Ruhig werden,

(c) Foto: Stefan Dernbach Paris

(c) Foto: Stefan Dernbach
Paris

slow down,

take a rest.

Verinnerlichung.

Erinnerungen.

Rückschau.

Wie weit geht man zurück? Wo setzt man den Anfang? Von welchen Zeiträumen ist die Rede? Ein Jahr kann schnell vorbeigehen und eine Stunde kommt einem zuweilen wie eine Ewigkeit vor. Somit bleibt die Betrachtung subjektiv, trotz diverser Fakten. Selbst die Eckpunkte sind individuell geprägt.

Jeder wählt, entscheidet, richtet sich aus.

Dafür hat auch jeder die Verantwortung zu übernehmen, gegebenenfalls Rede und Antwort zu stehen. Die Geschichte vom Balken und Splitter, ist noch manchen bekannt, findet aber eher selten Anwendung. Den Zeigefinger stets von sich weg, wird gezetert, geklagt, angegriffen, aber vor allem die eigene Seite und Verantwortung verleugnet. Wo lagen denn die eigenen Anteile? Davon erfährt man allzu selten etwas. Wer inszenierte was und wann? Wer versprach etwas? Was wurde eingehalten und umgesetzt?

Viele reden von Liebe und Werten … auch von Nächstenliebe.

Die Festigkeit ihrer Behauptungen, hat aber recht wenig damit zu tun. Selbstrechtfertigung anstatt Selbstbeschreibung, das ist angesagt. Ein billiges Fassadenspiel bis hin zur schaurigen, zwiespältigen und tragischen Aufführung, die eher Wut statt Trauer fördert. Und wäre manche Aufführung nicht so lächerlich, es wäre zum Heulen. Was da alles miteinander vermengt wird, entbehrt nicht nur der Chronologie und Beschaffenheit der Ereignisse, sondern auch jeglicher Logik und Vernunft.Es wird rationalisiert, projeziert und idealisiert.

Man versichert und behauptet, ohne Selbstbeteiligung … oder macht sich aus dem Staub, den man zuvor kontaminiert hat.

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