Nach-Hause-Kommen

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„Feel like home“, diese Worte sind schon alt…ob sie wohl aus England stammen? Angesiedelt sind sie im Grunde überall, denn sie sprechen von einem tiefen menschlichen Bedürfnis nach Sicherheit, Geborgenheit und Wärme. Worum es auch bei ihnen geht, das sind die Wurzeln des Menschen. Man kann nur mit ihnen, aber nicht gegen sie leben. Ohne Identifikation gibt es keine sinnvolle Existenz und ohne Sinn, kein Grund, es sei denn, der Mensch würde sinnlos handeln oder durch Sinnlosigkeiten angetrieben werden. Diese können aber niemals das Bedürfnis des Nach-Hause-Kommens füllen; im Gegenteil.

herzmeer

Einklang und Stimmigkeit, danach sehnt sich der Mensch, denn Einklang trägt…und erzeugt Wohlgefühl. Über die „Wurzeln“ gelangen die Nährstoffe in jedes Lebewesen. Ist der Boden aber kontaminiert oder versiegelt, kann kein Wachstum gelingen, dann gibt es auch kein „Nach-Hause-Kommen“. Wachstum ist unumgänglich mit Identifikation verbunden.

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Liebe in Freiheit

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Schönheit? Zu oft festgelegt in Klischees und Normen, reduziert auf wenige Merkmale und Kriterien. Das ist nicht nur feste Vorgabe, das ist Starre. Schönheit bedeutet viel mehr. Schönheit des Daseins, ästhetisch, manchmal plakativ, aber offen.

„Ich liebe Dich so wie Du bist.“

Bedingungslos und ergebnisoffen, begibt man sich in den Fluss der Ereignisse, das geschieht wechselseitig mit dem Ziel, entdecken zu wollen. Aber auch hier gilt, nicht auf die Stärke (des Willens) kommt es an, sondern auf das Möchten.

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( Parc Monceau / Paris )

 

Liebe ist in ihrer Tiefe weich.

Das stellt nicht infrage, dass auch Liebe Grenzen hat. Grenzen hat jeder Mensch. Es gibt Grenzen der Belastbarkeit und Erträglichkeit, auch Grenzen der Handlungsmöglichkeiten. Die Gründe hierfür sind vielfältig, ob nun körperlich oder psychisch. Sie gilt es zu achten und zu respektieren. Das ist eine mit der Liebe verknüpfte Notwendigkeit, eine wesentlich tragende Säule ihrer selbst. Es kommt auf das Fundament an.

Man kann sagen: erst die Pflicht, dann die Kür.

Man baut nicht zuerst das Dach. Erst werden die Träger gesetzt. Das ist konkretes, praktisches Handeln. Die Aufgaben, die sich stellen, sind individuell verschieden. Sie müssen getan werden, sonst ist das Gebäude nicht stabil. Wie lange das dauert? Keine Ahnung. Das ist der Prozess, der Lauf der Ereignisse, bestenfalls der Fluss, der die Hürden nimmt…

New Year

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Kalendarisch ist es neu, frisch und jung. 2016. Auf der Zeitachse geht es weiter, im Leben auch. Die Rückblicke sind noch nicht abgeschlossen, aber die Gedanken wandern Richtung neues Jahr.

„Eile mit Weile“?

Mehr Weile als Eile, das ist eine Richtschnur. Das eigene Maß gestalten und leben. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Verwirklichung des eigenen Wesens. Jeder hat seine Baustellen, jeder seine Aufgaben. Und wenn es gut läuft, dann teilt man etwas davon, ergänzt sich, befragt sich. Die Moralkeule hat an der Stelle nichts zu suchen, eine Verrechnung auch nicht.

worldmit (1 von 1)

Zeit muss man sich nehmen

Hinschauen und was passiert, auf sich wirken lassen. Das gelingt nur im angstfreien Raum, dort wo freies und tiefes Nachdenken erlaubt und möglich ist. Jeder Mensch braucht „Spielräume“, nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Wer ständig unter Druck ist, dem fehlen die Spielräume, alles wird eng, alles spitzt sich zu, schlimmstenfalls in einer Endlosschleife. Das Ergebnis ist Dauerstress. Und dieser Stress macht krank. Den Stress zu reduzieren, das bedeutet auch Verantwortung für sich zu übernehmen. Leistungsstress ist kein Gütesiegel, sondern die Ursache von Krankheiten. Letztere interagieren miteinander und streuen. Sie beeinflussen uns selbst und unsere Beziehungen. Das reicht von Beeinträchtigung bis hin zur Zerstörung. Ein hoher, folgenschwerer Preis.

Das „Immer-Mehr“ führt ins „Immer-Weniger“. Mehr Tempo, mehr Leistung, mehr Aufgaben …mehr Forderungen. Manche nennen das Hamsterrad oder Tretmühle. Mit Wohlsein hat das nichts zu tun und gesund ist es auch nicht. Das Recht auf Gesundheit gibt es in unserer Gesellschaft glücklicherweise noch, in anderen nicht…

 

Change is coming II

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Wenn das Leben ein Fluss ist, dann ist auch alles in Bewegung; sichtbar und unsichtbar. Nur durch Bewegung entsteht Leben. Wo Dämme gebaut werden, verkümmert die Natur, schlimmstenfalls stirbt sie ab. Mauern verhindern den Austausch.Das ist bei Menschen nicht anders als bei Flüssen. Was bleibt sind künstliche Anlagen und dahinter Rinnsale, zuweilen auch Wüste. Die Demonstration menschlicher Macht im Namen des Profits, der Fortschritt genannt wird, ist ein Rückschritt. Es sichert keine Ressourcen, fördert sie nicht. Er zerstört sie. Nur lässt sich die Natur nicht zerstören. Sie schlägt zurück.

Affen_nah

 

Wenn man einen Fluss kanalisiert, folgen Überschwemmungen.

Beton und Natur, das passt nicht.

Kurzfristig werden so „Erfolge“ erzielt, langfristig funktioniert das nicht. Und so ist das auch in menschlichen Beziehungen, die ja auch Natur sind. Reglementierungen wirken nur kurzfristig, kanalisieren das, was leben will. So kommt der Mensch auf die Welt und nicht anders. Er will leben, hat einen Lebensinstinkt und feine Antennen. Diese Antennen sorgen für eine natürliche Ausrichtung, die leider im Laufe des Lebens oftmals beschnitten und ruiniert wird. Mit welchen Recht? Es gibt dafür kein Recht. Nirgends ist ein solches niedergeschrieben, Teil einer würdigen Verfassung. Das gibt es nur in Diktaturen. Was eine Diktatur ist, das ist ein Thema für sich. Aber es gilt immer noch der Satz:

„Wehret den Anfängen!“

Change is coming

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Alle Jahre wieder, der Wechsel, die Schnittstelle, der Übergang. Für Rückblicke ist medial reichlich gesorgt. Gut ist es, selbst einmal zurückzuschauen, was war und was werden kann. Dabei verheddern sich einige unserer lieben Mitmenschen schon vor dem Wechsel in das, was ihrer Meinung nach werden soll.

Die guten Vorsätze, manchmal sollte man sie vielleicht besser undienliche Vorsätze nennen, bilden die Messlatte und zugleich die Barriere.

Man schaut Richtung neues Jahr und sieht Hürden und Hindernisse. Manche bauen zusätzlich welche auf. Dabei stellt sich die Frage nach dem Warum. So banal der Satz auch klingt, er ist wahr: weniger ist mehr. Psychologisch betrachtet könnte man sagen, weniger Konfliktstoffe. Das ist oft leichter gesagt als getan, aber den Weg zu beschreiten, schafft mehr Zufriedenheit und damit Frieden. Und wenn es ein lohnenswertes Ziel gibt, dann ist es Frieden, denn das Jahr war übervoll an Konflikten. Da muss man nicht nur den weltweiten Terror heranziehen, der vielen Menschen die Gesundheit und das Leben gekostet hat. Dazu gehören alle Formen von Krieg, aber auch von Armut. Ein Viertel der Menschen in unserer Gesellschaft, leben am Rande der Armut. Was bedeutet das?

 

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Viele Menschen stellen sich diese Frage nicht. Es besteht ihrer Ansicht nach keine Notwendigkeit. Sie sind bestens versorgt. Ob das wirklich so ist? Materiell-finanziell gesehen, mag das so sein. Doch auch, wenn das Bank-Konto reichlich gefüllt ist, an den existziellen Fragen und Bedingungen, kommen auch diese Menschen nicht vorbei. Bis zu einem gewissen Grad mag das Mogeln funktionieren, in den Essenzen nicht. Da stellen sich jedem Menschen dieselben Fragen. Diese einmal aufzuschreiben, ist eine Idee, die weitere Ideen hervorbringt. Die Sichtweisen werden somit erweitert, die Perspektiven verändern sich. Dabei geht es nicht unbedingt um gravierende Veränderungen, sondern um die Art des Schauens.

Statt Einfalt, möge die Vielfalt gedeihen.

Keine Frage, mit Vielfalt sind immer mehr Menschen überfordert. Sie haben den Tunnelblick, sind schlimmstenfalls festgefahren. Veränderungen sind nicht ihr Ding, dafür aber Ressentiments und Verurteilungen, Abwertungen und schlimmstenfalls Entwürdigungen. Sie stellen sich über andere Menschen, blicken abfällig auf sie herab. Nicht auf Augenhöhe, sondern Über- und Unterordnung ist ihr Ziel, geforderte Anpassung an ihr System, denn nur das zählt. Dieses Menschenbild kennt kein Miteinander und auch keine Meinungsfreiheit, der die Seinsfreiheit vorausgeht.

Was Seinsfreiheit anbetrifft, da braucht es im neuen Jahr Diskurse, die allzu lange nicht mehr geführt worden sind…

 

Loslassen II

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Was bindet, was gibt Freiräume?                               geisterbahn

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten.

Bindung gibt Sicherheit

und wer Sicherheit empfindet,

der hat auch einen Schlüssel zum Freisein. Was man auf und mit Sand baut, hält aber nicht lange. Grundsicherheiten sind die Voraussetzung, um loslassen zu können. Wer sich ständig in Unsicherheit wähnt, sich von wem oder was auch immer bedroht fühlt, der kann nicht wirksam loslassen. Es mangelt dann an innerer und äußerer Freiheit, zu denken, zu fühlen, zu handeln. In Zeiten, wo ständig Gegensatzpaare produziert werden, wird auch Angst und damit Unsicherheit geschürt. Wir leben in einer Entweder-oder-Gesellschaft, die Gegensätze en masse zum System macht. Das Gegeneinander ist fest installiert. Die Botschaften lauten: „besser“, „höher“, „überlegen“, „stärker“, „attraktiver“, „erfolgreicher“, „dynamischer“, „mächtiger“, „schneller“…etc.

Wo solche Kriterien das System bilden, werden automatisch Gräben gezogen, Diskrepanzen erzeugt.

Auf der anderen Seite entstehen demzufolge Angst, Unterlegenheitsgefühle, Schwäche, Erstarrung, Selbstzweifel und Ohnmacht. Das hat sowohl auf gesellschaftlicher wie auch für das individuelle Sein gravierende Folgen. Für eine Gruppe wird Überlegenheit und für die andere Gruppe Unterlegenheit installiert. Es wird kein Miteinander sondern ein Gegeneinander angestrebt und umgesetzt, bis es in den Köpfen und Gefühlen fest verankert ist. Dieser Prozess ist von Reibung und Dynamik geprägt. Es entsteht eine hohe Intensität und Spannung. Beide Seiten ringen miteinander, demzufolge wird auch viel produziert an Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Es wird aktiviert bis hin zum Extrem. Beide Seiten werden angefeuert, wobei aber die Gegebenheiten und Richtungen völlig andere sind, auch die Motive. Eine Seite strebt Überlegenheit an, wobei sie die Bedingungen von Anfang an hat, die das ermöglichen, die andere kämpft um ihr Sein, schlimmstenfalls um ihre Existenz…

Loslassen

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Wovon man nicht alles loslassen kann, wenn man kann. Nein, loszulassen ist alles andere als eine einfache Angelegenheit. Mit wem und was ist man alles verbandelt, verwickelt, vielleicht sogar verstrickt! Es beginnt schon mit der eigenen Geschichte,die zeitlebens die eigene bleibt und nur begrenzt veränderbar ist.

herzmeer

Kombiniert mit der eigenen Persönlichkeit, entwickeln sich Muster und Gewohnheiten.Werden diese zu starren Gebilden, wächst der Druck auf den Menschen.Und Druck verhärtet, verleitet zum Rückzug, verursacht Verschiebungen und Verdrängungen. So wird aus der Vielfalt von Gefühlen und Handlungen, nachvollziehbare Einfalt.

Im Kopf fängt alles an. Dort beginnt und endet die Freiheit, wird sie gewährt und verweigert.

Das ist nicht nur eine eigene Angelegenheit, sondern auch stets das Ergebnis unserer Beziehungen, unseres gesellschaftlichen Umfeldes, in denen wir die Akteure sind. Das bedeutet, wir treffen Entscheidungen. Sind wir aktiv oder passiv? Gestalten wir oder lassen wir uns von einem vermeintlichen Schicksal verwalten, welches wir als unveränderbar erachten. Inwieweit man die Wahl hat, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

Autonomie fällt nicht vom Himmel, sie muss errungen werden. Auch durch loslassen von Ansichten und Handlungen. Was tut mir gut? Was brauche ich? Man entscheidet sich für etwas oder gegen etwas. Das wird aber nicht sofort offenbar. Manchmal dauert es lange, bis die Muster erkennbar werden, die Veränderungen wirksam. Sind sie destruktiv, steht man vor der Frage, ob sie sich verändern lassen? Möchte man sie verändern? Kann man sie verändern?

Ist es möglich loszulassen?

Die Macht der Gewohnheit ist nicht zu unterschätzen. Warum sollte man sie verändern? Wie könnte man sie verändern …?

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