Wir brauchen…

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„Wir brauchen Menschen,

die zu- und ja sagen,

uns annehmen wie wir sind,

und so begegnen,

dass wir wagen,

Gefangenes zu befreien,

Verschüttetes freizulegen,

Angst abzubauen

und Vertrauen wachsen zu lassen.

Stefan Dernbach_Paris_Japan_sepia

Wir brauchen Menschen,

die verstehen,

dass manches nicht gelingt;

die uns unterstützen und begleiten,

ermutigen und stärken.

Und wir können anderen

dieser Mensch sein.“

Max Feigenwinter

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„Herzbaracke“

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Man spaziert, schaut hier und da: Das Boot am See, plötzlich entdeckt. Zürich abseits der teuren Hotels, der Luxus-Autos und Funktionäre. Türkisfarbenes „Hausboot“ mit Theater & Musik. Einfach mal hineinschauen, sich bezaubern lassen.

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Die Bühne ist klein,aber fein. Der Herr des Hauses, Frederico, hält eine kurze, vitale Rede:

„Geniessen Sie den Abend …in der Herzbaracke!“

Während die Bedienungen in sinnlicher Kostümierung, Speis und Trank servieren, gleitet der Rotwein über die Zunge. Man wähnt sich in einer anderen Zeit. Eine Perle auf der Seeoberfläche. Augen auf! Zuhören! Doch zuvor kommt die Suppe auf den Tisch. Es kann auch etwas anderes sein. Das Glas Rotwein schimmert im Kerzenschein. Die Damen am Tisch frönen mit ihrer Kleidung den Zwanziger Jahren, die für ihre „Sündhaftigkeit“ und Lebendigkeit stehen, aber auch für die Vielfalt der Kultur. Die Federboa darf nicht fehlen, so auch die Perlenkette. Ein Hauch von Verruchtheit, aber dezent und verführerisch. Die Kunst der Damenwelt, ein altes Wissen, ja noch mehr:

die Kunst der Verführung, auf besonderer Klaviatur…

Leben erfahren, mit allen Sinnen… das lässt sich in der „Herzbaracke“ finden. Träume werden nicht nur angeregt, sondern ausgelebt.

Jeder Mensch hat Träume, sie müssen keine Schäume bleiben…

Liebe in Freiheit

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Schönheit? Zu oft festgelegt in Klischees und Normen, reduziert auf wenige Merkmale und Kriterien. Das ist nicht nur feste Vorgabe, das ist Starre. Schönheit bedeutet viel mehr. Schönheit des Daseins, ästhetisch, manchmal plakativ, aber offen.

„Ich liebe Dich so wie Du bist.“

Bedingungslos und ergebnisoffen, begibt man sich in den Fluss der Ereignisse, das geschieht wechselseitig mit dem Ziel, entdecken zu wollen. Aber auch hier gilt, nicht auf die Stärke (des Willens) kommt es an, sondern auf das Möchten.

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( Parc Monceau / Paris )

 

Liebe ist in ihrer Tiefe weich.

Das stellt nicht infrage, dass auch Liebe Grenzen hat. Grenzen hat jeder Mensch. Es gibt Grenzen der Belastbarkeit und Erträglichkeit, auch Grenzen der Handlungsmöglichkeiten. Die Gründe hierfür sind vielfältig, ob nun körperlich oder psychisch. Sie gilt es zu achten und zu respektieren. Das ist eine mit der Liebe verknüpfte Notwendigkeit, eine wesentlich tragende Säule ihrer selbst. Es kommt auf das Fundament an.

Man kann sagen: erst die Pflicht, dann die Kür.

Man baut nicht zuerst das Dach. Erst werden die Träger gesetzt. Das ist konkretes, praktisches Handeln. Die Aufgaben, die sich stellen, sind individuell verschieden. Sie müssen getan werden, sonst ist das Gebäude nicht stabil. Wie lange das dauert? Keine Ahnung. Das ist der Prozess, der Lauf der Ereignisse, bestenfalls der Fluss, der die Hürden nimmt…

Merry Zwistmas III

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Endspurt. Kling Glöckchen, kurz Röckchen. Die Weihnachtslieder kommen von Marilyn Monroe: „Diamonds are the girls best friend“. Die Temperaturen sind ungewöhnlich hoch, schneefreie Zone. Statt dem Deo „Frosty“, kauft Herr Birkenstock die Duftkeule „Sex on the Rocks“.

Alles im Namen der Liebe…

Veronika beschäftigt sich derweil in der Drogerie ihres Vertrauens mit einem Massageball, der sogar sprechen kann. Herr Birkenstock hat nicht allzu viel zu sagen, hält aber wacker die Stellung. Schon vor dem Fest knallt der Sektkorken bei den beiden. Es ist alles etwas anders als gewöhnlich…

Bei den Nachbarn fliegt der Hausrat aus dem Fenster: Die Lage ist angespannt und nicht immer einschätzbar. Aber das Paar folgt entschlossen seinem Ziel, das Fest einfach mal anders zu begehen als jedes Jahr…

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Die Story zum Fest … mehr lesen Sie hier

Eine Satire mit Tiefgang

 

 

 

Merry Zwistmas II

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Das Fest naht auch für die beiden Protagonisten:Veronika und Herrn Birkenstock. Unruhige Zeiten stehen den beiden bevor, die ihr ganzes Leben in Bewegung bringen werden…

Ab sofort bestellbar:

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Textauszug:

Die Weihnachtseinkäufe waren eine Stressquelle aus der viele andere neue Quellen entstehen konnten. Eigentlich begann das Drama gegen Ende Oktober. Seitdem in den Geschäften mit der Verfärbung des Laubes schon die ersten Weihnachtsmänner standen, war es mit der Ruhe und dem Frieden vorbei.

Von wegen Herbstmelancholie. Dazu hatte man gar keine Zeit mehr. Man kaufte ein, man tauschte um, man kaufte ein, man tauschte um…

Schon im Oktober Weihnachtsgeschenke zu kaufen, sei besonders intelligent, hatte eine Forschungsgruppe festgestellt. Man käme zu besseren Ergebnissen bei der Auswahl der Geschenke und weil dies so sei, wäre auch anzunehmen, dass der Grad der Zufriedenheit am Tag des Festes, signifikant höher liegen würde als bei der Kontrollgruppe „Finale“. Letzterer Personenkreis ging häufig erst am 24. Dezember auf die Jagd nach Geschenken.

Kaufte man seine Geschenke bis Ende November, war die Rede von Abschlüssen. Dazwischen gab es eine Grauzone, die nur schwer zu prognostizieren war. Die letzte Kontrollgruppe trug den Namen: „Null Bock“. Ihre eindeutige Positionierung hinsichtlich des nahenden Festes und seiner Umstände, wäre als sehr problematisch einzustufen, so die Forscher, da es in dieser Gruppe eine hohe Anzahl von Gewalttaten gab…

Veröffentlichung am 12. Dezember 2015

( schon vorbestellbar )

Aktionspreis für 4 Wochen: 3,99 Euro

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Freundschaft VIII

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Wie schön es doch ist,                                                                 bikeline_dernbach

sich an Freunde erinnern zu können.

Welch herrliche Zeiten wurden erlebt.

„When you’re down and troubled,

and you need a helping hand…

and nothing, nothing is going right…“

( Carol King / James Taylor in „You’ve got a friend“ )

 

Ja, man fühlte sich gut aufgehoben, geborgen, also weit mehr als willkommen. Die Freundschaft als geistig-emotionales Nest, wärme- und lichtspendend, erhellend und erheiternd. Was war man nicht alles für Wege gegangen, um diese Freundin oder diesen Freund, aufzusuchen und die Zeit miteinander zu teilen. Auch, wenn es manchmal nur ein paar Tage oder „nur“ Stunden waren, sie waren es wert.

Man machte sich auf den Weg für den anderen und für sich selbst

Paris, Uppsala, Mallorca, Lissabon, die Pyrenäen, Bordeaux, Pau, Aachen, Kassel, Berlin, Flensburg, Obersdorf,

Hachenburg, unvergessen Lamia ( Griechenland ), Ithaka,  dann Paderborn, Hetzdorf / Uckermark, Heringen,  …

Alsen ( Dänemark ), Torsballig, Osnabrück, Zürich …etc.

Hätte es all diese Wege nicht gegeben, das Leben wäre ärmer, sehr viel ärmer.

Die verschiedensten Erfahrungen lagen auf den Wegen und grüssten. Es gab Überraschungen, Entdeckungen, Kultur und Landschaften, die einem nie mehr verloren gehen. Im wahrsten Sinne des Wortes bereicherte die Freundschaft, durch alles was sie war. Vieles konnte anfangs und danach, nicht durchschaut oder geplant werden. Anderes wurde geschenkt und beschert, mit dem nie und nimmer, zu rechnen war. Manchmal sehnte man sich, man schlug sich die Nächte um die Ohren, weil es einfach schön war. Stundenlange Gespräche als Zeitreisen & Lebensreisen. Das waren die Resultate.

Man lässt sich ein und erfährt Leben & Nähe, man erfährt einen Menschen und seine Umgebung näher als andere.

Warum?

Weil es Vertrauen und einen Willen zur Gemeinsamkeit gibt, weil man sich gegenseitig etwas wert ist. Es gibt Prädikate, die sich im Laufe der Zeit entwickeln, es gibt Instinkte und Lebenserfahrungen. Es gibt die Lust und das Staunen.

Vor manchen Erfahrungen verneigt man sich … wird still und ruhig.

Das Leben hatte einem nicht nur wieder etwas beigebracht, es hatte einen beschenkt…und dabei ging es primär nicht um intellektuelles Wissen ( z.B. bezüglich anderer Kulturen ), was auch  sehr viel wert ist, nein, es ging um die Erfahrung einer gemeinsamen emotionalen Sprache, die weit tiefer reicht als der Intellekt.

Es ging nicht um Argumente, es ging nicht um geistige Überlegenheit oder Wettstreit. Solches kann man in jedem Seminar bekommen oder in einer Klosterschule in Tibet oder Indien.

Nein, es war faszinierend zu erleben, dass es eine internationale Sprache der Gefühle gab…

 

 

Freundschaft IV

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Freundschaft wird gerne als Ideal dargestellt.                                 stegohne (1 von 1)

In höchsten Tönen wird sie belobigt, besungen

und herbeigesehnt.

Ja, hätte ich einen wirklich guten Freund,

fände ich eine Freundin im Sinne von Freundschaft,

die patent und bodenständig wäre, dann gliche das

womöglich dem gerne beschworenen und erhofften Paradies auf Erden.

Das hohe Ideal kommt vor dem Fall.

Wohl ist es gut, sich seiner Ideale bewusst zu sein, notwendig ist es aber umso mehr zu wissen, dass kein Mensch seine idealistischen Vorstellungen und Wünsche, dauerhaft in die Tat umsetzen kann. Dafür sorgen Vorprägungen, Erkrankungen, Verluste und andere Schwankungen und Brüche im Leben. Dieses Naturgesetz kommt in jeder Freundschaft zum Zuge und zur Wirkung, ob man das nun schön findet oder nicht. Daran vorbeimogeln kann sich niemand, ohne einen Preis zu bezahlen. Es macht auch keinen Sinn, diese Gesetzmässigkeiten verdrängen zu wollen, weil sie stärker sind als jedes Verdrängungs-Konstrukt, welches sich der Mensch ausdenken kann.

Alles wirkt und wie schon der alte Paul Watzlawick sagte:

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“

Selbst Schweigen beinhaltet eine Vielzahl von Hintergründen und Botschaften. Sie zu erkennen, sie zu eruieren und ans Tageslicht zu fördern, ist nicht vielen Menschen gegeben. Denn was dafür notwendig ist, wäre die Fähigkeit von sich selbst absehen zu können, nicht fixiert zu sein. Diese Fixierung wird aus vielen Quellen gespeist und ist geistiger, emotionaler und zuweilen spiritueller Natur. So schön auch Ideale sind, leider lassen sie auch viele Menschen erstarren und verhärten. Ihre Ideale werden zu einem Forderungskatalog, gleich ob intern oder extern, formell oder informell. Dieses hat zur Folge, dass das Sein nicht mehr im Fluss ist. Die Spannungen nehmen zu und auch das ist ein Naturgesetz:

Sie lassen sich weder dauerhaft verdrängen, noch verleugnen oder wegbeschwören.

In der Freundschaft findet man Raum, um sich diese Vorgänge in Ruhe und mit Wohlwollen anzuschauen. Gerade darin liegt der Wert von Freundschaft. Sie ist ein geschützter Rahmen, wo Öffnung und Reflektion, schrittweise möglich wird. Welcher Wert auf dieser Skala erreicht werden kann, hängt wiederum von mehreren Faktoren ab.

Nicht alles lässt sich mit Wille erreichen, aber ohne guten Willen wird keine Knospe zur Blüte gelangen…

 

 

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