to write is to be IV

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„Schreiben Sie nur über etwas,                                                             husum_Zeit_sepia

was Sie selbst erlebt und erfahren haben“,

sagte einst ein weltberühmter Schriftsteller,

in Zeiten, wo sich Bücher noch über Jahre entwickelten,

wo sie reifen durften, wie eine Frucht am Baum.

Der Schreiber malt mit Worten

und sollte mehr als die Grundfarben in seiner Palette führen,

sollte ein guter Beobachter der Szenerien sein, ein guter Zuhörer.

Dann kann er, wie man sagt, aus dem Vollen schöpfen. Und wer aus dem Vollen schöpfen will, sollte Zeit mitbringen. Nachdenken braucht Zeit, Denken noch viel mehr. In diesem Falle spricht man auch von Geistesarbeit. Aber das Schreiben ist nicht nur Geistesarbeit, sondern Gefühlsarbeit. Albert Camus grüsst mit Sisyphos, Henry Miller mit klimatisierten Alpträumen, Jack Kerouac mit Abenteuern auf der Strasse des Lebens.

„ON THE ROAD.“

Und spätestens auf dieser Strasse wird nicht mehr von Arbeit, sondern von Abenteuer gesprochen, und nicht nur gesprochen, sondern es wird gelebt, erfahren, erlitten und befeuert.

„Kein Licht ohne Flamme“, sagte einst Albert Camus.

Und jede Flamme braucht Sauerstoff…

 

Der Autor dieses Schreib- & Fotoprojektes, dankt Ihnen für Ihre Förderung & Unterstützung.

Spenden können Sie hier.

 

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Cafégänger I

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Café au lait

 Esprit1

 

Die Kaffeemaschine zischt. Dampf strömt in den Raum.

Verschlafen sitzen wir am Tisch und denken

an letzte Nacht.

Wann kommt er endlich?“ sagst du.

Die Bedienung schüttet Milchschaum

auf den Kaffee.

Unsere Hände umschließen das warme Porzellan.

Und ich tauche meinen Lippen in den Schaum.

Genau wie letzte Nacht.

Manchmal geb ich mir den “Steppenwolf ” IV

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Gibt es eine Pflicht,                                                                                                 kultbahn_uhr_sepia

gegen etwas anzuschreiben?

Hat der Autor eine Verantwortung?

Macht das Schreiben gegen Krieg, Hunger, Verletzung

und Verzweiflung, überhaupt Sinn?

Der „Steppenwolf“ hadert mit der Welt, zweifelt, ist verzweifelt.

Da trifft er plötzlich auf ein junges Mädchen, welches seiner Vergeistigung

ein Ende setzen will,  ihn auffordert, zu leben, zu tanzen, zu essen, zu schlafen.

Hermine, das Mädchen, fordert den Einzelgänger auf, Foxtrott zu lernen und mit ihr ein Tanzlokal aufzusuchen.

Sie fordert aber noch mehr vom „Steppenwolf“, sie fordert bedingungslose Gefolgschaft.

Das junge Mädchen gibt den Ton an, der ältere, vergeistigte Herr folgt ihr, bekommt die Leviten gelesen

und fühlt sich sogar wohl dabei, dass jemand in sein Gefängnis einbricht, dazu noch ein so hübsches Mädchen.

Seine Gitterstäbe hat er lange geschmiedet, aber das Mädchen lässt sich davon nicht beeindrucken,

sucht nicht lange nach einem Schlüssel, sondern bricht das Tor auf.

Natürlich gibt es Widerstände, aber Hermine setzt unbeeindruckt ihre Mission fort.

Sie fordert den „Steppenwolf“ auf, ein Grammophon und Schallplatten zu kaufen, gibt ihm Tanzstunden,

setzt eindeutige Kontraste im Namen der Lebenslust:

Fröhlichkeit, Unschuld, Leichtsinn, Schwung, Humor … das sind die Gegengifte,

die neuen Rettungsanker für den „Steppenwolf“.

Mit der Welt zu hadern, ist fortan verboten …

 

Französisch-deutsche-Freundschaft XXI

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Gegenüber dem Schicksal                                     saxman_nah

unserer neuen Freunde, hatten wir

wahrlich nichts zu bagatellen.

Es verbat sich,

was nicht hieß, dass unser Zusammensein

eine witzfreie Zone war. Im Gegenteil.

Wir glaubten an die medizinische Wirkung von Humor.

Damals brauchte man noch keinen Volkshochschulkurs um zu wissen,

dass Lachen erleichtert.

Aber es gab viele Gründe und Formen von Lachen.

Zynismus lag uns fern. Wir waren nicht bitter genug oder wollten es nicht sein.

Wir waren die „two boys from the forest“, die die Metro zur Station Charles de Gaulle nahmen.

In einem der langen unterirdischen Gänge, spielte Soraphy um ein Taschengeld.

Sie hielt die Western-Gitarre wie ihr Baby vor dem Bauch, welches in den Schlaf

geschaukelt werden sollte.

Das Kambodscha-Girl trug Jeans komplett. Darunter ein knallgelbes, eng anliegendes Shirt.

Es herrschte reichlich Betrieb an der Station Charles de Gaulle.

Passanten kamen schubweise, flutweise. Nach einer Weile, wenn sie alle durchgerauscht waren,

hatte man wieder für ein Lied Zeit, um es in Ruhe hören zu können.

Eine gute Akustik herrschte im Metrotunnel, der kunterbunt gestaltet war.

Wir saßen auf dem Boden oder lehnten an der Wand.

„Who’ll stop the rain“, sang Soraphy.

Dieser Song war von Creedance Clearwater Revival mit Mr. Fogerty als Frontman.

Das hatte sich bis Kambodscha rumgesprochen, wurde mitgenommen nach Thailand,

machte Zwischenstation in Uruquay, reiste weiter nach New York und landete

in Paris…

 

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Zeitgeister III

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Dem Schreiber 

geht es nicht anders

als dem Musiker.

Beide vernehmen Melodien,

beide drücken sie aus,

die zahlreichen Melodien,

die das Leben durchströmen.

Man wählt Ausschnitte oder bemüht sich um ein Ganzes.

Es sind Bilder, deren Erscheinung durch Licht und Schatten bestimmt werden.

 

Die Geister kommen gerufen und ungerufen,

manchmal überfallartig, dreinschlagend, erschreckend, übermächtig, hinterlistig, trickreich.

Es gibt Zeiten, da meint man, sich die Geister vornehmen zu müssen.

Auch dafür gibt es diverse Gründe.

Vielleicht sagt man sich, bevor die Geister einen selbst im Genick packen,

einen betäuben, aufschrecken, malträtieren, lähmen …etc.,

sollte man ihnen so gut es einem möglich ist,

ins Gesicht schauen.

Welche Züge nimmt man wahr, welche Ausdrucksformen…?

 

 

 

 

 

 

Zeitgeister II

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Proteste und 

Demonstrationen

in Europa.

Bilder von knüppelnden Polizisten

gegen einfache Bürger.

Da kriegen selbst Rollstuhlfahrer und Kinder was ab !

Frauen sowieso. Das läuft unter Gleichberechtigung

oder Quotenregelung.

Das Leiden soll möglichst gerecht verteilt werden,

so meinen Sicherheitspolitiker, Innenminister, Hundestaffelführer,

Schlagstockhersteller, Wasserwerferfahrer …

 

Alles Leid dem Volke!

Gut, der Satz hieß mal anders, aber

lapidar gesagt: Sätze sind wie Schall und Rauch,

die einen mehr, die anderen weniger.

Es gibt auch den Satz:  „Survive of the fittest“

Tja Oma, dann trainier ma!

Sicher dir deine Rente auf der Strasse, trete mit Opa

’nem Boxverein bei.

 

„Die Suppe wird nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird.“

Noch so ein Satz mit Reichweite, noch so ein Satz,

der gerne serviert wird, wenn es ums Eingemachte geht…

 

 

 

 

Im Namen des Tagebuches: Wahrgenommen …

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Das Tagebuch liegt bereit,

man schaut, man hört …

und man fühlt.

Schwingungen.

Ob das Luxus ist?

Keineswegs.

Es ist Wahrnehmung und damit Vielfalt.

Und es ist zeitweise anstrengend und nicht

besonders amüsant.

Sagte mal jemand, es gäbe keine Kaffeehaus-Kultur mehr.

Manchmal könnte man zustimmen,

in dem Sinne, dass die Qualität womöglich nachgelassen hat.

Da kann man sich, was den Blödsinn anbetrifft,

wie auf verlorenem Posten fühlen.

Blödsinn?

Widerspricht sich das nicht?

Nein!

Die Blöden sehen jede Menge Sinn

in dem, was sie sagen, tun und behaupten.

Die Vehemenz ist zunehmend erschreckend,

wie auch die Gleichgültigkeit…

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