Kalendarisch ist es neu, frisch und jung. 2016. Auf der Zeitachse geht es weiter, im Leben auch. Die Rückblicke sind noch nicht abgeschlossen, aber die Gedanken wandern Richtung neues Jahr.

„Eile mit Weile“?

Mehr Weile als Eile, das ist eine Richtschnur. Das eigene Maß gestalten und leben. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Verwirklichung des eigenen Wesens. Jeder hat seine Baustellen, jeder seine Aufgaben. Und wenn es gut läuft, dann teilt man etwas davon, ergänzt sich, befragt sich. Die Moralkeule hat an der Stelle nichts zu suchen, eine Verrechnung auch nicht.

worldmit (1 von 1)

Zeit muss man sich nehmen

Hinschauen und was passiert, auf sich wirken lassen. Das gelingt nur im angstfreien Raum, dort wo freies und tiefes Nachdenken erlaubt und möglich ist. Jeder Mensch braucht „Spielräume“, nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Wer ständig unter Druck ist, dem fehlen die Spielräume, alles wird eng, alles spitzt sich zu, schlimmstenfalls in einer Endlosschleife. Das Ergebnis ist Dauerstress. Und dieser Stress macht krank. Den Stress zu reduzieren, das bedeutet auch Verantwortung für sich zu übernehmen. Leistungsstress ist kein Gütesiegel, sondern die Ursache von Krankheiten. Letztere interagieren miteinander und streuen. Sie beeinflussen uns selbst und unsere Beziehungen. Das reicht von Beeinträchtigung bis hin zur Zerstörung. Ein hoher, folgenschwerer Preis.

Das „Immer-Mehr“ führt ins „Immer-Weniger“. Mehr Tempo, mehr Leistung, mehr Aufgaben …mehr Forderungen. Manche nennen das Hamsterrad oder Tretmühle. Mit Wohlsein hat das nichts zu tun und gesund ist es auch nicht. Das Recht auf Gesundheit gibt es in unserer Gesellschaft glücklicherweise noch, in anderen nicht…

 

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