„Wenn einer eine Reise tut,                                                            Canyon_du_Verdon_Fluss

dann kann er was erzählen“,

so sagt es der Volksmund.

Schaut man auf denselbigen, dann erfährt man

allerhand über des Deutschen zweitliebstes Kind.

Man reist gerne schnell, weit und komfortabel.

Thailand, China, Australien, Mexiko, Amerika, Russland …etc.

Selbst nach Ägypten und Tunesien, reist man weiterhin, all inclusive.

Gegen einen Preisaufschlag des Reiseveranstalters,

kann man auch an einer Demonstration teilnehmen.

Endlich mal für die Demokratie demonstrieren, mal so richtig,

ohne die Plastikhemdchen der deutschen Gewerkschaft,

ohne billige Trillerpfeifen.

Bei Syrien ist man vorsichtiger geworden,

weil die Reisehaftpflicht nicht greifen könnte.

Sollte eine Granate in den Whirlpool einschlagen

und man sich an den aufkommenden Wellen verschlucken,

mit anschließendem Erbrechen des Heilwassers, welches dann in der Natur der Sache

nicht mehr heilen kann, dann kommen selbst dem deutschen Reiseweltmeister

erste Zweifel, ob Syrien ein gut gewähltes Reiseziel ist.

Aber zweifeln ist nicht des Deutschen Sache.

Man schaltet schnell wieder um, von Abwehr auf Angriff.

Der Deutsche nörgelt nicht nur gerne, er schießt auch gerne zurück.

Dafür hat der Reiseveranstalter dem germanischen Touristen einige Spritzpistolen

mit großer Reichweite zur Verfügung gestellt,

die wahlweise mit Hochprozentigem betankt werden.

Man schießt mit 40% Rum, mit Tequila und  Scotch zurück.

Wie gewinnt man Kriege, wenn überhaupt? Mit Alkohol.

Das wussten schon die Amerikaner, als sie sich die Indianer vorknöpften.

Gebt ihnen was zu saufen. Das macht sie kirre, das macht sie fertig.

Das denken sich die Türken in Antalya auch.

Gebt den Deutschen was zu saufen, den Briten sowieso.

Danach kann man sie ein-  und abkassieren.

„Können jetzt reiten auf fliegendem Teppich!“

„Schööööön!“

Reisen ist zweifellos exzessiver geworden.

Wenn man es sich gibt, dann richtig!

Man will es krachen lassen und oftmals kracht es auch.

Die Schall- und Erträglichkeitsmauer wird locker durchbrochen.

Grenzenlosigkeit ist nicht mehr eine Floskel, sie ist das Ziel…

 

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