Vive la chance!

50 Jahre Freundschaftsvertrag,                                                     franz_Abend_dernbach

dazu Küsschen zwischen Charles und Konrad,

mit denen man nicht rechnen konnte.

Derweil sind acht Millionen Jugendliche beider Länder,

zu Besuch im einst verfeindeten und fremden Land gewesen,

um sich ein Bild jenseits von Krieg, Hass und Ablehnung zu machen.

Ein schwieriger Weg nach Verdun und der Besatzung von Frankreich

durch deutsches Militär im Zweiten Weltkrieg.

Auf dem Hintergrund von tausenden von Toten und Verletzten,

gemessen an Demütigung und allen Formen der Brutalität,

war die Handreichung Frankreichs 1963, eine Großtat von Würde und Verzeihen.

Seitdem sind einige Staatspräsidenten und Bundeskanzler,

mit mehr oder weniger Würde, im Amt gewesen.

Schaut man sich die wirtschaftlich-kulturelle Entwicklung beider Länder an,

so könnte man von zwei Herzkammern inmitten Europas sprechen.

Das sind die großen Dimensionen, die per Vertrag festgelegt wurden.

Nach vielen blutigen Schlachten, wäre es nicht auf der Basis der Freiwilligkeit

gelungen, auch nur halbwegs ein gewisses Maß an Wiederannäherung zu erreichen.

Jenseits der großen Dimensionen, gab und gibt es viele Einzelschicksale, Geschichten

und Erfahrungen, die das Bild beider Länder und ihrer Bürger voneinander

konkretisieren, erhellen und erweitern.

Dabei ist unübersehbar, dass das Interesse der Deutschen an der französischen Kultur

größer ist als umgekehrt.

Das trieb  seltsamste Blüten, war rosarot und unterbelichtet,

mündete in unreflektiertem Gebaren und romantischer Säuselei.

In der Rückschau, welche stets ein Anfang sein kann,

verbleibt die individuelle Erfahrung, die eigene Geschichte,

die dieser Freundschaftsvertrag erst möglich machte …

 

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Stefan Dernbach LiteraTour

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