Wir gingen Richtung Metro.                                        Masselwerk_Hammer_Dernbach

„How many roads must the man walk down,

before they call him a man…“,

sang einst Bob Dylan.

Wir waren von den Ausläufern der Anti-Vietnam-War-Movement

noch berührt worden.

Neil Young. John Lennon. CCR. Joan Baez. Donovan, Barry McGuire, Peter Paul and Mary,…etc.

Deren Liedgut baute auf Menschenrechte und kritisierte den Krieg als solches.

Krieg als Mittel zur Lösung von Konflikten, da waren wir uns einig,

ist nicht tauglich, ist ungerecht und menschenverachtend.

Was Krieg an Leid verursachte, war unsäglich.

Keine Ideologie, keine Theorie, konnte Krieg rechtfertigen.

Das war nicht nur ein Statement, das musste die Zielrichtung sein,

so unsere Ansicht. Und das wurde natürlich von nicht wenigen Menschen

als naiv und ahnungslos bezeichnet.

Manche hatten „den Krieg“ erlebt und überlebt.

Gewinner oder Verlierer, man war der Ansicht,

dass man manchmal dazwischenhauen müsste.

Der Kommunismus, der Ostblock, der Russe, die Raketen, die Mauer.

Das war der allgegenwärtige Kalte Krieg, der gar nicht so kalt war.

Die Fronten waren erhitzt und Feindbilder wurden wie Äpfel und Birnen

auf dem Wochenmarkt verkauft.

Der Handel mit Feindbildern blühte regelrecht.

Gerne hätte man aufeinander eingeschlagen, aber anstatt Hammer und Spaten,

standen sich nun die Atomraketen „Minuteman“ und „SS20“ gegenüber.

Man sprach vom Gleichgewicht des Schreckens.

Jeder rechnete dem Anderen vor, wie oft er ihn in die Luft jagen konnte.

Man hatte mächtig aufgerüstet.

In diesem Weltmächteszenario, zwischen den USA und der Sowjetunion,

zwischen NATO und Warschauer Pakt, wurden Länder wie Vietnam und Kambodscha

regelrecht zerrieben.

Menschen spielten dabei keine Rolle, ausser als dienbares Material zur Durchsetzung

eigener Ziele…

 

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Stefan Dernbach LiteraTour

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