Geflechte, Muster, Knüpfwerk,                                          brunnenspritzerduo

so nannte es der Jesuit Carlos G. Valles,

das Gesamtbild eines Menschen,

die Persönlichkeiten in der Persönlichkeit.

Der Weg der Selbsterkenntnis hört nie auf.

Er spinnt sich fort,

ob nun willentlich oder unwillentlich.

Wir können uns ihm versperren, verweigern, versuchen ihm zu

entfliehen, oder versuchen, das Gebilde uns mit Zeit und Ruhe anzuschauen.

Zeit und Ruhe, sind aber heutzutage knappe Güter,

die selten verschenkt und gegeben werden.

 

Ich gebe Dir Zeit und Ruhe, ich gebe Dir Raum und Heimat.

Wo hört man das heutzutage noch?!

Man gewinnt verstärkt den Eindruck, es gäbe das alles nicht mehr.

Geschlossene Räume, verbranntes Grasland, Blumenbeete, die nicht mehr bewässert werden.

Man schaut auf das Gebilde, welches durch Eintönigkeit verzerrt und entstellt worden ist.

Hektik. Stress. Zeitknappheit. Funktionalismus. Extremismus.

Eine sich drehende Spirale, die das Dasein regiert und kontrolliert.

In solch einem engen Rahmen, kann weder Heimat noch Liebe gedeihen.

Die Grenzen werden nicht nur enger, sie werden auch schärfer.

Stacheldraht, nicht nur an Europas Grenzen, die Mauer zwischen Israel und Palästina,

die Festungen der Reichen, die sich vor den Armen abschotten…etc.

Was sich in der Gesellschaft im Grossen abspielt, setzt sich bis auf die Mikroebene fort,

vergiftet menschliche Beziehungen, negiert humane Werte,

zerstört Gemeinschaft und Sinn.

 

Wer steht auf und ruft: “Stopp? !

Wer fordert die Karawane auf, endlich anzuhalten und zu schauen,

in welche Richtung sie zieht?!

Wer schreit: “Ihr habt euch verlaufen?!”

Es gibt wohl die Rufer, die Mahner, aber werden sie auch gehört,

werden sie wahrgenommen, diskutiert man mit ihnen, entwickelt man Pläne?

Dies und jenes, findet wohl statt, aber es hat kaum Gewicht,

oftmals gar keines.

Das Hamsterrad dreht sich unaufhörlich weiter, oft schneller als je zuvor.

“Wo ist der Ausgang aus diesem gnadenlosen Getriebe?”

fragen sich immer mehr Menschen.

Und wenn es wirklich darauf ankommt, dann herrscht ein grausames Schweigen

oder eine Unart der Banalisierung, die jeden guten Geist zerstören kann…

 

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