An der Tafel  

von wessen Gnaden?

Da liegt er also,

der Text von Heribert Prantl:

„Die Tafeln –

Gnadenbrot im reichen Land“.

Ja, Prantl ist nicht der erste und nicht

der letzte denkende, schreibende Mensch,

der sich mit dem Thema „Die Tafeln“ befasst.

Sozialstaat. Krümel. Außenseiter. Reiche Gesellschaft.

Unterm Strich stellt Prantl der reichen Gesellschaft ein Armutszeugnis aus !

Immerhin !

Nein, der Text ist kein Aufschrei, eher eine Beschreibung, eine Kurzanalyse.

Prantl ist keine Aufschreier, kein Hysteriker, kein Fahnenschwenker.

Und das tut an mancher Stelle gut,

in dieser schreihälserischen Gesellschaft,

wo ein Gros meint, seine Befindlichkeiten und Fürze

nicht nur alltäglich, sondern im Minutentakt unters Volk bringen zu müssen.

Es geht dabei nicht nur um Meinungsäußerung, sondern an entscheidenden

Stellen um Meinungshoheit und zuweilen Meinungskrieg!

Und bei Meinungskriegen, gibt es nicht einmal mehr

ein Gnadenbrot, noch ein Süppchen…

( Zu: „Die Tafeln –  Gnadenbrot im reichen Land“ von Heribert Prantl,

Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 2012 )

 

P.S. Spenden für dieses Schreibprojekt können Sie unter

Sparkasse Siegen: BLZ 460 500 01

Konto: 330 707 662

Manche nennen das Crowdfounding, andere Beteiligungsgesellschaft oder Sponsering.

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