In kaum einem anderen Feld              torre_refugee

der Gesellschaft wird so extrem

polarisiert wie beim Thema:

Flüchtlinge und Asyl.

Eine Schlagzeile folgt der nächsten.

„Das Boot ist voll“, „Ansturm der Armen“,

„Asylanten“, „Simulanten“, „Kapazitäten“,

„Menschenrechte“, „Humanität“, „Rassismus“,

„Diskriminierung“…etc.

Fakt ist, dass die Anzahl der Flüchtlinge weltweit gestiegen ist und weiter steigen wird. Das war und ist bekannt. Weltweit spricht man von ca. 50 Millionen Menschen, die vor Krieg, Hunger, Vergewaltigung und wegen politisch / religiöser Verfolgung, auf der Flucht sind. Sie suchen Schutz und Sicherheit, versuchen der Bedrohung ihres Lebens zu entkommen. Der Schutz von Flüchtlingen ist internationales Recht und lässt sich in der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen, wie auch der Genfer Flüchtlingskonvention nachlesen. Dazu gibt es dann länderspezifisch Verfassungsgesetze, die jedem Bürger Grundrechte garantieren.

Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Was nun in Flüchtlingsunterkünften in Nordrhein-Westfalen passiert ist, war absehbar und damit „hausgemacht“. Private, gewinnorientierte Sicherheitsunternehmen mit hoheitlich, staatlichen Aufgaben zu beauftragen, dies dann auch noch in solch einem hochkomplizierten Feld der Arbeit mit Flüchtlingen, ist nicht nur dilettantisch, es kommt einer Bankrotterklärung der Politik nahe. Man fragt sich, wer nun endlich mal Verantwortung für das Versagen auf ganzer Linie übernehmen will?

Brisant war das Thema: Asyl – schon immer.

Und weil das so ist, haben der Staat, die Länder und Kommunen, eine Fürsorgepflicht, die sich aus Geschichte und Gesetzen ergibt. Sich mit fehlenden Kapazitäten herausreden zu wollen, gleicht einem politisch – humanitärem Armutszeugnis. Die Kapazitäten sind da. Sie werden nicht entsprechend genutzt. Das nennen manche Missmanagement, andere Totalversagen.

 

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