Der amerikanische Autor

Henry Miller, miller_sexus

bekannt für die etwas härtere Gangart

in Sachen Literatur, wurde 1891 in

Brooklyn /New York geboren.

Autobiografische Bücher

sind sein Markenzeichen,

was jedoch nicht falsch zu verstehen ist.

Kreisläufe, Spiralen, Fragmente, Geistesblitze…etc.; Miller nahm sich schon immer die Freiheit, seine Bücher stilistisch offen zu kreieren, ohne besonderen Wert auf Linearität und historische Reihenfolge  zu legen. Der Freistilschreiber aus New York, bekam mit seinem Buch „Wendekreis des Krebses“ das Label eines Sex-Gurus verpasst, welches ihm einige Scherereien einbrachte, aber auch später die Verkaufszahlen in die Höhe trieb. Sexus und Tod, sind die wiederkehrenden, die zentralen Ausgangs- und Drehpunkte.

Wer in „Die Welt des Sexus“ wilde Vögelei-Szenen erwartet, sollte sich besser woanders umschauen.

Das Buch ist eher ein Kompass für die menschliche Reise durchs Leben, ein Blick auf Klippen und Abgründe, Gipfel und Ozeane. Der Mensch rudert, kriecht, kämpft, irrt im Labyrinth. Ein gieriges Streben nach allem Möglichen, das erkannte Miller schon 1940 als er begann, die Essenzen seiner Beobachtungen und Erfahrungen aufzuschreiben. Status. Ruhm. Macht. Überlegenheit. Kampf. Krieg. Gottes Gunst. Schicht für Schicht, nimmt er sie ins Visier, hält Rückschau, blickt voraus, setzt aber auf die Gegenwart, den Augenblick.

Der Augenblick ist das, was zählt.

Er kann ein ganzes Leben erzählen, aufzeigen und beschreiben, aber nur denjenigen zugänglich sein, die offen und interessiert am Menschen sind und ihre eigenen Schiffbrüche bewusst durchlebt haben. Mehrere Male sei er in seinem Leben gestorben, so bekannte Miller einst an anderer Stelle. Ohne dieses Sterben, bleibt das Tor zur Freiheit für den Menschen verschlossen. Hemmungen und Ängste, das sind die zentralen Bremsen des Seins. Miller glaubt an den Wert der Selbstoffenbarung, konsequent im Dienste des Selbsterkennens. Das ist nichts für Kontrollfetischisten und Angsthasen, auch nichts für vermeintliche Gladiatoren, die laut Miller absurd sind und längst ausgedient haben.

Nur hat diese Welt das noch nicht begriffen …

 

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