„Jeder Künstler ist auf der Suche                                                  Camus_Tasse_sepia

nach seiner Wahrheit“,

schreibt Albert Camus auf Seite 136

in „Hochzeit des Lichts“

Die Wahrheit hat immer etwas mit Unschuld zu tun,

wie auch die Schönheit und die Liebe.

Die Europäer haben sich von all diesem abgewand, so Camus.

Seine Essays in „Hochzeit des Lichts“, entstanden in den Dreißiger- und Vierziger Jahren

des letzten Jahrhunderts. Trotzdem sind zahlreiche Brückenschläge zur heutigen Zeit möglich.

Es gibt nicht wenige Gedankengänge und Sätze, die sind zeitlos anregend für den, der bereit ist,

das Leben und Dasein auf sich wirken zu lassen und zu reflektieren.

Camus ist ein Seher, und nicht wie häufig behauptet, ein Pessimist.

Er ist bereit in das Grelle, Erbarmungslose zu schauen.

Er ist auf der Suche nach dem Licht seiner Kindheit und Jugend, wohlwissend, dass er es kaum wiederfinden kann.

Nicht nur der Graben der Zeit wirkt hinderlich, auch das täglich Absurde, welches Schönheit und Liebe,

ständig bedroht, zersetzt und zerstört. Die dunklen Mächte Europas, scheren sich weder um Wahrheit noch um Liebe.

„Ich war dem nächtlichen Europa entflohen und dem Winter auf seinen Gesichtern.“

( Albert Camus S. 136, „Hochzeit des Lichts“, Arche-Verlag, Hamburg-Zürich )

 

Europa hat seine Unschuld nicht nur aufs Spiel gesetzt, sondern längst verloren.

Aber der einstige Machtkoloss wird von Nemesis bitter bestraft.

Wer das Maß der Natur und der Dinge missachtet, sich an der Macht berauscht, der zahlt einen hohen Preis,

so Camus.

Und so ward es geschehen und so geschieht es weiterhin.

„Die Hochzeit des Lichts“ ist im wahrsten Sinne des Wortes, zeitlose und kulturübergreifende Literatur.

Dieses Buch von Albert Camus, erlaubt nicht nur Brückenschläge, es fordert dazu auf !

Man wünscht ihm eine Renaissance, dem Buch und seinem Autor, der vor hundert Jahren in Algerien

geboren wurde und zu recht später den Nobelpreis erhielt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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