The freedom to travel is…

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Ein Stück Welt erleben, atmen, schauen…

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Entdecken öffnet Horizonte, verändert Perspektiven und beflügelt. Wie ist der Mensch dort? Welche Gewohnheiten pflegt er? Man fährt von einem Ufer zum anderen. Der Wind weht einem ins Gesicht. Nur eine kurze Fahrt, aber anders als hier. Die Schweizer Fahne flattert über den See, markiert Identität.

Hopp Schwizz…

Am Bürkliplatz wird angelegt, dann weiter zum Bellevue-Platz, wo die   „Herzbaracke“, das Theater-Boot…liegt. Zum Café Odeon ist es nicht weit…aber ich nehme das kleine Café am Bellevue. Am Brunnen steht ein Mann mit Flasche. Sein Mantel ist schmutzig und abgetragen. Wird er stürzen? Ein paar Meter weiter steht der Kleinbus „Troubleshooter“. Personal ist nicht zu sehen…

Liebeszeichen – Brandzeichen, auch in dieser Stadt…

Berg des Lebens

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„Das Können ist des Dürfens Maß“, sagt Bergsteiger Reinhold Messner.

Berge und Leben, da gibt es Verwandtschaften und Affinitäten. Einen Berg rennt man nicht hinauf. Einen hohen Berg, schaut man sich genau an, bevor man aufbricht.Was für Bedingungen herrschen? Wie ist die Wetterlage? Wie sind die Beschaffenheiten?

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Extreme Beschaffenheiten bergen stets Gefahren

Sich zu akklimatisieren, ist notwendig.Man nimmt sich Zeit und trifft in Ruhe Vorbereitungen, denn was kommt, ist schwierig zu meistern. Es bedarf einer Gewöhnung an die Umstände.

Was eine Schwierigkeit ist, hängt in hohem Maße vom individuellen Empfinden ab. Das muss mit Realitäten abgeglichen werden, und zwar Schritt für Schritt. Höhenlagen erfordern besondere Maßnahmen. Die Luft wird dünner, jeder Schritt fällt schwer. So ist das im Leben oftmals auch. Selbst der kleinste Schritt wird zur Tortur. Pausen sind nötig. Körper und Geist, müssen sich regenerieren.Ist das nicht gewährleistet, droht der Zusammenbruch oder der Absturz.

Ein Berg ist kein Feriencamp und das Leben kein Ponyhof…

Jeder, der einmal in Extremsituationen war, der weiß, dass man dann keine lustigen „Wanderlieder“ mehr singt, es sei denn, man ist wahnsinnig oder dem Galgenhumor verfallen. Humor schadet nicht, im Gegenteil, er sorgt für Erleichterung, nimmt oft sogar die Angst für eine gewisse Zeit, reduziert den Druck. Die Bedrohung lässt nach. Das ändert aber nichts daran, dass die Bedrohungslage existiert. Wegschauen nützt da nichts, verzerrt den Blick auf die Realitäten wie es Illusionen auch tun.

 Flucht nach vorne?

In der Handlung bleiben zu können, ist wichtig. Nach vorne zu flüchten, absurd und gefährlich. Manchmal ist es auch angezeigt, konsequent eine Pause einzulegen. Durchatmen, in sich gehen. Auszeit. Burn out, ist alles andere als eine Modekrankkeit oder eine Trenderscheinung, ohne Tiefgang. Burn out ist gefährlich und bedarf einer fachlichen Analyse, Diagnose und Behandlung. Alles das braucht Zeit, Raum und sinnvolle Entscheidungen. Eine Flucht nach vorne, ist irrational und fatal. Manche legen ein Sabbathjahr ein. Sie kümmern sich ein Jahr „nur“ um sich selbst.

Was benötige ich? Was brauche ich? Wonach sehne ich mich?

Wer sich das einmal aufschreibt, der kommt vielleicht zu erstaunlichen Ergebnissen…

 

Wege

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Der Wege gibt es viele,

Foto: Stefan Dernbach Großglockner

Foto: Stefan Dernbach
Großglockner

der Landschaften auch.

Hat man eine Ahnung,

vielleicht sogar eine Gewissheit,

was einen erwarten könnte?

Trotz aller Sorgfalt,

man kann nie genau wissen,

was passieren wird.

Erst mit dem Gehen, erfolgt die konkrete Erfahrung. Das gilt für die Berge als auch für die weiten Ebenen. Landschaften spiegeln unser Dasein und unsere Geschichte. Man begibt sich nicht ohne Grund in die Berge, andere suchen die Wüste oder das Meer auf.

Abgeschiedenheit, Stille und Kargheit

Die Reduktion auf das Wesentliche, die Klarheit eines Felsens, der Widerstand von Gestein. Hier ein Anstieg, dort ein Abgrund. Schier endlose Serpentinen schlängeln sich den Berg hinauf. Ausdauer ist gefragt. Steil aufragende Felswände, nahezu unüberwindlich, bringen Grenzen hervor. Wie lange ist der Weg bis zum Gipfel? Welche Routen gibt es? Die Schritte werden langsamer, der Atem schwerer.

You can’t fool a mountain

Dem Berg ist es gleichgültig, welchen Status jemand hat:

arm oder reich, stark oder schwach, erfolgreich oder nicht erfolgreich, adelig oder bürgerlich, intelligent oder dumm, schön oder hässlich, interessiert oder gleichgültig, gelassen oder wütend…etc.

Der Berg sorgt für Selbsterfahrung. Man lernt sich kennen, man lernt andere kennen. Wie verhält man sich, wenn die Luft dünn, die Klarheit schneidend wird? Ist man geduldig, achtsam und gelassen? Am Berg scheiden sich die Geister und das Wetter.

Er ist immer für eine Überraschung gut…

 

Fernsicht III

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Der Horizont bietet sich dar,                     dage_gegenlicht

weit ausladend, manchmal in

ein Wolkengemälde eingebettet,

erhält er hier und da,

seine Konturen.

Ankerpunkte gibts am Himmel wie auch auf See, ansonsten könnte man sich in der Weite verlieren. Ein Zuviel an Weite kann ebenso bedrohlich wirken, wie ein Zuviel an Enge. Der Grad, was erträglich oder eben unerträglich ist, bleibt individuell, so auch die Vorstellungen von Schönheit und Ästhetik.

Natürlich gibt es Übereinkünfte, Gemeinsamkeiten und Schnittmengen, wodurch auch immer hervorgerufen. Sie gilt es nicht nur zu entdecken, sondern auch zu suchen und zu pflegen.

Wer Freude an der wechselseitigen Entdeckung hat, kann viel finden, wird reichlich beschenkt.

Das ist nichts für Schneckenhäusler und auch nichts für Eingleiser, ob Frau oder Mann.

„Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze“,

meinte einst Franz Kafka.

Das gilt sowohl für das äußere wie auch für das innere „Matrosenleben“…

 

Fernsicht II

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Vom sicheren Hafen aus,                               husum_goodewind

lässt sich gut schauen.

Dort wird Seemannsgarn gesponnen,

ein Leuchtfeuer entzündet,

welches den Schiffen hilft,

ihren Weg zu finden.

Klippen gibt es unter und über Wasser.

Hier und da, empfielt sich ein Lotse, nur muss man dem vertrauen. Er kennt die Untiefen, die Meeresenge, die Sandbänke. Wer jedoch auf einem Seelenverkäufer anheuert, der hat schlechte Karten, segelt nicht nach Kompass und Sternen, sondern segelt gen Meeresgrund. Wenn der Schrei ertönt:

„Riff voraus!“

ist es meist zu spät. Dafür muss man nicht die Geschichte der Titanic bemühen, das gilt für das Leben allgemein.

Fernsicht

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Man verändert die Fernsicht,                dage_coastwalk

indem man sich auf den Weg macht.

Ob nun räumlich oder gedanklich,

Bewegung ist das, was zählt.

Danach hat man etwas zu erzählen.

Der Norden ist von jeher in Bewegung. Wind und Wellen, die frische Brise, die allzu starre Gedanken in Bewegung bringt. Vom Schimmelreiter bis zum Deichgrafen, von Heidi Kabel bis zu Gosch. Dazwischen der blonde Hannes, der darum bittet:

„Kapitän nimm mich mit auf die Reise…“

Diese Reise beginnt mit dem ersten Schritt wie jede andere auch. Am Anfang war das Meer. Es war offen, weit und endlos. Man konnte sich darin verlieren und zugleich finden. An manchen  Tagen war es ruhig, dann aufgepeitscht und stürmisch. Woher die Strömungen kamen, war nicht immer zu erkennen. Selbst erfahrene Seefahrer haben nie den Respekt vor dem Meer verloren. Es ist kein Ort für Hasardeure, noch für Landratten. Wetterfest am Steuerruder, Segel setzen, Segel einholen.

Auch bei stürmischem Wind gilt es Kurs zu halten …

Island in the shadow I

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Der Weg lag vor einem, kurvenreich, ungewiss, vielfältig.                     palma_fontäne

In Erwartung der Regenzeit, schien anfangs die Sonne.

Was von der Insel bekannt war, glich einem Holzschnitt.

Diesen Holzschnitt galt es zu bearbeiten, zu schleifen

und zu verfeinern, doch zunächst galt es zu schauen und zu hören.

Unterliegt eine Reise gewissen Bestimmungen,

von denen der Reisende nichts ahnt?

Was ist mit den Bedingungen?

Die Palmen grüssten mit ihren klaren Konturen und manche Erinnerung erwachte.

Den Traum vom Süden nicht zum ersten Mal geträumt, Fragmente im Gepäck,

Puzzleteile im Kopf. Der Boden war immer noch trocken und die Erde zeitweise rot,

Licht und Schattenspiele so, wie diese nur der Süden bietet. Aber Süden ist nicht gleich Süden…

 

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