles Leid dem Volke!

Gut, der Satz hieß mal anders, aber

lapidar gesagt: Sätze sind wie Schall und Rauch,

die einen mehr, die anderen weniger.

Es gibt auch den Satz:  „Survive of the fittest“

Tja Oma, dann trainier ma!

Sicher dir deine Rente auf der Strasse, trete mit Opa

’nem Boxverein bei.

 

„Die Suppe wird nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird.“

Noch so ein Satz mit Reichweite, noch so ein Satz,

der gerne serviert wird, wenn es ums Eingemachte geht…

 

 

 

 

Zeitgeister

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Man knabbert

am trockenen Brot,

schiebt sich etwas

Emmentaler rein,

sitzt vor dem Bildschirm und atmet tief.

Das Schreiben, ach das Schreiben!

Es nebelt nicht nur draussen.

Man taucht ein und taucht auf.

Manche tauchen nie ein. Andere bleiben immer oben,

fürchten das Tal.

Die Wege der Gedanken, frei?

Über den Grat, wer geht da schon?

Bereitschaft zum Plappern, aber nicht zum Risiko.

Bernhard hätte gleich mehrere Kotzanfälle bekommen,

und nicht nur der.

„Gott sind wir froh, dass wir tot sind!“ – hört man sie aus den Gräbern rufen.

Zola, Hugo, Faulkner, Kerouac, Miller, Böll, Brecht, Whitman,

Thoreau, Salinger, Tucholsky, Proust…

Diese Zeit scheint verlorener denn je.

Warum?

Der Verrat regiert.

Es gab noch nie so einen flächendeckenden Verrat wie heutzutage.

Der totale Ausverkauf nicht nur von Anstand,

das wäre leicht zu verkraften, sondern was geschlachtet wird,

ist die Würde und die Aufrichtigkeit.

Zu moralisch?

Nein !

Für das Desaster sind kaum noch Worte zu finden.

Aber man kann sich ja auf die Suche machen…

Es gibt Tage, da hält man Rückschau

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Der Herbst ist im Anmarsch,

eine gute Zeit

für Rückschau.

Man richtet es sich behaglich ein,

schaut hier und dort in den Regalen.

Der „moderne“ Mensch schaut auch auf Festplatten.

 

Wer suchet, der findet.

 

Ach, so war das damals.

Stimmungen, Verfassungen, Befindlichkeiten.

Dieses wurde für wichtig erklärt, jenes für unwichtig.

Begegnungen hier, Begegnungen dort.

Man schaut bei Autoren und ist selber einer.

Tagebücher. Briefe. Manuskripte.

Manches geschrieben aus Lust, anderes aus Frust.

Die kleine, eigene Welt beschreiben, das ist legitim.

Betrachtung von Erlebnis und Erfahrung.

Mit Rückschlüssen sollte man vorsichtig sein,

zu vielschichtig ist das Leben…

 

 

 

 

Es gibt Tage, da denkt man übers Bloggen nach

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Millionen von Blogs.

Überblick?

Fehlanzeige!

Splitterartikulationen.

Auswürfe. Verwürfe.

Babylonisches Stimmengewirr.

Seelenmassage.

Selbstbeschau.

Hinweise. Verweise.

Hier ein Aufschrei, dort ein Küchenrezept.

Manche hyperventilieren,

atmen schwer.

Abstrakt gedacht: die Welt wird informiert,

nur interessiert es die Welt nicht !

Bloggen mag Bewegung erzeugen, ergeht sich in Kritik.

Hin und wieder wird das Wort – Revolution – verbreitet.

Das liest sich spannend an, wird aber in der Regel nicht weiter gedacht.

Mal Anleitung, mal Gesülze.

Es wird beschrieben, reflektiert,

manchmal aufgefordert oder gewarnt.

Hin und wieder, werden auch mal Fragen gestellt, entstehen Diskurse.

Eine Form der Kommunikation, nicht mehr, nicht weniger…

Immer wieder gut ist es sich die Frage zu stellen,

für wen?

Es gibt Tage, da möchte man innehalten…

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Innehalten,

hat was mit Stille zu tun.

Man sucht Ruhe, sucht Einkehr.

Den Wirbeln der Welt ein zeitweises Adieu.

Für erneute Ausrichtung bedarf es einer Abkehr

von den Massen, wer immer sie sind.

Es sind auch Massen von Informationen und Eindrücken,

Massen von Alltäglichkeiten, Massen von Gewohnheiten.

 

Das Leben bleibt Bewegung,

auch wenn wir versuchen ihm diverse Fixierungen zu verpassen.

Die Einkehr hat aber weniger mit Fixierungen, mehr mit Betrachtung zu tun.

In der Stille sucht man nach Substanzen, wartet, was kommt.

Wie lange das zu dauern hat, wer will da den Maßstab anlegen?

Bewertung ist immer noch eine persönliche Angelegenheit,

die auf vielerlei gründet.

Also nochmal versuchen, auf den Grund zu schauen.

Das ist alles andere als einfach, bei der Summe der gleichzeitigen Ereignisse,

bei der Rasanz der modernen, digitalen, vernetzten Welt.

Wer bestimmt die Inhalte, wer das Tempo?

Wer bestimmt die Gewichtung?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt Tage, da will man keiner Schublade mehr genügen

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Schubladenkulturen. 

Die Schublade geht auf,

die Schublade geht zu.

Manchmal wird noch der

Schlüssel rumgedreht.

Eingang und Ausgang,

nur mit Genehmigung.

Ein deutlich abgegrenztes Terrain.

Hier ist deine Schublade, hier ist meine.

 

Soziale Netzwerke.

Wohl ein Nebeneinander, aber kein Miteinander.

Schubladen für Katzenliebhaber, Schubladen für Autonarren.

In einer Schublade hausen die Literaturgläubigen, in einer anderen

trommelt die Politik.

Man könnte sagen, die Hilflosen sind unter sich.

Stille Schreie, laute Schreie.

 

In Wahrheit sind die Schotten dicht, obschon die Schleusen weit geöffnet sind.

Alibi-Offenheiten. Alibi-Mitteilungen. Alibi-Beteiligungen.

Und überall klatscht man ein Label drauf…

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt Tage, da denkt man …

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Zeit für Reduktion.

Das Fass ist gut gefüllt,

mit was auch immer.

Inwieweit ist die Summe

der Details noch überschaubar?

Ernte.

Harvest.

„They give you this, but  you pay for that.“  (Neil Young)

 

Versorgt mit Informationen.

Info-Flut.

Besetzung der Freiräume.

Fäden, Stränge, Kabel.

Selbst kabellos bleibt man noch verbunden.

Connect. Connect. Connect.

Neil Postman fällt einem ein,

aber der Titel: „Wir amüsieren uns zu Tode“ ist längst überholt.

Wir kommunizieren uns zu Tode.

Man könnte nochmal bei Paul Watzlawick nachschauen.

Carl Rogers erscheint verdrängt.

Es scheint, als ob man den Frankl nochmal hervorholen müsse…

 

 

 

 

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