Liebeszeichen – Brandzeichen III

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Step by step – der Schritte gibt es viele, man sollte sie besser nicht zählen. Es geht voran und das ist gut so. Ja, zwischendurch anhalten, Luft holen, nachspüren…so ein Buchprojekt ist kein Pappenstil. Woran man nicht alles denken muss, wenn man Selfpublisher ist. Da ist das Schreiben eine Säule. Dann kommt die Frage: wie und wo, veröffentliche ich? Soll es ein e-book werden? Wird es eine Druckausgabe geben? Finde ich Unterstützer für mein Projekt? Wie finanziere ich Druck- und Werbung?

Ich denke an Jack Kerouac und seinen Roman: „ON THE ROAD“ –

den er per Hand auf eine Rolle Papier geschrieben hat. Die Legende besagt, es sei eine Rolle Toilettenpapier gewesen. Und die hat er dann an einen Verlag geschickt…und sein Manuskript wurde ein Bestseller. Diese Vorgehensweise ist heute (nahezu) undenkbar.

liebeszeichen_brandzeichen_stefan_dernbach_printDer Buchmarkt wird alltäglich geflutet

Neben gedruckten Büchern, gibt es nun auch e-books. Alles hat seine Vor- und Nachteile, hier das habtische Erlebnis, dort die schnelle Verfügbarkeit mit allem technischen Schnickschnack. Schön ist es, wenn man beides miteinander kombinieren  kann. Das e-book ist die günstigere Version und somit eine Möglichkeit, seine Ideen zu veröffentlichen, wenn man sich halbwegs mit der Technik auskennt. Nicht alles läuft automatisch und auch hier gilt:

Der Weg ist das Ziel…

Nun kann der Leser sich schon einmal ein Bild machen:

Leseprobe

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To write is to be

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Es ist nicht nur eine Aneinanderreihung von Worten, es ist weit mehr. Es ist ein Bild aus tausend Bildern. Erscheint das Wortgemälde auch einfach, wer mag behaupten, dass es so ist?  Das Buch ist ein Ergebnis, ein Blogbeitrag auch. Selbst ein Zeitungsartikel hat seine Vorgeschichte.

Alles Schreiben folgt Motivationen

 

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Was bewegte den Autor zu schreiben?

War es die Lust am Nachdenken? Waren Erlebnisse so intensiv, so direkt, so stark…, dass der tiefe Wunsch bestand, es ausdrücken zu wollen, vielleicht sogar zu müssen? Schwer denkbar, dass es die pure Lust am Schreiben war. Aber auch das kann vorkommen. Das zweckfreie Spiel mit Gedanken und Worten. Der Unterschied zu Thomas Bernhard und seiner Auffassung vom Schreiben, ist frappierend. Bei ihm dominiert die Schärfe, die gnadenlose Zielführung. Ihm gegenüber steht zum Beispiel Jack Kerouac. Er schrieb wie ein Jazz-Musiker. Bebop. Wild riffs. Man könnte noch andere Autoren anführen, die für klare Konturen sorgten, die starke Akzente setzten. Henry Miller nannte Kant einen Leisetreter. Miller forderte auf:

„Bremsen raus!“

Zugleich sagte er:

„Ich möchte die Schrecken bannen, die den Menschen daran hindern, zu seiner vollen Größe emporzuwachsen.“

Er setzte alles auf eine Karte

Das kann man heute auch noch machen, aber die Zeiten sind andere. Die Menge an Provokation und Skandalisierung, ist über die Ufer des Erträglichen geflutet. Beide verfolgen keine tieferen Absichten mehr, erreichen keine Vielschichtigkeit, wie man es sich von „guter“ Literatur erwartet, zumindest erhofft. Bloße Provokation ist langweilig und die lange Kette der Skandale, zerstört das Feingefühl. Differenzieren ist nicht mehr gefragt, sondern „Plakatierung“.

Auf Kosten tieferer Erkenntnisse, wird gekaspert, gejohlt, provoziert, angeklagt, angegriffen, bagatellisiert… im wahrsten Sinne des Wortes, schlecht buchstabiert.

Was wirklich langweilt, ist die Einseitigkeit…

 

Freundschaft VI

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In dem Song: You’ve got a friend“,                                                   denkmal

gesungen von Carol King oder James Taylor,

werden tragende Säulen der Freundschaft besungen.

Auch findet sich in diesem Lied das Wort: Seele.

Dieser weitreichende Begriff steht für etwas Heiliges,

welches hier und da mysteriös erscheint, niemals

zu beweisen ist, aber von Menschen immer wieder erwähnt wird.

Der Mensch hat eine Seele, die einer zarten Membrane gleicht.

Ist die Seele intakt, so nimmt sie kleinste Schwingungen auf und reflektiert sie. Besonders schön ist das bei Kindern zu beobachten, aber auch bei Menschen, die in Not sind. Auch einige Schriftsteller verfügen über eine ausgeprägte Sensibilität, die weisen Menschen ohnehin. Seien es nun Philosophen oder Vertreter von Weltreligionen, die der Verblendung nicht anheim gefallen sind, so kann man bei ihnen Fähigkeiten entdecken, über die der normale Mensch nicht verfügt. Diese Fähigkeiten sind nicht vom Himmel gefallen, wie manche gerne behaupten, sondern sind das Ergebnis eines langen und beschwerlichen Weges, der reich an Erfahrungen und Erlebnissen ist.

Schriftsteller wie z.B. Hermann Hesse, Jack Kerouac, Henry Miller …etc. verarbeiteten diese Prozesse in ihren Texten, reflektierten und meditierten, über zum Teil geheimnisvolle und bestaunenswerte Vorgänge und Erlebnisse, die nicht zu verstehen waren, aber eben doch stattfanden. Sie schauten sich die Gewebe und Muster an, sofern es welche gab. Hermann Hesses Gedicht: „Stufen“, schildert den Lebensweg in kurzer und prägnanter Form. Dort ist die Rede vom Zauber des Seins.

Freundschaft verzaubert auf vielfältige Art und Weise:

Sie lässt uns staunen, lachen, weinen, lieben, singen, begehren und träumen…und manchmal wird man demütig vor dem, was einem widerfährt und was man geschenkt bekommt…ohne es bestellt zu haben…

 

to write is to be XV

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Man achte auf die Melodien der Sprache.                                            miller

Jeder Mensch verbreitet Melodien,

auch der, der schreibt.

Quasi, musizierende Schreiber der wilderen Art,

waren Jack Kerouac, Charles Bukowski und Henry Miller.

Was Kerouac anbetrifft, so gehörte er zu den Beatniks,

die den American Way of Life ablehnten.

Sie waren nicht scharf auf eine Spülmaschine, einen Toaster, einen Wäschetrockner oder einen Carport. Und das wollte schon etwas heißen nach dem Zweiten Weltkrieg, wo flugs der Verdrängungsprozess und die nächste Materialschlacht begann.

Es war die erste Spülmittel-Revolution.

Alles sollte gereinigt werden und sauber sein. Es gab Spülbürsten in den amerikanischen Nationalfarben. No stripes but stars. Die Chrom-Limousinen glänzten wie nie zuvor. Es waren die Holy 50’s, nach dem Flug der Enola Gay. Alles schien möglich. Und auf diesen Fortschrittswahn antworteten die Beatniks mit ihren Mitteln. Erwähnt werden sollte auch J.D. Salinger, der mit feiner, gut geschärfter Klinge, die amerikanischen Plastik-Hirne zum Tanz forderte. Es war keine Bitte, es war eine Antwort. Und es war eine Abrechnung, die Henry Miller schon in den 30er Jahren zelebrierte, mit seinem Buch vom klimatisierten Alptraum. Auf den ersten Seiten seines Buches – „Wendekreis des Steinbocks“, zerlegt er regelrecht den amerikanischen Fortschritt und beschreibt das Gruselkabinett und dessen Folterbänke. Miller arbeitete bei einem Großkonzern der Telegrafen-Kommunikation, dessen Fundament ein Botensystem war. Die Boten waren die Sklaven, die nach dem Prinzip hire & fire, in die Mangel genommen wurden. Man presste die Arbeitskräfte wie Zitronen auf den letzten Lebenstropfen aus, während die dickbäuchigen Bosse sich selbstgefällig dicke Zigarren anzündeten. Der Geldadel war gutgelaunt und fest entschlossen, mit dem Leben von Menschen Katz & Maus zu spielen.

Ihr vorrangiger Genuss bestand in der Weiterentwicklung des Sklaventums, nach Recht und Gesetz. Wo Letzteres nicht passte, wurde es passend gemacht.

Zu allen Zeiten gab es Schriftsteller, die die bestehenden Herrschaftsformen der Gesellschaft oder einer Gemeinschaft, kritisch beleuchteten und ihren Motivationen auf den Grund gingen. Dazu mussten sie keine Charaktere erfinden, die Realität bot genügend Figuren, um das Schlachtfeld zu beschreiben und zu sezieren…

 

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to write is to be IV

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„Schreiben Sie nur über etwas,                                                             husum_Zeit_sepia

was Sie selbst erlebt und erfahren haben“,

sagte einst ein weltberühmter Schriftsteller,

in Zeiten, wo sich Bücher noch über Jahre entwickelten,

wo sie reifen durften, wie eine Frucht am Baum.

Der Schreiber malt mit Worten

und sollte mehr als die Grundfarben in seiner Palette führen,

sollte ein guter Beobachter der Szenerien sein, ein guter Zuhörer.

Dann kann er, wie man sagt, aus dem Vollen schöpfen. Und wer aus dem Vollen schöpfen will, sollte Zeit mitbringen. Nachdenken braucht Zeit, Denken noch viel mehr. In diesem Falle spricht man auch von Geistesarbeit. Aber das Schreiben ist nicht nur Geistesarbeit, sondern Gefühlsarbeit. Albert Camus grüsst mit Sisyphos, Henry Miller mit klimatisierten Alpträumen, Jack Kerouac mit Abenteuern auf der Strasse des Lebens.

„ON THE ROAD.“

Und spätestens auf dieser Strasse wird nicht mehr von Arbeit, sondern von Abenteuer gesprochen, und nicht nur gesprochen, sondern es wird gelebt, erfahren, erlitten und befeuert.

„Kein Licht ohne Flamme“, sagte einst Albert Camus.

Und jede Flamme braucht Sauerstoff…

 

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Es gibt Tage, da will man nur noch weg ! Teil VI

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Von wo, will man fort?                                                           spirit

Was bewegt einen zum Aufbruch?

Man könnte auch primär zu etwas hinwollen.

Weg oder hin?

„Ich bin dann mal weg“,

der Titel des Bestsellers von Harpe Kerkeling,

klingt sehr beschaulich.

Jack Kerouac schrieb „On the road“, ein Trip quer durch Amerika,

vom Frust angetrieben, der sich zwischen Suff, Jazz  & Bars angestaut hatte.

Jeder hat so seinen Überdruss.

Ob die Länge der Reise mit selbigem interagiert, bleibt dahin gestellt,

ließe sich aber vermuten. Eine Art der Entdeckerschaft, nicht aus Neugier geboren,

sondern aus Fluchtinstinkt. Man hält es nicht mehr aus.

Die Reise als erhoffter Befreiungsschlag, unter anderem in dem Film „Rangoon“

verarbeitet. Vom Schicksal schwer getroffen, bricht eine Frau Knall auf Fall auf,

verlässt ihr gewohntes Leben und bricht ohne Vorwarnung nach Myanmar auf.

Von der überzivilisierten, durch und durch konsumierenden Gesellschaft,

geradewegs in die Diktatur eines Landes, welches buddhistisch-militärisch ist.

Ein schmerzhafter Weg der Selbstfindung erwartet die Frau, die den Mut hat,

den Weg bis zu Ende zu gehen.

Welches Ende?

Das sagt einem das Gefühl …

 

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