Man sitzt am Tisch und sinniert.                                                 candle_table_dernbach

Bei Kerzenlicht zu schreiben, sei Kult –

schrieb Henner in seinem letzten Brief aus seiner

Hütte in den Bergen.

Das Wort „Kult“, und die damit oftmals verbundenen Ideale

eines vermeintlichen Andersseins, behagen mir nicht.

Es wird etwas hochgepushed, es wird ein übertriebener Sonderstatus

kreiert und verliehen.

Kult klingt erschlagend abgedroschen.

Man sitzt am Tisch und sinniert.

Dieses Denken in aller Ruhe, ist weitgehend abhanden gekommen.

Wir sind voll automatisiert, besoffen vom Technik- und Machbarkeitswahn,

als ob das Leben per Mouse-Clicks mal eben zu bewältigen sei.

Diesem Irrglauben folgen Katerstimmung, und wenn nicht diese,

dann ein gehöriger Grad an Verarmung und Verblödung.

Natürlich gibt es Ausnahmen, andere Tendenzen.

Aber wohin führen die Hauptströme?  Worin äussert sich der Mainstream?

Man sitzt am Tisch und sinniert.

Ein Blick in alte Tagebücher. Anhaltspunkte. Anregungen.

Vielleicht ein paar Seiten, das genügt, um sich zu verinnerlichen.

„Weniger ist mehr“ – reduce to the max.

Spätsommer 2010:

Wo war ich? Wer war ich? Was beschäftigte mich…?

Mit wem hatte ich es zu tun?

Nur ein kleiner Ausschnitt, aber der genügte vollkommen,

um eine Einkehr mit mönchhaften Anteilen anzutreten.

Worin bestanden diese Anteile…?

Aus welchen Quellen wurde das Dasein gespeist?

 

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Stefan Dernbach LiteraTour

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Konto: 330 707 662

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