wenn Wut und Hass, das Klima vergiften

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Rücksichtslose Gebärden und Aktionen, sind Teil unseres Alltags geworden. „Man bewirft die Menschen erst einmal mit Dreck…“, so einst Hagen Rether. Dazu gehören Beleidigungen, Hass-Mails…etc., die unlängst vom Justizminister Heiko Maas thematisiert wurden.

„Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.“

Affen_nah

Leider dauert es viel zu lange, bis solche Hass-Kommentare bei Facebook und anderen sozialen Medien, gelöscht werden. Die Strafverfolgung von Menschen, die andere Menschen beleidigen und bedrohen, hinkt mehr als hinterher. Dabei fehlt es solchen finanzstarken Globalplayer im Social-Media-Bereich nun wahrlich nicht an Geld, um für eine adäquate Infrastruktur zum Schutze seiner User zu sorgen, zu denen auch Kinder und Jugendliche gehören, aber eben auch Erwachsene.

Die Politik hat der Entwicklung: Aufspaltung der Gesellschaft – viel zu lange zugeschaut. Nun bekommt sie den Wildwuchs, der entstanden ist, offenbar nicht mehr in den Griff, sondern rudert nur noch hinterher. Einer ihrer Hauptaufgaben, die Würde des Menschen zu schützen ( Artikel 1 unserer Verfassung ), sollte wieder die Hauptaufgabe werden.

Weder Hass-Kommentare noch Beleidigungen, sind durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Wenn man von der Würde des Menschen als Grundrecht spricht, dann gehört dazu auch die Unversehrtheit des Menschen. Diese hat der Staat laut seiner Verfassung seinen Bürgern zu garantieren, sofern es sich nicht um eine höhere Gewalt handelt, die die Unversehrtheit gefährdet.

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to write is to be XVIII

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Einst feierte sich die Netzgemeinde                                         Arundhati_roy

als große demokratische Bewegung,

als Vorreiter einer in die Realtität

umgesetzte Utopie.

Das Paradies schien zum Greifen nahe,

gelandet ist man in einem Alptraum,

der nun von einigen Aposteln dieser Bewegung

beweint und betrauert wird.

Mancher leistet sogar Abbitte, ob seiner grenzenlosen Naivität, wobei die Abbitte mehr nach Geschäft, als nach wahrer Erkenntnis riecht. Kapituliert hat da niemand, es wird nur der Spiess in die andere Richtung gewendet, weil die Naivität von der Realität im Eiltempo überholt worden ist.

Wie sollte im Internet eine neue demokratische Bewegung möglich sein, die die Welt zum Guten verändern würde? Wo sollten die Ordnungskräfte in einer globalen Informationstechnologie herkommen und auf welchem Wege sollten sie ordnen können, was da millisekündlich über die Datenautobahnen jagt? Die Apostel und ihre Jüngerschaft, die Gurus der Bits-&-Bytes-Generation, hatten zur Schulzeit offenbar weder am Politik- noch am Erdkundeunterricht, bewusst teilgenommen. Von globalen Machtverhältnissen und ihren Wirkkräften, hatten sie ähnlich viel Ahnung, wie der Wetterhahn auf dem Kirchturm von der Religion, die unter ihm praktiziert wird.

Freiheit wird nicht dadurch errungen, indem man ständig FREIHEIT kräht.

Nicht nur die Piratenpartei erfuhr, dass Realpolitik nach den Regeln von Machtverhältnissen funktioniert. Realpolitik findet auch im Internet statt, genauso wie Realwirtschaft. Die global player bestimmen, was, wo und wie passiert, und nicht ein paar Laptop-boys & Laptop-girls, die sich eine Demokratie zusammenträumen, die es weder vorher gegeben hat, noch nachher geben wird.

In diesen Zusammenhängen war manche Hausfrau wesentlich intelligenter, als die Display-Träumer und Internet-Gläubigen. Sie setzte sich an den Küchentisch, stellte die Spülmaschine an und schrieb einen SM-Roman, der zwar sprachlich unter aller Kanone ist, sich aber glänzend verkauft.

That’s life…

Der Autor dieses Schreib- & Fotoprojektes, dankt Ihnen für Ihre Förderung & Unterstützung.

Spenden können Sie hier.

 

 

 

Im Namen der Kommunikation …II

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Das „große Bla Bla“, so nannte es Big Daddy im Film:                                    käse

„Die Katze auf dem heißen Blechdach“, jenem Streifen,

der nun wahrlich schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Man könnte es auch schlicht Geschwätz nennen,

was da geballt unterwegs ist, gepaart, frei nach Thomas Bernhard,

mit Verlogenheit, die der alte, schreibende Schwarzmaler aus Österreich, der ein glänzender Sezierer war, flächendeckend meinte zu erkennen. Ein Sammelsurium aus gegenseitigem Betrug, mehr oder minder gepflegt, mehr oder minder grässlich.

An diesem unwürdigen Schauspiel sind nicht nur die Medien beteiligt, sondern auch der „Normalbürger“, quer durch alle Schichten und Bildungsvolumen. Letztere haben enorm an Größe und Gewicht abgenommen, gleichen einem Schweizer Käse mit mehr Löchern als Substanz. Sprach man noch vor geraumer Zeit von Halbwissen, so hat man sich mittlerweile am Achtelwissen zu orientieren, Tendenz weiter abnehmend.

„Big Brother“ is fucking you, small brother, too.

Denn, wenn es darum geht Farbe zu bekennen, ist der Normalbürger nicht minder schnell verschwunden wie die Medienvertreter. Wenn es um Selbstkritik und Selbstreflektion geht, dann herrscht bestenfalls der Konjunktiv oder man lässt gleich alles unter den Tisch fallen, ändert die Aufführung und das Bühnenbild. Es wird ein hübsches Heimatschauspiel im globalen Dorf aufgeführt, wo man die gute, alte Zeit beschwört, sich nach ihr sehnt, sie aber nicht wirklich betrauert. Für Trauer bleibt keine Zeit.

Denn die nächste Sau muss durchs Dorf getrieben werden …

Im Namen der Kommunikation …

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Es gibt Tage, da denkt man an Erich Fromm,                                                                odeoncupmit

Carl Rogers, Viktor Frankl und Paul Watzlawick.

Es geht um Formen der  Kommunikation, der Erfahrung von Sinn,

der Verarbeitung von Leiden und ihrer Bewältigung.

Alles ist Kommunikation, auch das Schweigen, die Nichtbeteiligung,

die Abwehr, der passive Widerstand.

Andererseits dort, wo auf Teufel-komm-raus kommuniziert wird,

mangelt es häufig an Qualität, Reflektion und Differenzierung.

Ein Post jagt den anderen, eine Schlagzeile versucht die nächste zu toppen.

Die Rasanz geht nicht nur auf Kosten der Tiefgründigkeit, sondern fördert auch die Zersetzung von Haltbarkeit und  Sinn. Man überprüft nicht mehr, man spürt nicht mehr nach, man setzt nicht mehr zusammen, sondern wird ein Teil der flächendeckenden Fragmentisierung, die konträr zum menschlichen Bedürfnis steht, sich als Einheit zu empfinden, eine Einheit anzustreben und sie aktiv zu bilden.

Der Geschwindigkeitsrausch ist nicht die Ausnahme, sondern die Methode, der Mainstream, das Ziel. Kombiniert man nun die Geschwindigkeit mit der Masse an Information, dann ist das durchschnittliche Gehirn eines Menschen überfordert. Überfordert sind aber auch die Gefühle, die einem permanenten Schleudergang ausgesetzt werden. Kein Innehalten, kein Nachspüren, keine wirksame und wirkliche Beteiligung. Am Ende steht die Klick-Unkultur und die Verarmung der Sprache.

Es würde an Zeit mangeln, so lässt es sich vernehmen. Es ist wohl eher so, dass man sich keine Zeit nimmt…

Message to you

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Stop-go-send.                                                                                          fire_wire

Hold the line, keep the secret.

In traffic we trust, in truth not.

Shooting informations, pretending communication.

Welcome in the world of illusions.

Welcome to the world of homo-monkey,

who’s dancing every day for the audience,

a boring & ignoring society, which cannot exist without amusement and crazy jokes.

They are full of fears & senseless thoughts.

One-way-buttons, one-way-views. The bird is not sitting on the wire. The bird is leaving, looking for a quiet place

without traffic & trash, leaving this competition of fake, pretending & lies.

There is a small door to leave the cage …

Banalverkehr

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Zugegeben, es geht einem schon mal                                        clownerie

einiges auf den Zeiger. Auch kommt es vor,

dass die vermeintlichen Erträglichkeiten in

Unerträglichkeiten verwandelt werden.

Eine Ausnahme entwickelt sich nicht nur zur Regel,

sondern auch zu einer grausamen Mechanik.

Der Facebook-Kompott verursacht Durchfall.

Über zwei Katzenfotos würde sich niemand beschweren, aber sie bombardieren einen mit ihren Miezen. Klein Jenny spielt mit Wollknäuel, Luzi frisst Schisskas,  Lolita verführt den Kater, Schnuzi heisst jetzt Roberta…etc. Gerne möchte man die Flak aus dem Keller holen, um tausende Vögelbilder vom virtuellen Himmel zu schiessen, einschließlich der dümmsten Sprüche, die als Streubomben im Internet unterwegs sind.

Es herrscht der Banalverkehr.

5000 Grüsse am Morgen:

„Moin Moni!  Heinz, bist schon wach?  Guten Morgen ihr Lieben. Ach, mein Süsser! Gähn! Hört mich jemand? Kaffee fertisch, oder auch fettisch. Es dampft hier, guten Morgen. Hatte einen Alptraum. Hier pisst es. Ihr seid so lieb. Was täte ich nur ohne euch…?!

Solch emotionaler Segen am frühen Morgen, da fällt einem Roberta Flack ein: „Killing me softly!“  Warum softly? Nun, so geht es den ganzen Tag. Eine Milliarde Esel dreschen das Getreide. 100 000 wollen nicht im Kreis gehen, machen sich dadurch verdächtig, stören den reibungslosen Ablauf der Mühle. Die Aktie liegt jetzt bei um die 50 $, gestartet mit etwas über 30. Der Handel mit dem Blödsinn funktioniert. Das tat er schon immer, er war dem Intellekt in seiner Wirkkraft stets überlegen.

Es sind die einfachen Bilder, die das Hirn regieren, auch sprachlich gesehen.

Alleine schon das Wort – Twitteratis – muss von einem Fachmann für Blödsinn kreiert worden sein. Die Zwitschergemeinde. Der Shitstorm. Die Welle.  Zwischendurch, so ab 11:00 Uhr, fragt jemand: „Gehts Dir gut?“ Mittlerweile haben alle ihren Rausch ausgeschlafen, ist der virtuelle Stammtisch gut bevölkert. Auch die Redaktionen der Leitmedien mischen jetzt mit. Wohin treiben wir die Herde heute, auf den Zucker- oder auf den Müllberg…?

Der Irokese beweint das Internet, ihm sei sein Paradies abhanden gekommen. Dream is over, der Rausch auch, zumindest bei Lobo. Ob das wohl ein Künstlername ist? Hey Indianer, what’s goin‘ on? Erst feiern und dann über den Kater heulen, das ist wenig indianisch. Derweil sind die Hundeführer vom Gassigehen zurück. Beeindruckende Berichte in prägnanter Kurzform:

„Habe Kot gefunden…!“

Gezeiten

4 Kommentare


Herrschaftszeiten, schon wieder ein neues Jahr.                                                       avignon_pantomine

Jung, unbeleckt, frisch?

Hoffentlich nicht vorsatzgetackert, denn das löst sich schnell auf.

Hohe Erwartungen vergrößern die Fallhöhe,

schaffen Unruhe und Druck. Von beidem gibt es schon genug.

Was früher durchgewunken wurde, wird heute durchgepeitscht.

Jetzt wird wieder durchgestartet, bis die Kotzbeutel verteilt werden.

Hochfrequent, irrsinnige Taktzahlen, mörderisches Tempo.

Keine Zeit für Besinnung.  Keine Zeit für Ruhe.

Stattdessen strenge Fahrpläne, hohes Tempo.

Denke nicht, renne ! Gas geben! Die Schlagzahl erhöhen ! Immer am und über dem Limit.

Wer stellt eigentlich diese Forderungen auf?

Ständig geht es um Maximierungen, Leistungserhöhungen, Verbesserungen, Optimierungen.

Warnschilder werden übersehen oder ignoriert.

Sie jagen in die Kurven und fliegen reihenweise raus.

Was bleibt ist Schrott, Verletzung, Verkrüppelung, Tod.

Und aus allem wird noch ein Geschäft gemacht. Business as usual. Der Zweck heiligt die Mittel.

Schwachsinn als begehrte Währung, Skandalisierung, Dramatisierung, nur worauf zielt

dieser alltägliche Blechbüchsengesang ab?

Das, was noch hin- und herschwappt, ist der Schwachsinn, die lächerliche Bildmontage,

die flächendeckende Zirkusnummer, das große Bla Bla.

Jeder gaukelt dem anderen was vor, kaspert sich auf mehr oder weniger unsägliche Art durchs Leben,

als ob er davon mehrere hätte.

Maskeraden selbst noch bei hohem Tempo in der Steilkurve.

Oft wird vergessen, dass jeder rasante Flug bezahlt werden muss und für manchen gibt es nur einen Hinflug

mit entsprechend harter Landung.

Aus Schaden klug werden, das wäre eine Herausforderung, vielleicht die Aufgabe?!

Das würde aber zumindest eine  Ahnung vom Wesentlichen voraussetzen. Der Kern dürfte nicht weiter gespalten,

sondern müsste zusammengefügt werden. Die Teilchen dürften nicht weiter beschleunigt werden, sie müssten

wieder gesucht und verbunden werden.

Die Fehlanzeigen nehmen zu, das Geschrei ist groß.

Ein Stimmengewirr ohne Klartext und Regisseur. Eine Szene jagt die nächste.

Nur noch ein Klappengeklapper.

Action. Cut. Action. Cut. Action. Cut. Action. Cut.

Wahrlich kein Film für die Ewigkeit …

 

 

 

 

 

 

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