Schreiben hat auch immer etwas mit Heimat zu tun.                          camus_heimat

Man beheimatet sich im eigenen Kopf,

man ist entheimatet, man sucht Heimat,

man findet Heimat.

In der Möglichkeit der Erinnerung,

liegt Segen und Fluch zugleich,

kommt es zu Abbruch und Aufbruch.

Dem Ganzen liegt kein sentimentaler Heimatbegriff zugrunde, sondern das Ansinnen, eins mit der Welt zu werden, so wie sie ist. Zweifellos keine leichte Aufgabe. Aber genau darum ringen Autoren schon seit Jahrhunderten und tun es noch heute, sofern sie seriös sind. Sie kennen beide Seiten der Medaille, die Abspaltung und das Einssein. Nur so ist eine Zusammenschau möglich, welche ein Gemälde seiner Zeit ist, eine Tür zum Innen und Außen.

Idealerweise fließen Gedanken und Worte.

Von der Quelle bis zur Mündung, ist es ein langer, zuweilen beschwerlicher Weg. Odysseus und andere, lassen grüssen. Rilke, Hölderin, Heine, Hesse, Kafka, Walser, Benjamin, Zweig, Mann, Brecht, Feuchtwanger…etc. Sie alle wussten um Heimat, sie verloren sie auf die ein oder andere Weise und versuchten sie wiederzufinden. Einige kamen durch, andere scheiterten oder kamen um. Was auch immer auf ihren Wegen geschah, sie gingen ihren eigenen Weg so gut sie konnten. Manche hatten Glück, andere Pech. Den einen leuchtete ein Stern, den anderen verdunkelte der Schatten des Daseins den Horizont, manchmal war er sogar verbaut.

Manche flüchteten und gingen ins Exil, wegen unerträglichen Zuständen, weil der Geist nicht mehr frei atmen konnte. Zu groß war die Furcht, die Beklemmung, die Abwertung des Geistes, zu groß war die Bedrohung. Und es gab vielfältige Bedrohungslagen und Bedrohungsszenarien. Sie alle zersetzten das Gefühl von Beheimatung und somit das Gefühl von Sicherheit.

Es gab zahlreiche Verluste, die es unmöglich machten, einen Schöngeist hervorzubringen. Das Leben war alles andere als schön, es war ein Kampf …

 

Der Autor dieses Schreib- & Fotoprojektes, dankt Ihnen für Ihre Förderung & Unterstützung.

Spenden können Sie hier.

Advertisements