Fußball-Euro: Deutscher Ergebnisfußball

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Ja, der nicht betrunkene Fan möchte auch mal beschenkt werden.

Und auch der an gutem Sport interessierte Mensch,

schüttelte gestern Abend vor dem Fernseher nur noch den Kopf!

Was war das für eine zweite Halbzeit  gegen Dänemark?

Grottenkick der deutschen Mannschaft!

Die Hosen gestrichen voll!

Ein Ballgeschiebe übelster Art !

So will man Europameister werden?

Und dann diese Sprüche:

„Hauptsache weiter!“

„Nur das Ergebnis zählt!“

„Fußball ist kein Schönheitswettbewerb!“

 

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„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“

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Nein, wir haben keine Geschenke zu verteilen,

weder an die Dänen, noch an die Portugiesen und schon gar nicht

an die Niederländer.

Morgen geht es gegen die Dänen, jene fußballerischen Haudegen,

in deren Füßen noch das Blut der Wikinger fließt.

Dazu kantige Dickschädel mit einem Hauch Ostseefrische versehen.

Wer segelt nach Hause?

Es geht in die Entscheidung der Gruppenphase.

Der Rasen knistert!

“Alles oder Nichts”… so hieß mal eine Fernsehsendung,

so baut man Spannung auf.

Man spricht auch von Finalcharakter.

Werden die Nerven halten?

 

Voetbal verkeert

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Es war nicht das glänzende Spiel, welches man sich erhofft hatte.

Niederlande gegen Deutschland: 1:2

Lücken und Tücken einer Partie, die nicht

hielt, was sie versprach.

Allen Jubelarien zum Trotz, Arjen Robben, van der Vaart,

van Persie und Co., spielten so, als müssten sie aufs Klo.

Beschwert. Nicht druckvoll, sondern eher bedrückend.

Voetbal verkeert.

Ein niederländisches Starensemble,

in dem es ganz offensichtlich nicht stimmt.

Ein Mittelfeld ohne Anbindung.

Man möchte bestenfalls schön spielen, aber nicht nach hinten arbeiten.

Und wer vielleicht noch arbeiten mochte,

wie ein in die Jahre gekommener van Bommel,

der konnte nicht mehr.

Wer nun den deutschen Fußball mehr oder weniger zwanghaft bejubeln möchte,

sollte sich das 1:0 nochmal genau anschauen.

Da konnte ein Herr Schweinsteiger in aller Seelenruhe unverfolgt vom Mittelkreis bis in die Nähe des niederländischen Strafraums traben.

Der niederländische Gegenspieler ging derweil am Mittelkreis weiterhin spazieren,

als ob er auf Sommerurlaub in der Ukraine sei.

Es fühlte sich im Oranje-Team auch sonst niemand bemüßigt, unseren Mittelfeldstar anzugreifen.

Nein, unser Basti Superstar hatte gute zwei Sekunden Zeit, um zu schauen und wunderte sich wahrscheinlich sehr, dass er den Ball, um den normalerweise gekämpft wird,

in aller Ruhe annehmen konnte. Schweinsteiger hatte sogar noch Zeit zu schauen.

Dann ein Sicherheitspass, nicht in die sogenannte Schnittstelle, sondern in eine klaffende Lücke einer niederländischen Abwehr, die den Namen nicht verdient.

Dann versenkte Mario Gomez den Ball und es wurde gefeiert.

Nur so richtig war einem gar nicht nach feiern.

Deutschland war mit 1:0 gegen eine niederländische Trümmertruppe in Führung gegangen.

Man hätte sich quasi nur noch selbst schlagen können…

Fußball-Euro: Kampf gegen Windmühlen

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Heute: Deutschland gegen Niederlande – ein Klassiker !

Schon gestern titelte die Westfälische Rundschau:

„Voetbal total gegen Fußball rational“

Der deutsche Fußball war über Jahrzehnte alles andere als eine Augenweide,

aber im Vergleich zu den Niederländern, erfolgreich.

Den schöneren, ja eleganteren Fußball,

spielten jedoch die Kicker von Ajax Amsterdam, Twente Enschede und Alkmaar.

Holländische Fußball-Kunst versus deutschem Kampf- und

Ergebnisfußball?

Deutsche Eichen gegen ein farbenprächtiges Tulpenensemble,

germanische Einfalt gegen niederländische Vielfalt?

Das deutsche „Rumpel-Roulette“ ( Westfälische Rundschau, Sportteil, vom 12. Juni 2012 ) von einst,

hat sich auf erstaunliche Art entwickelt. Von Traumfußball zu sprechen, wäre sicher übertrieben,

aber bis auf ein paar Ausnahmen, ist der Ball nicht mehr des deutschen Kicker Feind auf den man blind eindrischt.

Nein, die Lederkugel wird mittlerweile gepflegt behandelt, zuweilen kunstvoll liebkost,

so dass man sich im Ausland mittlerweile verwundert die Augen reibt.

Die Niederländer spielen weiterhin einen ansehnlichen Fußball,

bleiben jedoch ihrer Linie treu, aus einem Maximum an Chancen nichts zu machen.

Das Auftaktspiel gegen Dänemark ging mit 0:1 verloren, wobei man eigentlich hätte 5:1 gewinnen müssen.

Aber das ist Gras von gestern.

Heute ist die Wahrheit, die bekanntlich auf dem Platz liegt, wieder eine ganz eigene Hausnummer.

Eine Vielzahl von Faktoren könnte die Partie entscheidend in ihrem Verlauf beeinflussen.

Welches Team hatte das bessere Frühstück? Schwarzwälder Schinken gegen holländischen Gouda.

Ist Jogi Löws Glückspullover rechtzeitig aus der Waschmaschine gekommen?

Hat das Team auch mit „Nivea“ – Shower-Power geduscht?

Aßen Schweinsteiger, Özil, Neuer und Co. vor dem Spiel auch genug Nutella?

Auch das Wetter könnte den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellen.

Man redet schon von einer möglichen Hitzeschlacht. Es werden 30 Grad am Abend erwartet.

Wir haben das eindeutig jüngere Team, also mehr Luft?

Bei den Niederländern kann man im Vergleich schon fast von einer Oldie-Truppe sprechen.

Bei solchen Temperaturen kommt ein alternder Kicker wie van Bommel durchaus in Herzinfarktgefahr.

Sein Nervenkostüm, welches von jeher auf Hochspannung getrimmt ist, könnte einen Blackout erleiden.

Eines steht fest: Es wird richtig zur Sache gehen.

Deutschland gegen Niederlande, das war schon immer ein Krimi…

Portugal ? Beckmann, Scholl und das Vergessen !

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Lag es am Auftakt-Fieber?

Das ominöse erste Spiel bei einem großen Turnier.

Waren die Moderatoren der ARD ähnlich nervös wie die Kicker?

Oder war mal wieder die nationale Brille der Moderatoren so dunkel

gefärbt, dass die Herren Beckmann und Scholl nahezu gänzlich

den Gegner der deutschen Mannschaft vergaßen.

Deutschland schien völlig alleine auf dem Platz gewesen zu sein.

Differenzierte Spielbetrachtung, Spielanalyse?

Fehlanzeige !

Von der Wertschätzung des Gegners Portugal, der das bessere, das engagiertere Spiel zeigte,

keine Spur.

 

 

 

 

Die Temperatur steigt

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Fußball-Fest in Europa !

Willkommen in der Arenen für ballbegabte Zweibeiner.

Die Trikots frisch gebügelt, die Schlappen geputzt.

Edel-Kicker und Traumtore.

Kurz vor dem Anpfiff. Die Temperatur steigt.

Erhitzte Nationen.

Ballartisten in wichtiger Mission.

Hoffnungsträger. Heilsbringer.

Tore Verhüten. Tore erzielen.

Hinten muss die Null stehen und vorne muss es krachen.

Versammlung von Superstars mit eigentümlichen Namen.

Schweinsteiger, Badstuber, Lahm.

Das klingt eher nach einer gemütlichen Skatrunde in einem bayerischen Wirtshaus.

Dazu ein Gomez, der gerne den Stierkämpfer gibt. Olé!

Auch amüsant die Namen Mertesacker, Hummels und Boateng.

Wer einen fußballtypischen Namen trägt, ist der Ersatztorhüter:

Tim Wiese.

Wer bei Götze an Götz George denkt, liegt allerdings daneben.

Der Kicker ist körperlich gesehen eher eine halbe Portion.

Nein, sogenannte „Kleiderschränke“ sind schon längst aus der Nationalmannschaft verbannt.

Da muss man lange zurückdenken und sich erinnern an Horst Hrubesch, den Brecher im Sturmzentrum.

Allein die Gestalt, verursachte Angst und Schrecken in der gegnerischen Abwehr.

Auch unvergessen, Dieter Hoeneß, der Sturmtank oder ein glatzköpfiger Carsten Jancker.

Kerle wie Eichen, die niemals weichen. So standfest und verwurzelt, dass wenn einer von denen mal

fiel, gleich fünf Gegner mit in den Abgrund gerissen wurden.

Aber das ist Vergangenheit.

Jetzt wird moderner Fußball gespielt, was immer das auch heißen mag?

Und heute geht es los!

Die Fußball-Europameisterschaften in Polen und der Ukraine beginnen.

Auch dort ist der Ball rund und das Runde muss ins Eckige …