Manchmal denkt man an den Jahreswechsel II

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Schnittstellen, Übergänge, Wandlungen.                                                       japanese

Gipfel oder Tal?  Dschungel oder Schlucht?

Jeder wähnt sich woanders.

Wo liegen die Gemeinsamkeiten, wo die Verschiedenheiten?

Und was fängt man mit ihnen an?  Fragen der Gestaltung.

Fragen des Seins.

Oft auch Fragen der Wertigkeiten. Wer setzt welche Skala?

Welche Maßstäbe werden angesetzt?

Wieder ein Jahr an der Grenze, im Übergang zu was?  Gibt es einen Übergang?

Oder ist es nur eine fixe Zeitidee, die dem Menschen vorgaukeln soll, es würde sich was verändern,

wo er selbst doch starr und unbeweglich ist, nicht von seinen Mustern lassen will und kann.

Gibt es einen Aufbruch, wenn ja, wohin?

Wer würde ich gerne sein? Was würde ich gerne tun?  Was liegt mir am Herzen?

Was ist mir wirklich wichtig, ohne mich zu wichtig zu nehmen.

Es sind Teile, Fragmente, die einander begegnen.

Vor allzu weitreichenden Schlussfolgerungen wird gewarnt.

Auch morgen geht der Alltag weiter … und Berge versetzt man nicht in Stunden.

Ein guter Wein reift auch nicht in Tagen…

 

 

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Manchmal denkt man an den Jahreswechsel

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Change is coming. What kind of change?                                                                           Freiheit_short

Ist das Leben ein Fluss oder ein Damm? Die Barrieren der Jahre, erwachsen aus vielem, gebaut, beschert.
Wie könnte das Dasein zu einem Fluss werden?
Wie könnte es gelingen, den Fluss zu renaturieren?


Schuld und Scham, sind der Beton des Lebens. Zensur.Verurteilung, verhindern den freien Fluss

der Gefühle.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Es gibt innere und äussere Zensoren.
Freuds Über-Ich lässt grüssen. Der mächtige Regulator übt Druck aus, verpflichtet, bindet, fesselt.
Der Fokus kann auf vielem liegen, er kann fixiert oder sogar eingebrannt sein, heiß und kalt.

Ist der Fokus scharf oder verschwommen, ist er deutlich begrenzt? Ist die Richtung offen?
Worauf zielt sie ab?

Wohlbefinden? Liebe? Zuneigung? Teilen? Mitteilen? Öffnen? Spielen?
Wer nicht spielen kann, hat schon verloren, weil er nicht mehr kreativ ist, weil er zweckgebunden
ist, noch schlimmer zweckfixiert.
Aus der hohen Erwartung erwächst die Forderung, das Muss im Sein.

Aber das Sein ist vielfältig, schillernd, widersprüchlich, lächerlich, kurios, lebendig, sprich voller Energie.
Es ist nicht leicht von einem gemeinsamen Fundament zu sprechen, wo doch die Gewebe und
Muster so reich und vielfältig sind.

Alles steht und fällt mit der Kommunikation.
In ihr bildet sich Beziehung ab, aber eben auch Persönlichkeit.
Hier zeigen sich Respekt, Interesse, Ängste, Sorgen, Wünsche, Humor, Sehnsüchte, Zweifel,
Hoffnungen, Kontrolle, Enttäuschungen, Ohnmacht, Ärger, Wut, Überraschungen, Abneigung, Wissen,
Erkennen, Denken, Wohlwollen …etc.

Persönlichkeit und Beziehung.
Martin Buber schrieb einmal:
„Kein Ich ohne Du“.

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Jahreswechsel
und einen mutigen, entschlossenen, weitsichtigen Start
ins Jahr 2014

Ein lebendiger Gruss vom Schreibtisch
und alles Gute für 2014

Stefan Dernbach