Große Städte, große Namen.                                Reichstag_Berlin_Dernbach

In der Hauptstadt unterwegs.

Berlin. Börlin. Berlän.

Der Duft der großen weiten Welt?

Internationale Schaltstelle, Regierungssitz.

Merkel-Town.

Planke Glasglatze überm Reichstag.

Die Kapitale mutet hier und da,

durchaus bescheiden an.

Gut, wer seinen neuen Flughafen dermaßen versemmelt,

dem gehen an anderer Stelle noch mehr Mittel aus,

jene, die nach dem Mauerfall in diese Stadt gepumpt worden sind.

„Fluchhafen!“

Wo man steht, da wächst der Blick. Der Rest ist Imagination.

Wieviel Tourist ist man?

Wie kommt man an?

Nach einer siebenstündigen Bahnreise landet man am Hauptbahnhof,

und das noch in der Weihnachtszeit.

Schöne Bescherung. Es trubelt, aber niemand jubelt.

Rollkofferparade. Polizisten. Geschäftsleute. Politiker.

Japaner sind auch hier. Oder sind es Chinesen?

Es könnten auch Südkoreaner sein.

Man knipst den überdimensionalen Weihnachtsbaum.

Städten, denen es nicht gutgeht, setzen auf große Weihnachtsbäume.

Wunderwerke der Natur, mitten im Chaos gestresster Zweibeiner,

die sich zivilisiert nennen.

„Hey Alter, haste ma en Euro?!“ …

„Nee!“

„Arschloch!“

„Du mich auch!“

Vor dem Eingang des Hauptbahnhofs wird demonstriert.

Wofür, wogegen, keine Ahnung. Schnell weiter.

Schnell dem Trubel entfliehen, dem Geruch von Rostbratwürsten und fettigen Donuts.

„Das ist die Berliner Luft“, sang einst Marlene Dietrich.

Draußen atme ich tief ein.

Ich bin mal wieder da …

Advertisements