Hinter der Scheibe liegt das Meer, der Traum aus Wogen und Gischt. Sehnsuchtsort mit Aussicht. Die Gedanken kreisen um den Herbst. Am Horizont ziehen Frachter ihres Weges und am Nebentisch hocken einige Krähen. Unvollendet ist der Tag. Alles erscheint brüchig und zugleich begrenzt.  Depressionen am Meer? Dieser paradiesische Ort möchte glückliche Menschen mit gesunder Bräune.

Die Weite fordert auf zu einem Strandspaziergang. Aber zunächst einen Kaffee trinken. Immer wieder einen Kaffee trinken. Aufputschmittel gegen Müdigkeit. Wie kann man nur so müde sein?  Der Blick nach oben, der Blick zur Seite, der Blick ins Innere. Das Tagebuch bleibt im Rucksack. Am Meer schreibt man nun Krimis. Was für ein niedliches Wort für Mord und Totschlag. Nervenkitzel- noch so eine Niedlichkeit. Die Makrele liegt auf dem Holzbrett und schwupp ist der Kopf ab. Es war nicht der Gärtner, es war der Koch. Endlich mal eine einfache Lösung.

herbsttasse

„Das Leben ist nicht kompliziert“, sagt sie. „Es sind die Menschen, die es verkomplizieren.“

„Stimmt. Vor allem die Denker.“

„Hast du heute schon gedacht?“

„Ja, an Makrelen …“

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