Um die Basilika Sacré-Cœur zu erreichen,                               Spektakel_Sein_Reinhard

gingen wir durch mit Kopfstein gepflasterte Gassen

den Montmartre hinauf.

Kleine Läden zu beiden Seiten,

hier eine Bäckerei, dort eine Metzgerei.

Es gab Buchläden, Puppenläden, Kitschläden, Klamottenläden.

Ein Gassengewirr. Links rum, rechts rum.

Wegeslalom. Immer schön den Hang hinauf, ohne einen freien Blick zu haben.

Die Gassen strahlten Geschichte und Geborgenheit aus.

Und dann kamen wir zu einem Vorsprung, der den freien Blick

auf die Basilika Sacré-Cœur gewährte.

Ein erhebender Moment.

Dieser weiße Bau unterschied sich von den grauen Gotteshäusern

nicht nur in der Farbe, sondern auch in der Form.

Es gab viele Rundungen.

Der Baumeister hatte weitgehend auf das Spitze und das Eckige verzichtet.

Vom Vorsprung aus, führten zahlreiche Stufen flankiert von Grünflächen, nach oben.

Ein imposanter Bau. Nach der Flipperhalle, ein wohltuender und beruhigender Anblick.

Wir kletterten die Stufen hinauf und drehten uns um.

Paris lag uns zu Füßen. Ein Häusermeer ergoss sich in die Ebene.

Wir standen dort oben und betrachteten das Ausmaß.

„Ganz schön groß“, sagte ich.

„Und wir ganz schön klein“, antwortete Thomas.

„Stimmt.“

Wir schwiegen eine Weile.

Jeder schaute für sich, machte sich so seine Gedanken.

Auf den bisherigen 1600 Kilometern unserer Radtour, hatten wir schon einiges zu Gesicht bekommen.

Das hier stand nochmal für sich, hatte seine ganz eigene Ausstrahlung,

die nicht unmittelbar und vielleicht nie in Worte zu fassen war.

Wir staunten und schwiegen …

 

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Stefan Dernbach LiteraTour

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