Das „große Bla Bla“, so nannte es Big Daddy im Film:                                    käse

„Die Katze auf dem heißen Blechdach“, jenem Streifen,

der nun wahrlich schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Man könnte es auch schlicht Geschwätz nennen,

was da geballt unterwegs ist, gepaart, frei nach Thomas Bernhard,

mit Verlogenheit, die der alte, schreibende Schwarzmaler aus Österreich, der ein glänzender Sezierer war, flächendeckend meinte zu erkennen. Ein Sammelsurium aus gegenseitigem Betrug, mehr oder minder gepflegt, mehr oder minder grässlich.

An diesem unwürdigen Schauspiel sind nicht nur die Medien beteiligt, sondern auch der „Normalbürger“, quer durch alle Schichten und Bildungsvolumen. Letztere haben enorm an Größe und Gewicht abgenommen, gleichen einem Schweizer Käse mit mehr Löchern als Substanz. Sprach man noch vor geraumer Zeit von Halbwissen, so hat man sich mittlerweile am Achtelwissen zu orientieren, Tendenz weiter abnehmend.

„Big Brother“ is fucking you, small brother, too.

Denn, wenn es darum geht Farbe zu bekennen, ist der Normalbürger nicht minder schnell verschwunden wie die Medienvertreter. Wenn es um Selbstkritik und Selbstreflektion geht, dann herrscht bestenfalls der Konjunktiv oder man lässt gleich alles unter den Tisch fallen, ändert die Aufführung und das Bühnenbild. Es wird ein hübsches Heimatschauspiel im globalen Dorf aufgeführt, wo man die gute, alte Zeit beschwört, sich nach ihr sehnt, sie aber nicht wirklich betrauert. Für Trauer bleibt keine Zeit.

Denn die nächste Sau muss durchs Dorf getrieben werden …

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