Es gibt Tage, da denkt man über das Leben nach.                   camus_nackte_seele_sepia

Eine innere Reise als Folge einer äußeren Reise,

welche auch Alltag heißt, aber nicht nur.

Wohl geht es hier und da um Literatur,

aber sie ist längst nicht die einzige Spur,

welcher man nachgeht und nachspürt.

Unterwegssein kann viel bedeuten.

Wanderschaft in Gedanken. Klettersteig gesichert und ungesichert,

Aufstieg und Abstieg. Achterbahn. Zirkus. Ein Spaziergang im Grünen.

Ja, es gibt auch geistige Landschaftspflege, die jedoch im zeitgenössischen Wildwuchs keinen hohen Stellenwert

einnimmt.  Im Reich der Dornen und Schlingpflanzen, wird die Luft knapp, das Wurzelwerk ist nicht mehr sichtbar.

An der Oberfläche hört man Geschrei und Stöhnen, zuweilen auch Hilferufe.

Die blökende Herde zertrampelt die Setzlinge. Dauerbrunft mitten im Sumpf.

Man besäuft sich am Schwachsinn und geht unter, aber nicht alleine.

Der Umzug der Lemminge, mit und ohne Narrenkappe.

Labyrinthinische Zustände verwirren und verunsichern. Wo geht der Weg weiter?

Gibt es überhaupt noch einen Weg? Der ein oder andere Mensch, stellt sich die Sinnfrage, macht sich auf die Suche

nach den Fundamenten vergangener Zeiten, beginnt sie in mühevoller Kleinstarbeit freizulegen.

Archäologie des Geistes, eine Wissenschaft, die nicht emotionslos sein kann, die auch nicht ohne Blick

in die Geschichte möglich ist, derer sie sich versucht möglichst exakt anzunähern.

Wie verlief der Weg einst? Was gründet auf was?

Sisyphos und der Verdruss. Immer wieder aufs vermeintlich Neue.

Von den Umlaufbahnen zum Kern, von der Mündung zurück zur Quelle.

Wahrlich keine leichte Reise …

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