Es gibt Tage, da denkt man so vor sich hin.                                diary_oberfläche

Die Ansprüche an Stil und Form,

werden erholsam nach unten geschraubt,

man giert nicht nach tieferer Erkenntnis,

möchte nichts beweisen, noch gewinnen.

Man malt etwas in Gedanken,

schwingt den geistigen Pinsel frei über die Synapsen,

belebt einige Zellen, die  schläfrig geworden sind.

Nein, es ist noch nicht alles gedacht worden.

Wenn Gedanken Farben sind, dann kann man diese Farben

auf vielfältigste Art und Weise mischen. Es entstehen Nuancen, die für den plakativen Menschen

verborgen bleiben, weil er nicht versteht mit Gedanken zu spielen. Er kann sie nicht kunstvoll kommen

und gehen lassen, sondern trötet immer ins selbe Horn, leiert das tiefe Mantra der Wiederholung,

in der Hoffnung auf Erlösung. Der eine fürchtet seine Gedanken, der andere mag sie,

geht eine Freundschaft ein und reist durch unendliche Weiten.

Der Ideologe sieht immer nur Mauern und Hämmer, der Gedankenbürokrat immer nur Stempel.

Das ist einer der Unterschiede, zwischen stumpfsinnigen und  kreativen Menschen, zwischen ehrgeizigen

und spielerischen Zweibeinern, zwischen Kontroll- und Freiheitswesen.

Bei den einen ist das Denken eine Büroklammer, bei den anderen eine aufgehende Knospe…

 

 

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