Paulskirche

zu Frankfurt:

Sonntag,

14. Oktober. 2012

Die Verleihung des Friedenspreises

des Deutschen Buchhandels.

Der Preis geht an Liao Yiwu aus China,

der dort jahrelang inhaftiert und gefoltert

wurde, wegen seiner Gedichte…etc.

In der Paulskirche in den ersten Reihen sitzend,

eine Auswahl der politischen Elite Deutschlands,

ausgenommen die Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bundespräsident Gauck war zugegen, auch die Bildungsministerin Schavan,

wie auch der Hessische Ministerpräsident Bouffier,

ehemalige Stütze von Roland Koch, dem brutalst möglichen Aufklärer

unserer Nation von einst, ein selbstverabreichtes Label,

welches damals, als Koch noch Ministerpräsident von Hessen war,

republikweit für Verwunderung und Gelächter sorgte.

Es sorgte aber auch für Empörung !

Das ist Geschichte, aber Geschichte wiederholt sich,

sofern sie nicht angemessen reflektiert, verarbeitet und geachtet wird.

Stehende Ovationen von hohen politischen Entscheidungsträgern Deutschlands,

für einen chinesischen Regimegegner der schreibenden Zunft,

der nicht mehr in seinem Land leben kann, weil er sofort wieder ins Gefängnis müsste,

das ist nicht nur brisant, das ist schwer auszuhalten,

auch für den Preisträger selbst, der dem Westen die Leviten las.

Wer nur an Profit, Geschäfte und Macht denkt, der verscherbelt nicht nur

seine eigenen Kulturgüter, sondern fördert aktiv Repression,

Ausbeutung und die Missachtung von weltweit deklarierten Menschenrechten.

Liaos Rede war eine eindeutige Anklage gegen China und den Westen.

Seine Botschaft: Menschenrechte sind weder käuflich, noch verkäuflich,

sie sind nicht verhandelbar, sie sind nicht teilbar!

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