Das Lebenswerk von Viktor E. Frankl,

Arzt und Neurologe aus Wien,

stellt sich den Fragen nach dem Sinn

des Seins, schaut auf die Antworten,

die Menschen geben.

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Als Überlebender eines Konzentrationslagers

machte es sich Frankl zur Aufgabe, sich mit dem „Leiden am sinnlosen Leben“

auseinanderzusetzen.

„Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn“ – so der Buchtitel  – wird ergänzt durch den Satz:

„Wo alle Worte zu wenig wären, dort ist jedes Wort zu viel“.

Dem 1997  verstorbenen Frankl wurde im März 2015 ein Museum in Wien gewidmet. Seine Lehre, die Logotherapie“, gewinnt von daher erneut an Bedeutung, da der Mensch in rasant beschleunigten Zeiten von heute, seinem Dasein keinen Sinn mehr zu geben vermag, der ihn wirklich trägt.

Die zentrifugalen Kräfte, die enorme Dynamisierung aller gesellschaftlichen Prozesse, entfernen den Menschen von sich selbst.

Der Mensch hat das Gefühl nicht mehr selbst gestalten zu können, sich selbst zu sein. Er verliert nicht nur die Kontrolle über sein Sein, der persönliche Kern wird permanent attackiert und ignoriert. Unter diesem Druck leiden heutzutage viele Menschen und erkranken daran. Die Angst nicht mehr mitzukommen, führt in die Depression. Andere reagieren mit Zwanghaftigkeit, Manie und Flucht. Man amüsiert sich schon längst nicht mehr zu Tode, wie es einst Neil Postman schrieb. Es ist ein Diktat des Getriebenseins entstanden, welches Halt- und Orientierungslosigkeit verursacht, somit auch Sinnlosigkeit. Dem Menschen sind seine wesentlichen Verankerungen abhanden gekommen.

Was kann der Mensch tun, um sich davor zu schützen?

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