Albert Schweitzer: Leben

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„Ich bin Leben das leben will, inmitten von Leben, das leben will (…)

Du sollst Leben miterleben und Leben erhalten.“

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Liebeszeichen – Brandzeichen VI

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Bestseller oder Nonseller, das ist nicht die Frage. Eine der Fragen ist: Was steht drin?Worum geht es? Wer sind die Supporter? Der Goldrausch ist mal wieder ausgerufen:

DER NEUE MASCHMEYER ! – im XXXXL-Format

Bestseller werden gemacht und zwar mit einer Werbe- und Geldmaschinerie, dass einem die Ohren schlackern. Was Verlage mitunter an Geldmitteln einsetzen, um Titel zu vermarkten, das sind horrende Summen. Man gibt Millionen für die „Flaggschiffe“ aus. Das ist die Kriegskasse für die Verbreitung der Botschaft: MONEY

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Herr Maschmeyer ziert nicht nur in Übergrösse den Busbahnhof, „Ritas Schnellimbiss“, nein er grüsst auch die Autofahrer an der Schnell- und Waschstrasse. Und schaut man unten links auf das Plakat des Dominators, so entdeckt man die Supporter des Millionen-Spektakels. So macht man Meinung, so lenkt man die Aufmerksamkeit der Massen.

Wann kommt der Maschmeyer-Fan-Shop…?

Auch denkbar: die Maschmeyer-Badewanne aus dem Baumarkt, gefüllt mit Gold-Dukaten aus Plastik, mit versprochener Haltbarkeitsgarantie von 1000 Jahren, plus Maschmeyer-Shampoo.

Es duftet schon etwas nach Gehirnwäsche…und Diktatur des Geldes. Dem setzen wir ein kleines Büchlein entgegen, frei nach dem Motto:

David & Goliath …in einem Beitrag.

Dort das monströse Plakat, hier die Bishgar vom Züri-See, die das Cover von Liebeszeichen-Brandzeichen ziert, und zwar schlicht und einfach. Der Besitzer jenes mongolischen Instrumentes stand am See und spielte harmonische Melodien aus seiner Heimat. Ich hielt an und hörte ihm zu…

Seine Musik war ein Geschenk an jenem Tage, welches noch lange in Erinnerung blieb…

Es erzählte von Heimat und erschuf sie zugleich, kam aus der Ferne und schaffte Nähe. Wir brauchen keine Millionäre, wir brauchen Brückenbauer…

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Gezeiten II

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Sie sind nicht mehr ansprechbar,                                                                  planwagen_schild

kauern und versauern, dümpeln im eigenen Sumpf,

kommen weder richtig hoch, noch richtig runter.

Die Lethargie, die Angst, die Minderwertigkeit.

Alles erzeugt eine Kettenreaktion. Extreme bringen Extreme hervor.

Das ist ein Naturgesetz. Eine extreme Gesellschaft potenziert Auswüchse,

vernichtet das gesunde Maß im Menschen, attackiert Verstand und Gefühl,

spaltet auf.

Willkommen auf der Borderline.

Eng, schmal, scharf. An anderen Tagen, dumpf, sentimental, spektakulär.

Es wird auf der Klinge nicht mehr getanzt, es wird gekrochen und nicht wenige halten sich verzweifelt

fest, während ihnen die alltäglich scharfe Brise die letzten Haare vom Kopf frisst.

Es ist mehr Lähmung als Staunen unterwegs. Flucht in Nischen, Flucht in virtuelle Welten.

Da werden die virtuellen Kriegsschauplätze wichtiger als die realen, ein Rennfahrer wichtiger als

ein Syrienkrieg. Grenoble hat bessere Einschaltquoten als Damaskus.

Give peace a chance? Man sollte diesen Satz umbenennen: Give cheese a chance !

Der geistige Käse verpestet den Rest an guter Luft.

Die Schadstoffgrenzen sind mehrfachs überschritten, der Gehirnschimmel blüht und stinkt vor sich hin.

Es ist aber kein Blauschimmel, sondern ein trüber Grauschimmel, der den guten Geschmack zersetzt.

Eine widerliche Mediensülze wabbelt und schwabbelt, zerstört die tragfähigen Substanzen.

Man glaubt ihnen nicht mehr, nimmt sie nicht mehr ernst, weil sie die Wertigkeiten auf den Kopf gestellt haben.

Sie machen ihr Geld mit dem Absurden. So fixen sie die Leute an, so produzieren sie Medien-Junkies.

Jeden Tag neue Injektionen…bis die Herde nur noch blökt und schweigt!

Es gibt Tage, da denkt man an Albert Camus III

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Tipasa liegt in Algerien.                                                                                      camus_tipasa_nah

Und dorthin wollte Albert Camus zurückkehren.

In seinen Mittelmeeressays findet sich ein Text

mit dem Titel:

„Heimkehr nach Tipasa“

Es ist das Licht des Mittelmeeres, es ist eine Kultur,

die sich deutlich unterscheidet von den Zentraleuropäern.

Letztere haben laut Camus auf der ganzen Linie versagt.

Und um das deutlich zu machen, bittet er als Kontrast

die alten Griechen auf die Bühne seiner Betrachtungen.

Mythen und Götter, geben dem Menschen eine Richtung, unterweisen ihn,

zeigen ihm seine Grenzen auf.

Die Zentraleuropäer aber, haben Gott getötet. Ihnen geht es nur noch um Macht und eigene Größe.

Das beschrieb Albert Camus bereits 1954.

In diesem Jahr erschien „Heimkehr nach Tipasa“ in Paris.

Und in seinem Buch „Der Fall“ lässt er Clamens sagen:

„Kennen Sie übrigens Griechenland? Nein? Um so besser.

Was hätten wir dort schon zu suchen? Wir müssten reinen Herzens sein…“

 

Die Zentraleuropäer sind aber nicht reinen Herzens.

Sie haben nicht nur andere Völker okkupiert und kolonialisiert,

sie haben auch laut Camus die Schönheit verbannt.

Kalte, gesichtslose Städte, kalte, charakterlose Menschen.

Im Vergleich zu der Kultur der alten Griechen, entbehren die Zentraleuropäer jeglicher Würde,

Schönheit und Maß.

Wo früher Gott oder Götter waren,

an diese Stelle haben sich die Zentraleuropäer selbst gestellt.

 

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Pepper & Salt X: „Indignez vous – Empört Euch!“ Stéphane Hessel

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Stéphane Hessel, der Autor des Werkes:                                                                Menschenwürde_popart_dernbach

„Empört Euch!“ – ist im Alter von 95 Jahren gestorben,

ein großer Verlust an kritischem Geist

und vielfältiger Lebenserfahrung.

Der ehemalige Widerstandskämpfer in den Reihen

der französischen Résistance, war auch im KZ Buchenwald interniert.

Er wusste nur zu gut, was Leid und Unrecht bedeutet,

was Gewalt welcher Art auch immer auslöst und zur Folge hat oder haben kann.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Hessel mit an der Erstellung

der Internationalen Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen,

die mit Blick auf die desaströsen Kriegserfahrungen ein klares Bekenntnis für die Menschlichkeit,

für humanen Umgang miteinander sein sollten und weiterhin sein sollen.

Dass die gelebte Realität zumeist anders ausschaut, Politik und Wirtschaft,

nach anderen Motiven agieren, andere Zielpunkte setzen, ist Hessel in seiner

jahrzehntelangen politischem Tätigkeit nicht verborgen geblieben,

sondern er hat die Widersprüchlichkeiten hautnah erlebt.

Über das Tagesgeschäft hinaus, war ihm ein  gravierender Wandel der Lebensumstände

im Rahmen der Globalisierung deutlich geworden, einen Wandel den er als

äussert bedrohlich für die Menschenrechte erachtete und ihn in Vergleich

zog mit der Diktatur der Nationalsozialisten; nun eine Diktatur der Wirtschaft,

die dominant in allen Lebensbereichen ist und gnadenlos menschliche Grundwerte

und Menschenrechte aushebelt und existenziell bedroht.

Er forderte die Menschen auf, Widerstand gegen diese Entwicklungen zu leisten,

sich nicht gleichgültig zu verhalten, trotz schwieriger Lebensumstände,

die zunehmend in Europa grassieren.

Aus diesem Grunde verfasste Stéphane Hessel in biblischem Alter

eine kleine Schrift mit großer Wirkkraft:  „Indignez vous – Empört Euch!“

Vorgestern Nacht ist Stéphane Hessel im Alter von 95 Jahren gestorben.

Aber sein Werk lebt weiter !

 

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Zeitgeister XXX IV: auf Augenhöhe?

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Man schaut sich an.  

Wie gehts?

Und dann beginnt der Austausch.

Manche nennen das auch Kommunikation.

Senden und empfangen.

Von oben nach unten, von unten nach oben.

In welchem Winkel?

Idealerweise befände man sich auf Augenhöhe.
Frage – Antwort – Frage – Antwort – Frage – Antwort …etc.

Was meinst Du?

Wie siehst Du die Welt?

Und dann beschreibt man sich gegenseitig die Sicht auf die Dinge von Welt.

Daraus ergeben sich Bilder, auch Kommunikationsbilder,

Gemälde mit Licht und Schatten, manchmal hell, manchmal dunkel.

Nuancen, Sentenzen, Aufschrei, Vordergrund und Hintergrund.

Hier ein charmanter Augenaufschlag, dort eine Breitseite.

Systematiken sind erkennbar, gewisse Muster.

Dialog und Monolog.

Reden und Zuhören.

Auf Augenhöhe?

 

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Manche nennen das Beteiligungsgesellschaft, andere  Sponsering.

Zeitgeister XXX: Different ways of life

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Ist das Leben brutal, 

weil es banal und profan ist?

Das könnte schon sein.

Ohnmacht zeigt sich in vielen Gewändern.

Vom Blödsinn zum Zynismus, vom Gebabbel zum Geschwätz.

Mehr Schein als Sein.

Credo, Botschaft, Message.

Man liest, man hört, man schaut.

Und dann fühlt man.

Gegnerschaften. Quotenkriege. Glaubenskriege.

Ein großes Sammelsurium aus Wut, Verzweiflung, Enttäuschung.

Ohnmacht erzeugt Aggression und Aggression erzeugt Ohnmacht.

Und alles basiert auf Vortstellung, Imagination und ein paar Fakten.

Die Fakten bilden ein Korsett, werden aber maßlos überschätzt,

denn sie sind nur die Spitze des Eisberges.

Dahinter, darunter, daneben …wirken, lauern Kräfte,

die mechanisch, systematisch die Aufführungen zur Wiederholung bringen.

Was wie Fortschritt aussieht, verkauft wird,

ist zumeist nur die Fortsetzung von Starre, festgefahrenen Bildern und Einstellungen.

Man gibt vor dabei zu sein, heuchelt Anteilnahme und Mitgefühl.

Das nennt man dann zivilisiert.

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