Wege

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Der Wege gibt es viele,

Foto: Stefan Dernbach Großglockner

Foto: Stefan Dernbach
Großglockner

der Landschaften auch.

Hat man eine Ahnung,

vielleicht sogar eine Gewissheit,

was einen erwarten könnte?

Trotz aller Sorgfalt,

man kann nie genau wissen,

was passieren wird.

Erst mit dem Gehen, erfolgt die konkrete Erfahrung. Das gilt für die Berge als auch für die weiten Ebenen. Landschaften spiegeln unser Dasein und unsere Geschichte. Man begibt sich nicht ohne Grund in die Berge, andere suchen die Wüste oder das Meer auf.

Abgeschiedenheit, Stille und Kargheit

Die Reduktion auf das Wesentliche, die Klarheit eines Felsens, der Widerstand von Gestein. Hier ein Anstieg, dort ein Abgrund. Schier endlose Serpentinen schlängeln sich den Berg hinauf. Ausdauer ist gefragt. Steil aufragende Felswände, nahezu unüberwindlich, bringen Grenzen hervor. Wie lange ist der Weg bis zum Gipfel? Welche Routen gibt es? Die Schritte werden langsamer, der Atem schwerer.

You can’t fool a mountain

Dem Berg ist es gleichgültig, welchen Status jemand hat:

arm oder reich, stark oder schwach, erfolgreich oder nicht erfolgreich, adelig oder bürgerlich, intelligent oder dumm, schön oder hässlich, interessiert oder gleichgültig, gelassen oder wütend…etc.

Der Berg sorgt für Selbsterfahrung. Man lernt sich kennen, man lernt andere kennen. Wie verhält man sich, wenn die Luft dünn, die Klarheit schneidend wird? Ist man geduldig, achtsam und gelassen? Am Berg scheiden sich die Geister und das Wetter.

Er ist immer für eine Überraschung gut…

 

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Es gibt Tage, da …V

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Manche reden vom Neubeginn,              white_page

andere von Veränderung.

Einen Ort kann man wechseln,

die Geschichte nicht.

Wohl verändert sich die Geschichte,

entwickelt sich weiter,

ihr Fundament aber bleibt bestehen.

Versuche, die Basis zu negieren,

Ursprünge auszuradieren,

führt nach Absurdistan und Diskrepanzien. Ein Sammelsurium aus Spaltungen entsteht, auch Abspaltungen genannt. „Worte sind wie Schall und Rauch“, so sagt man. Auf die Taten kommt es an. Aus ihnen entstehen Fundamente und zerbröseln sie zugleich. Gibt es einen Willen, und wenn ja, wozu? Woraufhin zielt Handeln ab?

Der Uhrzeiger dreht sich weiter, die Lebenszeit schreitet voran, man könnte auch sagen, sie nimmt ab.

Was von der Geschichte übrig blieb …

kann Aussage und Frage sein.

Zeitgeschehen I

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Ständig passiert was,                                                                     Affen_nah

und manche wissen genau, was passiert.

Auf der Krim, gibt so mancher den Grimm.

Wer will wohin?

Heim ins Reich, raus aus’m Reich.

Geschichtsverdruss-Sein, Grenzenverschieber.

Terretorialhunger. Besitzansprüche. Inseldasein.

Ach, das Vergessen, wie schön es doch ist.

Was wäre der Mensch ohne sein Vergessen? Was war damals, was war gestern? Alles nur noch parolisierte Geister. „Was kümmert mich das Geschwätz von gestern?“ Heute wird die Landkarte neu gestaltet. Was man bestenfalls verwaltet, ist eine dürftige Erinnerung, über die man ein Radiergummi zieht. Es quietscht etwas, es schmerzt der Klang, aber auch das ist bald vergessen. Die Leichen kommen in den Keller und dann widmet man sich wieder dem Zeitgeschehen. So wähnt man sich am Puls der Zeit, das suggeriert Sicherheit.

Hauptsache, man ist dabei, so die Vorstellung, auch, wenn man gar nicht dabei ist.

Alles geht schnell, rasant, flink, hektisch. Die Proportionengestaltung gleicht einer atemberaubenden Zirkusnummer. Aufschwung und Abschwung, Inflation und Deflation, Vorposten und Restposten. Und dann kommt das Sonderangebot: 3,5 Jahre Haft für 28, 5 Millionen Euro Fiskusschuft oder Fiskusflucht. Er war eben ein guter Mensch, das hört man aus dem nahen Umfeld, einer, der auch mal Würstchen für die Armen spendiert hat, der auch mal gefragt hat:

„Was brauchst du?“

Ein aktiver Mensch mit Gestaltungsformat, ein Macher, ein Winner-Typ, oft heiss wie Frittenfett, mit der Gabe einer Abrissbirne versehen, für die keine Mauer zu dick war. „Hoppla, jetzt komm‘ ich!“  „Da muss man durch!“ „Ich geh‘ da rein!“

Und was kommt raus?

Es waren 155 Millionen Euro, die zur freien Verfügung standen. Wie kommt ein einzelner Mensch zu 155 MillionenEuro?

 

Der Autor dieses Schreib- & Fotoprojektes, dankt Ihnen für Ihre Förderung & Unterstützung.

Spenden können Sie hier.

Es gibt Tage, da …IV

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Es gibt Tage, da hat man Alpträume.                                         rtl_sexy

Man schaut in tiefe Abgründe,

in menschenfeindliche Schluchten.

Der Lanzgraben, die Jauchegrube, das Kernerriff.

Der Sog ist enorm. Es brodelt und strudelt.

Ungeahnte Gipfel der Verblödung, mediales Wichsgeflimmer,

hochdotiertes Geschwätz, gebührenfinanziert und gebührentransportiert,

in Köpfe, die kaum noch hohler sein können.

Mindfuck.

Der Paragraf: Verbrechen gegen die Menschlichkeit – sollte neu definiert werden.

Krieg gegen den gesunden Menschenverstand, medial-total –

sollte fortan in Mainz, in München… und in Den Haag, verhandelt und verurteilt werden; hart und fair.

Wer die Gehirnzellen asphaltiert, sollte ein paar Jährchen  mit Schippe im Strassenbau verbringen, damit er wieder

lernt, was ehrliche Arbeit und Schufterei bedeutet, auch denkbar, Gartenarbeit in Moor- und Sumpfgebieten.

Journalisten sollten fortan eine Psycho-Hygiene-Prüfung ablegen müssen.

Ohne humanistischen Bildungsnachweis, kein Zutritt zur Schreibzone.

Es wird der Pulitzer-Eid, der Seichtberger-Paragraf  und das mediale Vergammlungsverbot eingeführt.

Bei Zuwiderhandlung drohen hohe Geld- und Freiheitsstrafen. Wer geistige Kernspaltung betreibt, arbeitet

zukünftig in Atomkraftwerken oder Kläranlagen, damit er versteht, was Verstrahlung anrichtet…

 

 

 

 

 

Es gibt Tage, da …II

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Es gibt Tage, da denkt man über das Leben nach.                   camus_nackte_seele_sepia

Eine innere Reise als Folge einer äußeren Reise,

welche auch Alltag heißt, aber nicht nur.

Wohl geht es hier und da um Literatur,

aber sie ist längst nicht die einzige Spur,

welcher man nachgeht und nachspürt.

Unterwegssein kann viel bedeuten.

Wanderschaft in Gedanken. Klettersteig gesichert und ungesichert,

Aufstieg und Abstieg. Achterbahn. Zirkus. Ein Spaziergang im Grünen.

Ja, es gibt auch geistige Landschaftspflege, die jedoch im zeitgenössischen Wildwuchs keinen hohen Stellenwert

einnimmt.  Im Reich der Dornen und Schlingpflanzen, wird die Luft knapp, das Wurzelwerk ist nicht mehr sichtbar.

An der Oberfläche hört man Geschrei und Stöhnen, zuweilen auch Hilferufe.

Die blökende Herde zertrampelt die Setzlinge. Dauerbrunft mitten im Sumpf.

Man besäuft sich am Schwachsinn und geht unter, aber nicht alleine.

Der Umzug der Lemminge, mit und ohne Narrenkappe.

Labyrinthinische Zustände verwirren und verunsichern. Wo geht der Weg weiter?

Gibt es überhaupt noch einen Weg? Der ein oder andere Mensch, stellt sich die Sinnfrage, macht sich auf die Suche

nach den Fundamenten vergangener Zeiten, beginnt sie in mühevoller Kleinstarbeit freizulegen.

Archäologie des Geistes, eine Wissenschaft, die nicht emotionslos sein kann, die auch nicht ohne Blick

in die Geschichte möglich ist, derer sie sich versucht möglichst exakt anzunähern.

Wie verlief der Weg einst? Was gründet auf was?

Sisyphos und der Verdruss. Immer wieder aufs vermeintlich Neue.

Von den Umlaufbahnen zum Kern, von der Mündung zurück zur Quelle.

Wahrlich keine leichte Reise …

Es gibt Tage, da …

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Es gibt Tage, da schaut man sich um,                                   artfaces_paper

sitzt, kommt zur Ruhe, hält Einkehr

und zieht Bilanz.

Was war alles geschehen, was geschieht noch?

Wo ist zuviel, wo ist zuwenig?

Wo wurde zugehört, wo nicht?

Von Aufmerksamkeitsdefiziten bis Aufmerksamkeitsstörungen, von Hyperaktivität bis zur Fallgrube.

Wer gestaltet, wer verwaltet? Das Rad dreht sich rasant.

„Don’t stop me now!“ – so heisst ein Musiktitel.

Der Stoff, aus dem das Tempo ist, zentripedal und zentrifugal. Terminhatz, mit und ohne Airbag.

Aber, was nützt ein Airbag bei Tempo 200?

Die Sonne steht tief.

Karl K. meinte, dass selbst Zwerge bei diesen Lichtverhältnissen lange Schatten werfen

würden.  Bei wem es dennoch nicht reicht, der packt noch was drauf, begibt sich in einen Gebirgskessel

und berauscht sich am Echo. Danach klopft er sich auf die Schulter, bewirbt sich beim Burgtheater

und träumt seinem Größenwahn. Derweil pisst ein Köter auf Underdogs, erreicht der DAX Spitzenwerte,

kocht Tante Herta eine Gemüsesuppe und Harry sucht den Wagen. Wo stand noch der Wagen?

Das Vehikel ist plötzlich entschwunden.

Nach dem hohen Tempo kommt der Stillstand. Jeder Rausch findet sein Ende, jeder Galopp seinen

Wassergraben, jeder Größenwahn seine unvermeidliche Erdung, auch Bruchlandung genannt.

Und die Welt dreht sich trotzdem weiter …

Was können wir tun?

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Eine wichtige Frage, die nicht einfach zu beantworten ist,                     fisherfriends

die Frage nach den Möglichkeiten des Seins.

Wer können wir sein?  Was können wir tun?

Wo liegen unsere Grenzen? – und warum liegen sie dort

und und nicht woanders?

Wo brechen wir auf, wo brechen wir ab?

Was sind unsere Motive? Worum geht es im eigentlichen Sinne?

Wird Sinnhaftigkeit bewässert oder vernichtet?

In welchen Gewässern wird gefischt?

Gibt es einen klaren Kurs, falls ja, auf welches Wissen, auf welche Erkenntnisse stützt er sich?

Wer füttert wen mit was?

Wie gehen wir mit Massenphänomenen um? Was machen sie mit uns?

Wer gibt das Tempo vor? Wer entscheidet über die Schlagzahl?

Wer steuert das Boot?

 

 

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