Den ein oder anderen,                                              franz_Abend_Tagebuch_dernbach

hätte man gerne einmal getroffen.

Was waren das für Menschen?

Was für eine Zeit?!

Hemingway fing angeblich Tauben

im Jardin de Luxembourg.

Und seine Frau Hadley haute sie danach in die Pfanne.

Ein Leben in bescheidenen Verhältnissen.

Stets war man knapp bei Kasse, vor allem als  Schriftsteller,

der eine Familie ernähren musste.

Wie konnte das gehen? Auf jeden Fall mit Liebe, auch wenn sie

später zerbrach als der Erfolg kam.

Nichts bringt einen so nahe wie die gemeinsame Not,

gepaart mit einem gemeinsamen Ziel.

Die schönsten Schilderungen im Buch: „Paris – ein Fest fürs Leben“,

vermitteln vielfältige  Eindrücke einer Liebe,

die nicht giert, nicht kämpft, sondern dankbar ist.

Wofür?

Für einzigartige Momente der tieferen Berührung,

durch wen und was auch immer.

Der fast blinde James Joyce, posierte elegant vor Shakespeare & Co,

dem Buchladen von Sylvia Beach, wo viele sich Bücher leihen mussten,

weil ihnen das Geld fehlte, um sie zu kaufen.

Man traf sich, diskutierte, überlegte, flanierte durch Gedankenwelten,

um sie später einmal aufzuschreiben und zu veröffentlichen.

Hemingway schrieb sein Paris-Buch erst viele Jahre später.

Vielleicht mussten die Erlebnisse erst reifen?

Vielleicht nahm er sich bewusst die Zeit, die er brauchte.

Der Überlebenskampf schafft viele Baustellen.

Nicht immer kann man die Prioritäten selbst setzen, sondern sie werden einem gesetzt.

Es mangelt an Möglichkeiten, um das umzusetzen, was man möchte.

Dann beginnt das Scheitern, die Auflehnung, die Wut, die Depression.

Du kannst untergehen, aber du darfst nicht aufgeben, dieser Gedankengang

wird mit Hemingway in Zusammenhang gebracht.

Der leibhaftige Boxer, der immer wieder in den Ring stieg, war ein sensibler Haudegen.

Danach soff er und erzählte vom Krieg, wie ihm die Granaten um die Ohren flogen,

wie er auf dem Schlachtfeld verletzt wurde.

Er hatte jemanden gerettet, den Verletzten auf die Schulter genommen,

obschon er selbst verletzt war.

Der Granatsplitter-König überlebte gezeichnet und verliebte sich in seine Krankenschwester.

Die gute Agnes und der junge Hem.

 

Damals war kulturell betrachtet, viel los in Paris. Die Zeit der Moderne.

Wen zog es nicht alles dorthin!

Dichter, Bohemiens, Hungerleider, Salonlöwen, Huren, Musiker, Maler, Fotografen…etc.

Das Licht damals in Paris, schien heller zu scheinen, es war bunt, auf-und anregend.

Und das sollte lange so bleiben.

 

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