Schöne Bescherung: I

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„Goldgräberstimmung“,    Weihnachtsmarkt_band

sagte der Prinz und hatte

Glanz in den Augen.

Der Handel blüht nicht nur, er glüht.

Alle Jahre wieder.

Come together.

Not only sex sells.

Stars, angels & dreams.

DREAM-MAKER – HEARTBREAKER.

Welcome to the holy shopping-tour.

Auf dem Schlachtfeld wird beschert, aber zunächst einmal gekämpft.

Pole – position am Wühltisch.

Schnell am Start sein.

Nichts verpassen.

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“.

Der Kunde starrt,blökt und hat sich eingereiht.

Hört die erste Posaune.

Apocalypse now.

Rettung durch den Untergang.

Geschmückte und verzückte Lemminge auf dem Weg zu Klippe.

An der Krippe macht man kurz halt.

„Na Jesus! Wie gehts uns heute?“

Die drei Preise aus dem Morgenland kommen auch pünktlich zur Bescherung.

Palästina. Syrien. Ägypten.

Nur die Verneigung fehlt…

 

P.S. Spenden für dieses Schreibprojekt können Sie unter:

Stefan Dernbach LiteraTour

Sparkasse Siegen: BLZ 460 500 01

Konto: 330 707 662

Manche nennen das Beteiligungsgesellschaft, andere  Sponsering.

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Es gibt Tage, da denkt man ans Reisen …

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Vielleicht steht nicht

der Aufbruch im Mittelpunkt,

vielleicht mehr die Entdeckung?

Bei manchen steht das Organisieren

an erster Stelle,

andere möchten lieber flanieren.

 

Es gibt reichlich Arten zu reisen.

Jeder hat da andere Vorstellungen und Wünsche.

Abenteuer, Kreuzfahrt, Radeltour, Sambazug,

Verwandtschaftsbesuch, Campingreise,

Kulturreise, Fressreise, Ausruhreise …

 

Der eine will entdecken, der andere nicht.

Auf zu fernen Ländern?

2 Tage Kairo, Shopping at it’s best.

Schnell noch auf den Nil.

Und plötzlich beißt einen ein Krokodil.

 

Damit hatte man nicht gerechnet.

Es war auch nicht bestellt, obschon ja das Angebot hieß:

all inclusive.

Ach, das Kleingedruckte.

Wer liest schon das Kleingedruckte?

Die Headlines zählen, die Aufmacher:

Reise ins Glück !

Kreuzfahrt zum Garten Eden!

Gönnen Sie sich das Paradies auf Erden!

Wer möchte da nicht verreisen?

 

 

 

Uckerland I: In der Ruhe liegt die Kraft

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Von der betriebsreichen Hauptstadt Berlin,

eine Reise ins Uckerland.

Zielpunkt: der Internet-Garten von Hetzdorf.

Internet-Garten?

Aber dazu später.

Mit dem Drahtesel

also von Prenzlau nach Hetzdorf.

Die Sonne knallt ins Gesicht.

Nicht wirklich ein Glutofen wie damals in Thessalien,

aber gegrillt fühle ich mich schon.

Die Windräder machen wenig Wind.

Statuen der Neuzeit.

Riesige Flügel.

Unweigerlich fällt mir Don Quichotte ein.

Der Kampf mit den Windmühlen…

Unterwegs (15) The sky above us

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Der Himmel über uns.

Er ändert sich ständig, aber bleibt derselbe.

Wir müssen nicht um diesen Himmel kämpfen,

wir können ihn nicht ändern, was wir können,

ihn bestaunen.

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Unterwegs (7) Garten Eden

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Man schaute aufs Meer und dachte an den Garten Eden,

nicht den biblischen, sondern den hemingwayischen.

Es war jenes Aufwachen, welches eine Süße beinhaltete,

die weit über ein Marmeladenbrötchen hinaus ging.

Natürlich war ein Marmeladenbrötchen mit frischem Kaffee gut,

dieser Duft von Aprikosen und frisch gemahlenen Bohnen.

Aber zu diesem hemingwayischen Morgen gehörte das Licht

des Mittelmeeres, jene ersten Sonnenstrahlen, die auf das

Bettlaken fielen und durch den Raum fluteten.

Zu einem solchen Morgen gehörte auch Zeit.

Zeit und Raum.

Zwei Menschen erwachten morgens am Mittelmeer.

Sie schauten sich an und es war gut.

Es war gut, solange es einfach war.

Aber genau das wurde leicht vergessen.

Die Leichtigkeit des Seins fiel nur anfangs vom Himmel.

Danach veränderte sie sich, mehr oder weniger zwangsläufig,

je nachdem, wer aufeinander traf.

Mit der Begegnung kamen die Steine ins Rollen.

Manche waren sichtbar, andere unsichtbar…

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Some kind of sky (2)

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Es war früh und es war irgendwie spät.

Alles war eine Frage der Perspektive.

Oben? Unten?

Von der Seite?

Manche Perspektiven kannte man gar nicht,

einige vernachlässigte man.

Wie schaute man?

Worauf schaute man?

Da war also der Himmel.

Und dort oben sollte jemand namens Gott wohnen…

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach

Some kind of sky (1)

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Der Himmel über uns.

Manchmal schauen wir.

Da ist er, und?

Wie ist er?

Ich weiß nicht.

Also, man schaut zum Himmel.

Da sieht man Farben, alle möglichen Farben,

deren Namen wir nicht einmal kennen,

geschweige benennen können.

Wir sitzen irgendwo.

Der Himmel ist über uns, aber wir schauen nicht hin.

Gut, vielleicht ein flüchtiger Blick, mehr aber nicht.

Wir sind beschäftigt.

Alle sind wir beschäftigt, so sehr, dass wir den Himmel vergessen …

© 2012 Text / Foto: Stefan Dernbach