Dem einen seine Burg, 

dem anderen seinen Schlitten.

Hier setzt man auf Glück,

dort auf harte Arbeit.

Andere hoffen aufs nackte Überleben.

Für manche zeigt sich wahre Größe in High Heels,

andere schmücken schon gedanklich den Weihnachtsbaum

unter Palmen.

Es gibt Menschen, die empfinden  Genuss

beim Verzehr einer guten Weihnachtsgans.

Die werden dann auch gleich von Tierschützern ins Gebet genommen.

Andere sorgen sich jetzt schon um umweltverträgliches Lametta.

Es geht wieder los.

Wir nähern uns der Weihnachtszeit, liebe Freunde.

Allerhand Anlass für Wünsche und Gebete,

auch für anteilnehmende Fürbitten.

Mit denen kann man sich nicht früh genug beschäftigen.

Die Auslagen in den Geschäften stehen schon,

die Weihnachtsmärkte werden gezimmert und mancher übt

schon sentimentalen Singsang für die kommende Zeit.

Lieber Gott, schenk‘ mir einen Mercedes Benz.

Mit dem guten Stern auf nach Bethlehem, den Kofferraum voller Geschenke.

Kurzer Stop an der Küste,

dort wo die Flüchtlinge sich mit dem Gedanken tragen,

ins Meer zu springen.

Nein, schwimmen wollen sie nicht.

Die Wassertemperatur spricht dagegen.

Sie wollen sterben.

Ja, muss das denn sein?

Es gibt doch so ein schönes Fernsehprogramm zu Weihnachten,

auch Filme  wie „Hatari“ oder „Jenseits von Afrika“.

Könnt‘ ihr euch denn nicht im Januar umbringen?

Das käme auch besser in den Medien.

Im Januar gibt es immer ein mediales Tief,

Weihnachten hingegen ist schon voll ausgebucht mit Katastrophen und Sentimentalitäten,

da kriegen wir keine Flüchtlinge mehr unter.

Die Medien brauchen Plangungssicherheit.

Natürlich brauchen auch Flüchtlinge Planungssicherheit,

aber wen interessiert das…?

 

P.S. Spenden für dieses Schreibprojekt können Sie unter:

Stefan Dernbach LiteraTour

Sparkasse Siegen: BLZ 460 500 01

Konto: 330 707 662

Manche nennen das Beteiligungsgesellschaft, andere  Sponsering.

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