Wörter als Quelle des Missverständnisses,                             brunnenspritzerduo

der Fehlleitung, der Illusion.

Jeder versteht und interpretiert anders.

Hinter einem Wort kann sich eine lange

und eindrückliche Geschichte verbergen,

die sich nur in Umrissen offenbart,

deren Folgeerscheinungen aber deutlich und drastisch sind.

Wenn die Verschiedenheiten der Hintergründe nicht kommuniziert werden können,

Klarheit aus welchen Gründen nicht gewollt ist, dann gerät jede Beziehung auf eine schiefe Bahn

und ist bedroht.Sie kann wohl andauern, aber der Geist der Lebendigkeit entweicht.

Nach aussen tauscht man Worthülsen, die im Inneren eine grosse Wirkung haben.

Was bedeuten jeweils für einen Menschen folgende Wörter?

Freundschaft, Liebe, Treue, Ansehen, Verrat, Freiheit, Unfreiheit, Kultur, Despotismus, Erziehung,

Erotik, Reichtum, Armut, Schönheit,  Erfolg, Misserfolg …etc.?

Aber es fängt schon weit unter diesen Universalworten an, wie die Beziehung zwischen der Künstlerin Sabina

und dem Hochschullehrer Franz zeigt. Es beginnt schon mit weit einfacheren Worten und Dingen,

die einem etwas bedeuten, dem anderen Menschen aber so nicht zugänglich und vertraut sind.

Vieles an Hintergründen ist völlig unbekannt. Und so bleiben Partner, Freunde, vermeintlich Liebende,

wenn sie es nicht schaffen, die Hintergründe zu beleuchten, Fremde, obschon sie mit anderen „Verpackungen“

hausieren gehen. Einer täuscht den anderen, ob gewollt oder nicht gewollt. Man schweigt, hält an, blockiert oder

transformiert unsichtbar, während sich die Ereignisse fortbewegen.

Man tut so als ob…oder man setzt einfach fort, wo man anhalten müsste.

Fragen wären angebracht. Es wird aber stets nur geantwortet auf Dinge und Umstände,

die ohne Frage sind.

Es entwickeln sich unwürdige Possenspiele. Anstatt Authentizität, werden Fassaden errichtet,

die mal aus Pappe, mal aus Beton sind. Die Spannungsbögen nehmen zu, wenn jemand nicht mehr bereit ist,

der Posse und der Fassade zu folgen…

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