Fürchtet euch nicht – diese mögliche Botschaft                                                      Camus_klare_nennung_dinge

klingt heraus, schwingt mit, schreit auch manchmal

in der Stille von Dschemila.

Aus großartigen Bauwerken der Geschichte wurden Ruinen.

Aus Ruinen wurde wieder Stein, Sand und Staub.

Der ewige Wandel, frisst auch an den Heiligtümern der Macht.

Die Natur erledigt das Protztum, die Unbelehrbarkeit der Helden und Kriegsherren.

In Stein gehauene Göttinnen, werden vom Zahn der Zeit ihrer Schönheit beraubt.

Alles ist vergänglich. Das verdrängt der Mensch. Er klammert sich an irgendetwas,

sucht nach Bestätigung eigener Ansichten, Absichten und Hoffnungen,

strebt nach uneingeschränkter Regentschaft. Das ist Europa, das war Europa.

Aber so wird Europa nicht mehr sein.

Aus der Expansion wird ein rollback.

Was das anbetrifft, ist die Geschichte ein guter Lehrmeister.

Aber ein Menschenleben wird nicht ausreichen, um das Ausmass des Wandels

auch nur annähernd zu erfassen. Zu kurz ist die Zeitspanne eines Lebens.

Und somit ist die Schwierigkeit vorgegeben, welcher Sprache man sich angesichts der Vorgänge bedient?

Es gibt nicht viele Menschen, die befähigt sind, gut zu beobachten und die Beobachtung in exakter

Sprache auszudrücken. Dafür müsste man das Elementare immer wieder herausfiltern,

was wiederum Zeit bräuchte, die heutzutage niemand mehr hat. Es regiert der Zeitdruck.

Aber es ist nicht nur der Umstand des Zeitmangels, welcher zur Ungenauigkeit und Verzerrung der Tatsachen führt,

es ist auch der Mangel an Bildung. Wo es keine breite und tiefgehende Bildung gibt,

ist die Fehleinschätzung der Lage vorprogrammiert, fallen die Resultate entsprechend dürftig aus.

Einfachheit ist nicht gleich Einfachheit.

Es gibt die Einfachheit, die auf Dummheit gründet. Und es gibt Einfachheit als das Resultat eines langen Prozesses,

der nach tieferer Erkenntnis strebt…

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