Das Leben der Anais Nin ist                                                                                        Nin_Todesfragen_sepia

von Brüchen und Veränderungen geprägt,

von Kultur und Ortswechseln.

Abschiede, Schmerz, Angst, aber auch ein starker Wille findet sich,

der sie trägt und führt.

Dabei interessieren sie die Rollenbilder von Frau und Mann, das Agieren zwischen den Geschlechtern, das wahrhaftige Empfinden jenseits der gängigen Vorurteile und gesellschaftlichen Vorgaben. Henry Miller wird für sie eine Art Feuertaufe. Der große Zertrümmerer der Illusionen, hilft der zarten und unsicheren Frau, an Klarheit und Härte zu gewinnen. Sein Chaos trifft auf ihre bürgerliche Ordnung.

Sie wiederum unterstützt Miller finanziell, der noch ganz am Anfang seiner Karriere steht. Der mittellose Schreiber, der nur in gewissen Kreisen als Geheimtipp gilt, wird von Anais Nin über Wasser gehalten und bewundert. Beide verbindet die Leidenschaft im Sein, beide folgen ihren Visionen, inklusive zahlreicher Irrwege, Zweifel und Obsessionen. Es ist ein unbändiger Hunger nach Leben, ein Wunsch, die Schotten zu öffnen, oder wie Miller forderte, „die Bremsen“ rauszunehmen.

Henry Miller sagte zu Anais Nin:

„Deine einzige Schwäche ist deine Unfähigkeit zu zerstören.“

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