Wir brauchen…

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„Wir brauchen Menschen,

die zu- und ja sagen,

uns annehmen wie wir sind,

und so begegnen,

dass wir wagen,

Gefangenes zu befreien,

Verschüttetes freizulegen,

Angst abzubauen

und Vertrauen wachsen zu lassen.

Stefan Dernbach_Paris_Japan_sepia

Wir brauchen Menschen,

die verstehen,

dass manches nicht gelingt;

die uns unterstützen und begleiten,

ermutigen und stärken.

Und wir können anderen

dieser Mensch sein.“

Max Feigenwinter

Liebeszeichen – Brandzeichen III

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Step by step – der Schritte gibt es viele, man sollte sie besser nicht zählen. Es geht voran und das ist gut so. Ja, zwischendurch anhalten, Luft holen, nachspüren…so ein Buchprojekt ist kein Pappenstil. Woran man nicht alles denken muss, wenn man Selfpublisher ist. Da ist das Schreiben eine Säule. Dann kommt die Frage: wie und wo, veröffentliche ich? Soll es ein e-book werden? Wird es eine Druckausgabe geben? Finde ich Unterstützer für mein Projekt? Wie finanziere ich Druck- und Werbung?

Ich denke an Jack Kerouac und seinen Roman: „ON THE ROAD“ –

den er per Hand auf eine Rolle Papier geschrieben hat. Die Legende besagt, es sei eine Rolle Toilettenpapier gewesen. Und die hat er dann an einen Verlag geschickt…und sein Manuskript wurde ein Bestseller. Diese Vorgehensweise ist heute (nahezu) undenkbar.

liebeszeichen_brandzeichen_stefan_dernbach_printDer Buchmarkt wird alltäglich geflutet

Neben gedruckten Büchern, gibt es nun auch e-books. Alles hat seine Vor- und Nachteile, hier das habtische Erlebnis, dort die schnelle Verfügbarkeit mit allem technischen Schnickschnack. Schön ist es, wenn man beides miteinander kombinieren  kann. Das e-book ist die günstigere Version und somit eine Möglichkeit, seine Ideen zu veröffentlichen, wenn man sich halbwegs mit der Technik auskennt. Nicht alles läuft automatisch und auch hier gilt:

Der Weg ist das Ziel…

Nun kann der Leser sich schon einmal ein Bild machen:

Leseprobe

Zeit nehmen

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In Anlehnung an den Buchtitel „Die Entdeckung der Langsamkeit“ kann man wohl eher von der Verdrängung der Langsamkeit sprechen. Denkbar ist auch: Das Diktat der Schnelligkeit. Hinzu kommt zwangsläufig eine Masse von Informationen, die kaum bis gar nicht zu verarbeiten sind. Das erhöht nicht nur die Fehlerquote, sondern auch das bruchstückartige Gequassel. Fragmente dominieren, Ausschnitte erheben einen Anspruch auf Wahrhaftigkeit, den sie gar nicht erfüllen können, denn es fehlt ihnen an Breite und Tiefe.

Betrachtung braucht Zeit

 

husum_Zeit_sepia

 

Das Wort Zeitraffer spricht für sich. Man rafft sich ein paar Minuten zusammen und schaltet gleich wieder um. Der nächste Gang wartet nicht, er lauert, er drängelt, er fordert auf. In diesem Zusammenhang erscheint es nicht übertrieben von Nötigung zu sprechen. Aber wer nötigt wen? Wer setzt die Schwerpunkte? Wer trifft die Entscheidungen darüber, was wert und weniger wert ist? Von Unwert sollte nicht die Rede sein. Oscar Wilde meinte einst sinngemäss, dass man von allem etwas lernen könne. Das setzt aber Offenheit und einen Willen voraus, sicher auch einen mehr oder weniger differenzierten Hintergrund. Vor allem muss man sich aber Zeit nehmen.

Wer sich keine Zeit nimmt, der wird auch nichts verstehen, denn Verstehen ist keine leichte Angelegenheit…

New Year

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Kalendarisch ist es neu, frisch und jung. 2016. Auf der Zeitachse geht es weiter, im Leben auch. Die Rückblicke sind noch nicht abgeschlossen, aber die Gedanken wandern Richtung neues Jahr.

„Eile mit Weile“?

Mehr Weile als Eile, das ist eine Richtschnur. Das eigene Maß gestalten und leben. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Verwirklichung des eigenen Wesens. Jeder hat seine Baustellen, jeder seine Aufgaben. Und wenn es gut läuft, dann teilt man etwas davon, ergänzt sich, befragt sich. Die Moralkeule hat an der Stelle nichts zu suchen, eine Verrechnung auch nicht.

worldmit (1 von 1)

Zeit muss man sich nehmen

Hinschauen und was passiert, auf sich wirken lassen. Das gelingt nur im angstfreien Raum, dort wo freies und tiefes Nachdenken erlaubt und möglich ist. Jeder Mensch braucht „Spielräume“, nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Wer ständig unter Druck ist, dem fehlen die Spielräume, alles wird eng, alles spitzt sich zu, schlimmstenfalls in einer Endlosschleife. Das Ergebnis ist Dauerstress. Und dieser Stress macht krank. Den Stress zu reduzieren, das bedeutet auch Verantwortung für sich zu übernehmen. Leistungsstress ist kein Gütesiegel, sondern die Ursache von Krankheiten. Letztere interagieren miteinander und streuen. Sie beeinflussen uns selbst und unsere Beziehungen. Das reicht von Beeinträchtigung bis hin zur Zerstörung. Ein hoher, folgenschwerer Preis.

Das „Immer-Mehr“ führt ins „Immer-Weniger“. Mehr Tempo, mehr Leistung, mehr Aufgaben …mehr Forderungen. Manche nennen das Hamsterrad oder Tretmühle. Mit Wohlsein hat das nichts zu tun und gesund ist es auch nicht. Das Recht auf Gesundheit gibt es in unserer Gesellschaft glücklicherweise noch, in anderen nicht…

 

Loslassen II

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Was bindet, was gibt Freiräume?                               geisterbahn

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten.

Bindung gibt Sicherheit

und wer Sicherheit empfindet,

der hat auch einen Schlüssel zum Freisein. Was man auf und mit Sand baut, hält aber nicht lange. Grundsicherheiten sind die Voraussetzung, um loslassen zu können. Wer sich ständig in Unsicherheit wähnt, sich von wem oder was auch immer bedroht fühlt, der kann nicht wirksam loslassen. Es mangelt dann an innerer und äußerer Freiheit, zu denken, zu fühlen, zu handeln. In Zeiten, wo ständig Gegensatzpaare produziert werden, wird auch Angst und damit Unsicherheit geschürt. Wir leben in einer Entweder-oder-Gesellschaft, die Gegensätze en masse zum System macht. Das Gegeneinander ist fest installiert. Die Botschaften lauten: „besser“, „höher“, „überlegen“, „stärker“, „attraktiver“, „erfolgreicher“, „dynamischer“, „mächtiger“, „schneller“…etc.

Wo solche Kriterien das System bilden, werden automatisch Gräben gezogen, Diskrepanzen erzeugt.

Auf der anderen Seite entstehen demzufolge Angst, Unterlegenheitsgefühle, Schwäche, Erstarrung, Selbstzweifel und Ohnmacht. Das hat sowohl auf gesellschaftlicher wie auch für das individuelle Sein gravierende Folgen. Für eine Gruppe wird Überlegenheit und für die andere Gruppe Unterlegenheit installiert. Es wird kein Miteinander sondern ein Gegeneinander angestrebt und umgesetzt, bis es in den Köpfen und Gefühlen fest verankert ist. Dieser Prozess ist von Reibung und Dynamik geprägt. Es entsteht eine hohe Intensität und Spannung. Beide Seiten ringen miteinander, demzufolge wird auch viel produziert an Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Es wird aktiviert bis hin zum Extrem. Beide Seiten werden angefeuert, wobei aber die Gegebenheiten und Richtungen völlig andere sind, auch die Motive. Eine Seite strebt Überlegenheit an, wobei sie die Bedingungen von Anfang an hat, die das ermöglichen, die andere kämpft um ihr Sein, schlimmstenfalls um ihre Existenz…

Herbstlicht III

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Gegen den November-Blues        karussell

helfen zuweilen

Erinnerungen,

die Schönheiten und Freiheiten

beinhalten,

Humoriges und Weitläufiges

ausfächern,

wie ein Vogel, der seine Flügel spreizt.

So öffnet man die ein oder andere Schublade  und schaut hinein. Wörter, Sätze, Bilder, hier ganze Geschichten, dort Fragmente. Ein Reich aus Szenerien und Aufführungen.

Jeder hat seine Tempel, jeder seine Bruchbuden.

Nichts ist langweiliger als permanenter Hochglanz und die Verbreitung von Scheinvernunft. Weder die Welt, noch ihre Bewohner sind vernünftig. Wer das suggeriert oder gar indoktriniert, gibt sich dem Selbstbetrug hin, der den Fremdbetrug zwangsläufig im Gepäck führt. Eine Illusion reiht sich an die andere. Da wundert es dann nicht, wenn es an Substanz fehlt.

Sich erden, den Essenzen Räume anbieten, das gibt es nicht zum Nulltarif. Wer stets safety first pflegt, darf sich nicht über mangelnde Bewegung oder Einseitigkeit beklagen.

No risk, no run…

Die einen sehen das Hamsterrad, die anderen das Karussell. Waren sie jemals bereit ihre Richtung zu ändern? Aus welcher Perspektive schauten sie?

Wozu waren sie überhaupt bereit?

Siegen IV

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Let the good times roll… oder                    altsatdtwg_i

man feiert die Feste wie sie fallen.

Verkaufsoffener Sonntag, oh Herr, in Kombination mit dem Altstadtfest. Da kommt man am Bahnhof an, schaut sich um: Menschenmassen, dekoriert mit ausgestellten Autos, Grillbuden und Infoständen. Sogar Schafe hat man herangekarrt. Arme Viecher.

Alles drängelt und schlängelt sich, bis in die Oberstadt. Geschickt durch die Gassen, entgeht man dann doch noch der Ameisenstrasse der Zweibeiner. Zwischenstation beim Café Planlos. Waffeln de Luxe, ein paar Zeilen in Georg Stefan Trollers „Pariser Esprit“ lesen und einen Kaffee nehmen. Durchatmen und dann weiter. An der Marienkirche wirds charmant, musikalisch und bewegend. Altstadtfest mit guter Laune. Das Wetter spielt mit, die Menschen auch.

„Das gibt es aber nur einmal im Jahr“,

bekennt eine junge Frau, die spontan auf der Terrasse ihres Hauses ein kleines Café eröffnet hat.

„Öfters sollte man das machen…“

Eine kleine Bühne, ein Musikduo mit Klassikern, dazu eine lustige Studenten-Wohngemeinschaft, die für Bewirtung und gute Laune sorgt. Man trifft Freunde und Bekannte, hält ein Schwätzchen und trinkt ein Bierchen.

Solch eine Art von Gemütlichkeit, lässt man sich gerne bieten…spricht über Gott und die Welt, beschwört den guten Geist der Kultur, welcher eben nicht durch Eventzirkus befördert wird, sondern durch individuelles Engagement und kreative Ideen. Sie gilt es zu unterstützen und zu entwickeln. Und das ist nicht primär eine Frage des Geldes, sondern der Einstellungen. Welche Arten im Vordergrund stehen, das lässt sich relativ schnell erkennen. Und ist man sich nicht sicher, so wirft man ein paar Kiesel ins Wasser des Geschehens und schaut, was passiert…?

 

 

 

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