Man knabbert

am trockenen Brot,

schiebt sich etwas

Emmentaler rein,

sitzt vor dem Bildschirm und atmet tief.

Das Schreiben, ach das Schreiben!

Es nebelt nicht nur draussen.

Man taucht ein und taucht auf.

Manche tauchen nie ein. Andere bleiben immer oben,

fürchten das Tal.

Die Wege der Gedanken, frei?

Über den Grat, wer geht da schon?

Bereitschaft zum Plappern, aber nicht zum Risiko.

Bernhard hätte gleich mehrere Kotzanfälle bekommen,

und nicht nur der.

„Gott sind wir froh, dass wir tot sind!“ – hört man sie aus den Gräbern rufen.

Zola, Hugo, Faulkner, Kerouac, Miller, Böll, Brecht, Whitman,

Thoreau, Salinger, Tucholsky, Proust…

Diese Zeit scheint verlorener denn je.

Warum?

Der Verrat regiert.

Es gab noch nie so einen flächendeckenden Verrat wie heutzutage.

Der totale Ausverkauf nicht nur von Anstand,

das wäre leicht zu verkraften, sondern was geschlachtet wird,

ist die Würde und die Aufrichtigkeit.

Zu moralisch?

Nein !

Für das Desaster sind kaum noch Worte zu finden.

Aber man kann sich ja auf die Suche machen…

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