Kurz denke ich an Neil Postman,                            Brief_Kraftquellen_dernbach

der meinte, dass wir uns zu Tode

amüsieren würden.

Einst hatte er ein Buch geschrieben,

die Zeichen der Zeit für sich und andere gedeutet.

Das liegt nun einige Jahre zurück.

Wer weiß, was er heutzutage schreiben würde?

Auf jeden Fall hat er ein Vermächtnis zur möglichen Orientierung hinterlassen,

ermöglicht heute noch Brückenschläge, die für ein Verstehen von Entwicklung notwendig sind.

Kein Verstehen ohne Brückenschläge.

An welchem Ufer man ankommt, ist zunächst nicht von größerem Belang.

Man geht irgendwo an Land und schaut.

Wie ist die Landschaft bestellt?

Was geht vor sich? Gibt es noch andere Lebewesen und wie verhalten sie sich?

Das sind Entdeckermentalitäten.

Man schaut, man schnuppert, man hört.

Und dann fragt man seinen Mitreisenden, was er oder sie wahrgenommen hat,

in dem Wissen, dass es wenig unbestrittene und endgültig beschriebene Wahrheiten gibt.

Wäre schon alles klar, alles schon beschrieben worden,

was hätte man dann noch zu denken, zu sagen, zu schreiben?

Es würde sich wahrscheinlich ein großer Strom von Blödsinn ergießen.

Andere würden resignieren und schweigen.

Wiederholungsschleifen der unangenehmen Art, wären an der Tagesordnung.

Ein muffiger, schaler Geschmack von Leblosigkeit.

Aber man wollte doch leben, oder?

Gab es einen Willen zur Lebendigkeit?

Gab es noch Freude und Lust an Entdeckung?

 

Spenden für dieses Schreibprojekt können Sie unter:

Stefan Dernbach LiteraTour

Sparkasse Siegen: BLZ 460 500 01

Konto: 330 707 662

Advertisements