Der Jahreswechsel steht an.   Berlin_night_titania_dernbach

Was für ein Jahr!

Den Abschluss gibt es in Berlin,

den Neubeginn auch.

Nochmal einen Abendspaziergang.

Beleuchtete Fenster und Wohnstuben,

Linien von Strassenbeleuchtungen führen hierin und dorthin.

So ganz genau weiß man nicht, wo man ist.

Aber man geht weiter, biegt links und dann rechts ab,

schaut, bleibt stehen.

Eine Modern Art Gallery, eine Praxis für Tier und Mensch,

kleine Restaurants, von denen eines „Feuer und Flamme“ heißt.

Die Flammen des Weihnachtsmarktes sind schon erloschen,

nach dem letzten Segen, alles ratzfatz abgebaut.

Aber die blauen Weihnachtsbäume auf der Schloßstrasse stehen noch.

Am Café Einstein vorbei, geht es zum Titania Palast.

Dort wurden einst die Berliner Filmfestspiele begangen.

Heute ist der Palast ein einfaches Kino mit Mainstream-Programm.

Aber nicht weit vom Titania Palast gibt es an der Bundesallee noch

ein Programm-Kino, wo gerade „Die Vermessung der Welt“ gezeigt wird.

Entdeckergeist der anderen Art, Entdeckergeist der Vergangenheit.

Was gibt es noch zu entdecken? Mehr Inneres als Äusseres?

Wo ist der Charme geblieben? Man meint, er würde in den Shopping-Centern

verheizt, regelrecht ausradiert.

Die letzte Glocke ist noch nicht verklungen, da rennen die Käuferarmeen wieder

auf die Schlachtfelder.

Sale. Sale. Sale.

Die großen Läden brummen, schreien:

„Kauft Leute!“

Am Sonntagabend ist endlich Stille.

Die Straßenbeleuchtungen wirken sogar etwas heimelig.

Man kehrt zurück in die Pension „Sankt Germania“ und macht sich einen Tee

mit Feige und Zimt. Die Beine sind schwer. Mehr als 84 Stufen hinauf.

Man hat sich den Tee verdient, hat Fotos mitgebracht.

Stimmungsbilder eines Abend, auf den Straßen von Berlin.

Man ließ sich von Lichtern leiten…

 

Spenden für dieses Schreibprojekt können Sie unter:

Stefan Dernbach LiteraTour

Sparkasse Siegen: BLZ 460 500 01

Konto: 330 707 662

Manche nennen das Beteiligungsgesellschaft, andere  Sponsering.

Advertisements