„Licht und Schatten“, so heißt eines seiner Werke.                            Camus_herzfrieden_nah

In diesem Grundthema, findet sich so gut wie alles,

wodurch die menschliche Existenz geprägt ist.

Vielleicht kann man sagen, je heller die Ausstrahlung,

umso dunkler der Schattenwurf;

das auch auf den Menschen bezogen,

was aber in der Regel negiert wird.

 

In Algier hat Camus das vorgefunden,was man Schönheit und Schrecken,

des Menschseins nennen kann.

Die Jugend, so sah es Camus, ein an Lebenslust und Lebensdrang,

nicht zu überbietendes Dasein. Leidenschaft, Schönheit, Prahlerei und Erotik.

Unter dem sonnengefluteten Himmel von Algier, beobachtet er den Tanz

auf dem Vulkan, bis er erlischt.

Das geschieht mit der Heirat in jungen Jahren und der Ankunft der Kinder.

Die Jugend endet schlagartig. Von nun an, dreht sich alles nur noch um

Arbeit und andere Formen der Existenzsicherung.

 

Albert Camus kannte das Viertel Belcourt wie seine Westentasche,

der Stadtteil der einfachen Leute, die man auch gewöhnlich als klein bezeichnet.

Tatsächlich, so Camus, sind es gerade diese Menschen, die wahre Größe zeigen,

denn das Leben in diesem Viertel von Algier, ist erbarmungslos und trostlos.

Es gibt eine „Straßenmoral“, die sehr eigenwillig und überschaubar ist.

Keine langen philosophischen, literarischen Traktate, sondern ein funktionables,

prägnantes Gesetz aus Ehre, Stolz und Treue.

Das  Glück der Jugend war kurz und heftig.

Alles was danach kommt, ist Kampf, ein Ertragen und Aushalten.

Aber dennoch ist es Heimat, mit der man sich verbunden fühlt.

Es gibt Menschen, die sich lieben, zueinander stehen, und damit werden Gewissheiten

geschaffen, die dem Herzen einen Frieden angedeihen lassen.

Inwieweit er dann tatsächlich gedeiht, ist eine andere Frage…

 

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