Siegen

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Der Kalauer von Siegen

und dem Verlieren auf ganzer Strecke, kann vielfältig gedeutet werden.                  extrablatt_day_service

Nein, Siegen ist nicht der Kracher,

wohl aber deklarierte Rubensstadt.

Der Meister wurde hier geboren,

lag in den Windeln und plapperte von Malerei,

ergötzte sich an fülligen Damen und Landfrauen,

ob er Reibekuchen aß, man kann es nur ahnen.

An Historie hat Siegen etwas zu bieten, an Moderne auch.

Nach monatelanger Stadtabstinenz, man kann nicht sagen, lockte sie, so war doch ein Ruf

der Stadt zu vernehmen.

„Schau doch nochmal vorbei!“

Sowas sagt man zu Bekannten, Freunden und Familienmitgliedern. Der Ruf drang zu mir und ich machte mich auf den Weg. Mit Tagebuch und Fotoapparat, mit Entschlossenheit und Skepsis. Hatte sich in der Stadt etwas verändert, seit meinem letzten Aufenthalt? Wie stand es um die Kultur und ihr Angebot? Wie offenbarte sich das Leben in den Cafés? 

Der Herbst stand vor der Türe und die an Laub reichgefüllten Bäume begannen sich zu erleichtern. Werden. Leben. Vergehen. Was in der Natur deutlich zu beobachten ist, findet sich auch in einer Stadt…

 

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Message to you

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Stop-go-send.                                                                                          fire_wire

Hold the line, keep the secret.

In traffic we trust, in truth not.

Shooting informations, pretending communication.

Welcome in the world of illusions.

Welcome to the world of homo-monkey,

who’s dancing every day for the audience,

a boring & ignoring society, which cannot exist without amusement and crazy jokes.

They are full of fears & senseless thoughts.

One-way-buttons, one-way-views. The bird is not sitting on the wire. The bird is leaving, looking for a quiet place

without traffic & trash, leaving this competition of fake, pretending & lies.

There is a small door to leave the cage …

letterman II

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Writing as a river is flowing,                                               Camus_Pott_Kerze_Tagebuch_sepia

rolling on, expecting to fly,

between the clouds, up to the sky.

No use for pretending in several terms,

not loosing the last religion.

All acting is passing by.

Listen to the river,

listen to the waves, listen to the words. What kind of melody? What kind of expression?

What kind of search? Between the thoughts, between the lines, between bestsellers & nonsellers. They all try to sell

their empty shells, their homeless minds. Battles in the field of markets, defending the great nothing.

letterman

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To write is to be.                                                                                  ama_lager_sepia

Word by word.

Passion & Expression.

Love it or leave it.

You come in & you come out.

There are no right words, there are words.

It’s a sound of silence, it’s a bath in thoughts, it’s a development.

You take your time, you breathe low, you look around in your brain. You think. You think about foolish people, you think about boring media, you think about this damned circus of lies. You think about fucking business-people, you think about Wall-Street & Dax. What a strange paradise, what a graveyard. You see all this dirty make up, you see the excuses, you see these ill imaginations & actings.

Your ballpen is a defender, your paper a wall.

No hurry, no pressure. You stop. Sit down. Wait. You think of Neil Young & his song: „Thrasher“. Yes, the thrasher is coming, day by day, killing little people, destroying flowers. Round by round. Dying all the time. Where is the protection? Bob Dylan once sang: „Give me shelter from the storm“. There is no shelter. It’s a slow killing on a pavement, where people walk in clean shoes & dirty minds. You want to leave it, but you can’t.

There are no more city lights, just flashs in the dark…

Es gibt Tage, da …III

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Das Briefpapier liegt bereit,                                                                           Brief_H_nah_bike

der Kugelschreiber wird poliert, manchmal gespitzt.

Es ist ein Brief angekommen. Er verlangt nicht nach Antwort.

Da steht am Ende: „Liebe, Liebe, Liebe.“

Nein, der Brief ist nicht von einem sentimentalen Menschen,

wohl aber von einem bedürftigen geschrieben, und mal ganz

nebenbei, wer ist es nicht?

Etliche Briefe gingen hin und her. Das darf man in heutigen Zeiten wohl ungewöhnlich nennen,

zumal sich die Verfasser nicht mehr im Poesiealbum-Alter befinden, sondern davon schon reichlich entfernt sind.

Man liebt das Sitzen am Tisch, die Blätter, die Stille. Man liebt die Verinnerlichung und die Einkehr.

Und er schrieb, er würde das Denken lieben, ja, es würde ihm sogar Spaß bereiten.

Nein, er ist kein Spaßvogel, was man vielleicht annehmen könnte, eher ein Prediger, ein Seiltänzer,

ein Gratwanderer, der mehr oder weniger akribisch, die möglichen Abgründe auslotet.

Demzufolge ist er auch ein Arbeiter, ein Dachdecker, ein Angler, der schon den ein oder anderen Schiffbruch

erlebt hat.  Er ist jedoch kein klassischer Havarist, eher ein Kämpfer, manchmal ein Kampfschwein,

ein Kampfschwein, welches auch Briefe schreibt. Eigentlich schreiben Kampfschweine keine Briefe.

Diese Ungewöhnlichkeit ist wohltuend, da sie die eingestampften Pfade verlässt.

Die klassische Erwartung wird durchkreuzt, aufgehoben, gelindert und geöffnet. Es kann also in mehrere

Richtungen gehen. This is not a one-way-project, this is not a project, this is friendship.

Es gibt Tage, da …

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Es gibt Tage, da schaut man sich um,                                   artfaces_paper

sitzt, kommt zur Ruhe, hält Einkehr

und zieht Bilanz.

Was war alles geschehen, was geschieht noch?

Wo ist zuviel, wo ist zuwenig?

Wo wurde zugehört, wo nicht?

Von Aufmerksamkeitsdefiziten bis Aufmerksamkeitsstörungen, von Hyperaktivität bis zur Fallgrube.

Wer gestaltet, wer verwaltet? Das Rad dreht sich rasant.

„Don’t stop me now!“ – so heisst ein Musiktitel.

Der Stoff, aus dem das Tempo ist, zentripedal und zentrifugal. Terminhatz, mit und ohne Airbag.

Aber, was nützt ein Airbag bei Tempo 200?

Die Sonne steht tief.

Karl K. meinte, dass selbst Zwerge bei diesen Lichtverhältnissen lange Schatten werfen

würden.  Bei wem es dennoch nicht reicht, der packt noch was drauf, begibt sich in einen Gebirgskessel

und berauscht sich am Echo. Danach klopft er sich auf die Schulter, bewirbt sich beim Burgtheater

und träumt seinem Größenwahn. Derweil pisst ein Köter auf Underdogs, erreicht der DAX Spitzenwerte,

kocht Tante Herta eine Gemüsesuppe und Harry sucht den Wagen. Wo stand noch der Wagen?

Das Vehikel ist plötzlich entschwunden.

Nach dem hohen Tempo kommt der Stillstand. Jeder Rausch findet sein Ende, jeder Galopp seinen

Wassergraben, jeder Größenwahn seine unvermeidliche Erdung, auch Bruchlandung genannt.

Und die Welt dreht sich trotzdem weiter …

Stefan Dernbach liest: Das Leben des Gouda II

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Der Randgruppenbrunnen,                                 Flyer_new_orleans_Stefan_Dernbach_web

würde vielleicht ein Soziologe sagen,

ist wie jeden Tag bestens frequentiert.

Eine interkulturell-schichtenübergreifende

Ansammlung von Menschen,

die dem sprudelnden Wasser zuschauen,

aus welchen Gründen auch immer.

Wahrscheinlich sitzt dort auch ein arbeitsloser Soziologe neben den

 Nordafrikanern, einem verlorengegangenen Russen, der Flaschensammlerin,

 der Alki-Truppe „Vorwärts Bölkstoff“, der verschleierten Asye aus Anatolien

und dem Taxifahrer Herrmann, der auf Kundschaft wartet und überlegt, ob er nicht in

die NPD eintreten soll.

Die Unterhaltungen am Brunnen, sofern man das so nennen mag, sind so vielfältig

wie die Besucher des Kunstwerks.

Die Besucher sind Teil des Kunstwerkes und wiederum Kunstwerke selbst…

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